Review: A.o.T. 2

   Mittwoch, 25. April 2018  
AOT-2-Review

Mit A.o.T. 2 ist nun das zweite Attack on Titan Spiel für die aktuelle Konsolengeneration erschienen. Der Titel ist wieder im Hause Omega Force entstanden, die sich vor allem durch ihre Dynasty Warriors und One Piece: Pirate Warriors Spiele einen Namen gemacht haben. Beim ersten A.o.T. Teil schieden sich die Geister, einige haben es geliebt und viele Stunden damit verbracht, andere haben es verflucht. Welche Unterschiede es zum ersten Teil gibt und welche Neuerungen das Spiel mit sich bringt, werden wir euch in der folgenden Review zeigen.

Für diese Rezension wurde ein Blick auf die PS4 Version geworfen.

Story

In A.o.T. 2 spielt man den Handlungsstrang der ersten und zweiten Staffel von Attack on Titan. Der große Unterschied ist jedoch, dass man dieses mal die Handlung aus der Sicht des eigen erstellten Charakters erlebt. Diesen kann man zu Beginn frei gestalten. Neben Geschlecht und Körper, kann man zudem das Outfit selbst konfigurieren. Hat man dann die ersten Trainingsmissionen hinter sich, darf man endlich auf das Schlachtfeld gegen die Titanen.
An dieser Stelle muss wohl nicht mehr auf die Handlung von Attack on Titan eingegangen werden, da diese bereits bekannt ist. Für diejenigen, die bereits den ersten Teil gespielt haben, wird sich einiges wiederholen, da man praktisch die selben Missionen wie im Vorgänger meistern muss. Daran ändert auch der eigene Charakter nichts. Dass die erste Staffel nochmal mit ins Spiel genommen wurde, liegt sicherlich daran, dass die zweite Staffel einfach zu wenig Handlung hat. Für den Titel ist das allerdings nicht so gut, man möchte einfach nur schnell die erste Staffel hinter sich bringen und die neuen Ereignisse aus der zweiten nachspielen.

Gameplay

Ausrüstung, Fähigkeiten und Freundschaftsstufen:
Bei den Aurüstungsgegenständen hat sich im Vergleich zu dem Vorgänger kaum etwas geändert. Zur Ausrüstung gehören die Klingen, Scheiden/Behälter, Gasdruckbehälter und Pferde. Natürlich unterscheiden sich die Gegenstände voneinander in ihren Eigenschaften. Manche Klingen haben mehr Punkte bei „Schärfe“, wodurch sie mehr Schaden verursachen, dafür sind sie bei „Haltbarkeit“ jedoch schwächer und gehen schneller kaputt. So haben alle Ausrüstungsgegenstände ihre Stärken und Schwächen, es liegt also am Spieler worauf Wert gelegt wird.
Um die Klingen, Scheiden und Gasdruckbehälter zu verbessern sind Materialien und Geld notwendig. Beides erhält man für das Abschließen von Missionen, oder bei dem Abtrennen von gekennzeichneten Gliedmaßen der Titanen. Alternativ können einige Materialien auch für Geld beim Händler gekauft werden.

Aktuell ausgerüstete Klinge

Aktuell ausgerüstete Klinge

Fähigkeiten spielen auch in diesem Teil wieder eine große Rolle, bei dem eigenen Charakter ist es einem jedoch selbst überlassen, wie man ihn skillt. Die Hauptattribute sind Stärke, Flinkheit, Gesundheit, Führung, Konzentration und Geschicklichkeit. Hierbei liegt es wieder am Spieler, ob er seinen Soldaten ausgeglichen skillt oder Wert auf wenige bestimmte Attribute legt. Zudem gibt es noch spezielle Fähigkeiten mit Effekten, wie z.b. „Verfolgung“, mit dieser wird die Angriffskraft gegen Titanen mit weniger übrigen Körperteilen erhöht. Es gibt also eine Vielzahl an verschiedenen Fähigkeiten und somit einige Kombinationen.

Hier passt man seine Fähigkeiten an.

Hier passt man seine Fähigkeiten an.

Eine Neuheit bei diesem Spiel sind die Freundschaftsstufen, die zu anderen Personen aufgebaut werden können. Zwischen den Schlachten gibt es immer mal wieder die Möglichkeit mit anderen Soldaten und Einwohnern zu interagieren und Gespräche mit ihnen zu führen. Hier hat man oft die Auswahl zwischen verschiedenen Antwortmöglichkeiten. Wird die richtige Antwort gewählt, taucht die Freundschaftsstufenleiste auf und füllt sich. Ist diese voll, erhöht sich die Stufe und es gibt eine neue Fähigkeit als Belohnung. Somit können einige Fähigkeiten nur freigespielt werden, indem die Freundschaft zu anderen Personen aufgebaut wird. Doch die Gespräche sind nicht die einzige Möglichkeit um die Stufe zu erhöhen. Kämpft man Seite an Seite mit seinen Mitstreitern gegen die Titanen, erhöht sich Leiste ebenfalls nach Abschluss.

Kampfsystem:
Wie auch schon in den vorherigen Punkten hat sich hier im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas geändert. Leider wurden hierbei auch einige negative Dinge übernommen. Wie im Anime/Manga kommt der Charakter natürlich mit seinen 3D-Manöver voran. Das Fortbewegen ist ziemlich einfach und nach den Trainingsmissionen sicherlich kein Problem mehr. Für ärgerliche Momente sorgen des Öfteren Gebäude und Hindernisse, da es hin und wieder vorkommt, dass der gesteuerte Charakter diese nicht überwindet. Meist klebt dieser förmlich daran fest und man muss erst wieder kurz zurück um mit neuem Anschwung darüber zu kommen. Besonders bei heiklen Situationen kann dies ziemlich nervig und ärgerlich sein.

A.O.T.-2-Angriff

Der todbringende Angriff auf den Nacken des Titans!

Im Kampf gegen die Titanen gilt es wieder die Gliedmaßen abzutrennen und ihnen den Nacken aufzuschlitzen. Es ist möglich einzelne Körperteile auszuwählen und diese dann anzugreifen. So kann der Titan nach und nach geschwächt und getötet werden. Bei den einfachen Titanen stellt dies keine große Herausforderung da, doch es gibt auch einige Stärkere, bei denen mehr Taktik und Durchhaltevermögen gefragt ist. Sehr nützlich können auch Hilfsmittel sein, wie Blendgranaten, die den Titan für kurze Zeit außer Gefecht setzen. Als weitere Unterstützung dienen Hilfscharaktere, die per Tastendruck ins Geschehen eingreifen. Oftmals können diese eine brenzliche Situation entschärfen.
Ein großer Frustfaktor bei der Titanenjagd sind fehlgeschlagenen Angriffe, hier wurde leider kaum etwas verbessert. Nicht selten befindet sich ein Titan zwischen Gegenständen oder liegt so ungewöhlich vor einer Mauer, dass er kaum angreifbar ist. So gehen mehrere Angriffe ins Leere und man nimmt dabei sogar noch Schaden, da der Titan es irgendwie schafft anzugreifen. Gehen allerdings zu viele Angriffe daneben, gehen die Titanen in den Rage-Modus über und man hat noch mehr Probleme.

Hier wird gerade einen Basis auf dem Schlachtfeld errichtet.

Hier wird gerade eine Basis auf dem Schlachtfeld errichtet.

Worauf wieder sehr geachtet werden sollte, sind die Verbrauchsgegenstände im Kampf. Klingen, Gas und Heilmittel sind unverzichtbar, geht eines davon aus, bekommt man Probleme. Mit kaputten Klingen oder leerem Gas ist der angerichtete Schaden nur noch sehr minimal und es ist praktisch kaum möglich einen Titan zu Fall zu bringen. Somit ist es wichtig die Verbrauchsgegenstände immer wieder aufzufüllen. In A.o.T. Wings of Freedom war es nur möglich die Gegenstände bei Versorgungssoldaten aufzufüllen. Hier gibt es aber eine weitere Möglichkeit, und zwar in Form von Stützpunkten. Diese sind auf der Karte zu finden oder können errichtet werden. Somit fällt das nervige Suchen nach den Versorgungssoldaten weg, was für eine deutliche Erleichterung sorgt.

Zusammengefasst kann man sagen, dass sich kaum etwas geändert hat und das schlichte Kampfsystem übernommen wurde. Es ist gut das nichts unnötig verkompliziert oder schwerer gemacht wurde.

Spielmodi:
Neben dem Storymodus gibt es natürlich wieder andere Modi, die für Abwechslung beim Spielen sorgen. Welche dies sind, stellen wir euch nun vor.

Vom ersten Teil übernommen wurden die „Aufklärungsmissionen“, diese können sowohl offline als auch online bestritten werden. Hierbei handelt es sich um Missionen, die nichts mit der Handlung zutun haben. Das Ziel ist es Titanen zu erledigen und Aufgaben abzuschließen. Aufgaben können z.B. sein, Personen zu beschützen und diese zu einem sicheren Punkt zu begleiten. Der Hauptgrund diese zu meistern besteht aber darin, seltene Materialien, Ausrüstung und Charaktere freizuspielen. Spielt man diesen Modus online, ist es möglich mit bis zu vier Spielern gleichzeitig zu kämpfen. Mit anderen Spielern ist es natürlich viel einfacher, da man sich absprechen und Taktiken einsetzen kann.

Neu hinzugekommen ist der „Auslöschungsmodus“, hier treten zwei Teams aus vier Spielern gegeneinander an. Um als siegreiches Team hervor zu gehen, gilt es möglichst viele Punkte durch Titanenkills zu sammeln. Attackiert das Team einen Titan zusammen und trennt im nach und nach die Gliedmaßen ab, gibt es einen Serienbonus, der für noch mehr Punkte sorgt. Für noch mehr Spannung sorgen Gegenstände, die es nur in diesem Modus gibt und mit denen man es dem gegnerischen Team schwerer macht. Da gibt es z.B. die Farbkugeln, welche die Sicht durch Farbspritzer auf dem Bildschirm einschränken.

Ein weiterer neuer Online-Modus ist der „Jagdmodus“, der für noch mehr Abwechslung sorgt. Der Spieler steuert hier einen Titanen und machen Jagd auf Menschen. Maximal können bis zu vier Spieler an einem Match teilnehmen, die gegeneinander antreten. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt die Runde. Jedoch gibt es nicht nur wehrlose Menschen auf dem Schlachtfeld, sondern auch bewaffnete Soldaten. Diese sind natürlich schwerer zu töten und können sogar den Spieler zur Strecke bringen. Sollte dies passieren, gehen gesammelte Punkte verloren.

Glücklicherweise gibt es die beiden neuen Spielmodi, da es hier sonst keine Neuerungen gegeben hätte. Zudem machen diese sehr viel Spaß, besonders wenn man gegen Freunde antritt.

Grafik

Hier sind kaum Änderungen sichtbar, sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Das Spiel sieht wie der Vorgänger super aus, besonders die Charaktere sind wieder gut gelungen. Auch die Umgebung kommt klasse rüber und spiegelt das typische Attack on Titan Setting wieder. Auffallend schön gestaltet sind Ausrüstungsgegenstände, hier wurde der Kreativität freien Lauf gelassen. Es macht richtig Spaß alle zu sammeln und am Charakter ausgerüstet zu sehen.
Bedauerlich ist jedoch, dass das Zerstörungsmodell keine Verbesserungen spendiert bekommen hat. Kaputt gehende Häuser fallen teilweise sehr unlogisch in sich zusammen, oder Mauern verschwinden einfach. Hin und wieder kommt es auch vor, das Titanen in Gegenständen festglitchen.

Bezirk Trost.

Bezirk Trost.

Audio

Bei den Soundtracks gibt es typische Attack on Titan Musik auf die Ohren, an der es nichts auszusetzen gibt. Im Kampf sind besonders die Töne beim Angriff auffällig, trennt man einem Titan ein Körperteil ab, gibt es einen typischen „Splattersound“ von durchtrenntem Fleisch zu hören. Auch die Klänge der 3D-Manöver und anderer Dinge klingen wie im Anime, was das AoT-Feeling nochmal verstärkt. Bei der Sprachausgabe handelt es sich wieder um die japanischen Stimmen und somit die originalen Sprecher. Dementsprechend gibt es hier keine negativen Punkte.

Allgemeine Daten

AOT2-CoverPublisher: Koei Tecmo

Genre: Action

Plattform: PlayStation 4, Xbox One, Switch

Spieldauer: variabel

FSK: 16

Erscheinungsdatum: 20. März 2018

Sprache: Japanisch mit deutschen Bildschirmtexten

 

 

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