Manga-Review Arte Band 1

   Dienstag, 20. Oktober 2020  
Arte

Von Carlsen Manga haben wir die Möglichkeit bekommen uns den ersten Band der Serie Arte anzuschauen. Wie uns die Reise der Künstlerin gefallen hat, erfahrt ihr in dieser Rezension.


Klappentext 

Arte ist eine junge Adlige, die im Florenz des 16. Jahrhunderts – der Geburtsstunde der Renaissance – lebt. Eine junge Frau mit einem großen Traum: Sie will Malerin werden.

Doch in diesem Jahrhundert ist das alles andere als normal – geschweige denn möglich für eine Frau von adligem Stand. Maler zu werden, ist allein Männern erlaubt!

Doch Arte will das nicht akzeptieren und beginnt ihren Kampf gegen die Diskriminierung – mit harter Arbeit und ihrer immer positiven Art!


Handlung 

Mal einen anderen Schauplatz bietet uns der Manga von Kei Ohkubo. Die Geschichte ist im Italien der Renaissance angesiedelt und erzählt uns die Geschichte eines jungen Mädchens, welches gerne Künstlerin werden möchte. Arte ist das Kind einer wohlhabenden Familie, aber seit dem Tod des Vaters drohen diese in Schulden zu versinken. Doch Arte interessiert sich nicht für Dinge, die eine Frau ihres Alters und ihres Standes interessieren sollten. Sie hat einen kreativen und abenteuerlustigen Geist. Ihr Vater unterstütze dies und lies ihr in der Jugend einige Fähigkeiten eines Malers beibringen. Doch ihre Mutter unterstütz dieses Vorhaben nach seinem Tod nicht weiter. So macht sie sich auf den Weg um sich selbst um ihre Zukunft zu kümmern. Eine Anstellung als Lehrling soll her. Doch wird sie nur belächelt, ausgelacht oder sogar verjagt. Die Kunst ist ein Handwerk, welches nur Männer erlernen dürfen. So leicht lässt sich das junge Mädchen aber nicht abwimmeln und ihre Mühe soll am Ende auch belohnt werden.

Der Kampf um Gleichberechtigung steht in diesem Manga ganz weit im Vordergrund. Die junge Protagonistin sieht nicht ein, warum ihr Geschlecht eine Rolle spielen soll, wenn es doch eigentlich um ihre Fähigkeiten gehen sollte. Sie ist somit ihrer Zeit um einiges voraus und stößt nur auf Unverständnis. Zwar wuchs die junge Frau in einem privilegierten Leben auf und ist viele Annehmlichkeiten gewohnt, jedoch lässt sie diese ohne viel Gejammer zurück, um ihren Traum zu Leben. Sie scheut keine Anstrengungen, keine Hindernisse und keine Mühen um sich die Lehrstelle auch wirklich zu verdienen. Diese Ansicht ist es, die diesen Manga sehr lesenswert macht. Die Bestrebungen der Protagonistin zu verfolgen und zu sehen wie viel harte Arbeit am Ende belohnt wird, dies noch vor einer tollen historischen Kulisse, toll! Dazu kommt, dass hier keine typischen Manga-Klischees eingebaut sind. Keine kitschige Lovestory, kein Retter in der Not sondern nur die Leistungskraft und Überzeugung von  Arte selbst.


Zeichnungen

Die Zeichnungen von Kei Ohkubo sind äußerst detailliert. Der Manga ist in jedem Fall schön und spektakulär anzusehen. Hier wurde eine historisch opulente Kulisse gewählt und der Mangaka weiß diese auch dazustellen. Die Hintergründe sind jederzeit detailreich vorhanden, die Architektur wunderbar eingefangen, ein historisches Florenz ist in den einzelnen Panels durchaus zu erkennen.  Das Maleratelier und auch Artes kleine Hütte weisen so viele einzelne Details auf, dass man ruhig mal länger an einem Panel verweilen kann, um alles wirklich aufzunehmen. Das ganze kommt aber auch ohne Kitsch aus. Hier sind keine überflüssigen Effekte, keine dramatischen Szenerien, sondern nur die wirklich nötigen Elemente in jeder Einzelheit dargestellt. Das ganze erscheint nüchtern, auf eine gute Art und Weise.

Auch die Charaktere wissen zu überzeugen, die Kleidung, die Mimik, die Haare alles detailliert und der Kulisse angepasst. Meine Historienkenntnisse über diese Epoche reichen nicht aus, um zu bewerten ob sich die Kleidung auch in einem korrekten historischem Rahmen bewegt, allerdings vermittelt sie dies dem Leser, von daher würde ich auch hier einen Pluspunkt aussprechen.

Wer sich von dem optischen Glanz des Manga überzeugen will, der kann sich die Leseprobe bei Carlsen.de durchlesen –>klick hier.


Allgemeine Informationen: 711n+OnegwL

  • Taschenbuch : 194 Seiten
  • Größe und/oder Gewicht : 14.5 x 1.4 x 21 cm 
  • Herausgeber : Carlsen; 1. Auflage (26. Mai 2020)
  • Sprache: : Deutsch
  • Leseniveau : 14 und Nach oben
  • Autor:  Kei Ohkubo
  • Extras: keine enthalten

 

 

 

 

 

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1 Kommentar zu “Manga-Review Arte Band 1”

  1. albion sagt:

    Danke für den Einblick in den Manga! Kannte ihn davor nur namentlich.

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