Review: And You Thought There Is Never A Girl Online? -Volume 1-

   Mittwoch, 30. Januar 2019   ,
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Nipponart bringt auch in diesem Jahr wieder einige Anime Titel als Home-Release heraus. Einer dieser Titel ist die Romance-Comedy Serie And You Thought There Is Never a Girl Online?.

Das erste Volume ist am 25. Januar erschienen und wird mit Wendecover, Sticker und Booklet ausgeliefert. Auf der Disk sind die Episoden eins bis vier der zwölfteiligen Serie enthalten. Nipponart hat uns ein Exemplar des ersten Volumes in der Blu-Ray Version überlassen. Dieses haben wir uns angesehen und werden euch verraten, ob sich ein Kauf lohnt.

Achtung: Diese Review kann Spoiler zu And You Thought There Is Never a Girl Online? enthalten!


Handlung:

ayttinago2Rusian macht seiner Nekohime einen Antrag.

Welch schöne Illusion doch ein MMORPG darstellt. Man erlebt Abenteuer, schließt Freundschaft mit unbekannten Leuten und verliebt sich vielleicht sogar. Doch ist die Person im realen Leben auch ein Mann bzw. Frau? So ergeht es auch Hideki Nishimura, welcher fast seine ganze Freizeit in dem MMO Legendary Age verbringt. Doch weiblichen Charakteren ist er nach einem traumatischen Erlebnis eher misstrauisch gegenüber. Trotz dieser Erfahrung nimmt er dennoch einen Ingame Heiratsantrag von seiner Mitspielerin Ako an, welche sich anscheinend unsterblich in ihn verliebt hat. Den anderen Mitgliedern in seiner Gilde fällt dies natürlich auf und so fangen sie an über die echte Welt zu sprechen. Dabei beteuert Ako, auch im echten Leben ein Mädchen zu sein. Hideki, welcher Ingame den Namen Rusian trägt, belächelt diese Behauptung natürlich. Doch der Gildenanführer behauptet ebenfalls ein Mädchen zu sein. Er beschließt ein großes Tabu in der Onlinewelt zu brechen: ein Offline Treffen! Welche Überraschung Hideki bei diesem Treffen wohl erwartet?

AYTTINEin Offline Treffen? Was nun?

Sicher gab es unter euch bestimmt auch mal eine Situation, in welcher man sich fragte „Bist du echt ein Mädchen, oder nicht?“. Mit diesem Klischee wird in And You Thought There Is Never a Girl Online? richtig aufgeräumt. Doch die Geschichte befasst sich auch mit dem Problem, ob man Realität von Spiel trennen kann. Dies wird aber mit sehr viel Humor behandelt, wodurch man das Thema auf charmante Art durch den Kakao zieht. Die Gags sind witzig umgesetzt, wobei das geturtel der liebes tollen Ako für manch einen ein wenig nervig wirken könnte. Dennoch ist die Geschichte sehr unterhaltsam, da viele Klischees aus der Welt des Online-Gaming behandelt werden.


Charaktere:

 

Natürlich gibt es in einem waschechten Romance-Comedy Anime auch die passenden Charaktere, welche für eine witzige Handlung und den Love-Faktor sorgen. Aber wir möchten euch natürlich nicht viel vorwegnehmen, damit ihr das erste Volume auf eigene Faust erleben könnt. Deswegen schneiden wir die wichtigen Rollen nur kurz an.

56931Rusian/Hideki Nishimura:

Hideki Nishimura ist Oberschüler und ein perfektes Beispiel für die in Japan belächelten Otakus. So spricht er immer wieder mit seinen Klassenkameraden über sein lieblings MMORPG Legendary Age, worin er den meisten Teil seiner Freizeit verbringt. Wie viele andere Jungen in seinem Alter träumt er schon lange von einer Freundin im echten Leben. Doch die süßen weiblichen Charaktere im Spiel machen es ihm nicht gerade leicht, sich dort zu verlieben. Als sich eines Tages einer dieser Charaktere jedoch als Mann outet, war es das erstmal für Hideki. Daraufhin geht er nicht mehr davon aus, ein echtes Mädchen Online kennenzulernen.


AkoAko/???:

Die Legendary Age Spielerin Ako ist ein typisches Mädchen. Sie hat eigentlich keine Ahnung von dem was sie tut und gelangt dadurch immer wieder in Schwierigkeiten. Eines Tages trifft sie Rusian und wird von ihm „gerettet“, woraufhin sie sich unsterblich in ihn verliebt. Ako tritt seiner Gilde bei und geht seitdem zusammen mit ihnen auf Abenteuer, um nicht von Rusian getrennt zu sein. Doch er hat aufgrund schlechter Erfahrungen, kein großes Interesse an einer Beziehung mit ihr. Dennoch gelingt es ihr eines Tages ihn zu überreden ihren Ingame Heiratsantrag anzunehmen. Bei einem Gildentreffen beteuert sie, dass sie auch im echten Leben ein Mädchen ist und im echten Leben leider keine Freunde hat. Deswegen ist sie Feuer und Flamme für das Offline Treffen.

Mehr möchten wir euch an dieser Stelle nicht verraten. Die Charaktere der Serie tragen ähnlich wie die Handlung einige Klischees mit sich herum. Dadurch passt das gesamte Konstrukt der Geschichte sehr gut zusammen und man hat nicht das Gefühl, dass einzelne Charaktere fehl am Platz sind. Lediglich der Charakter Ako kann für den ein oder anderen Zuschauer als „nervig“ empfunden werden, weil die Liebeleien von ihr manchmal etwas zu dick auftragen sind. Dennoch macht dies dem Unterhaltungsfaktor keinen Abbruch, da man es in witzige Gags verpackt hat. Deswegen empfinden wir die Charaktere für sehr abwechslungsreich, auch wenn das Untergenre des „MMO trifft auf Realität“ für manch einen etwas abgedroschen ist.


Animation:

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Ein gutes Beispiel für die gelungene Animation.

Animiert wurde der Anime zur gleichnamigen Novel bei Project No. 9. Die Regie übernahm Shinsuke Yanagi und wurde dabei von Kei Fukura und Takao Kiyose als Produzenten unterstützt. Tatsuya Takahashi war für das Drehbuch zuständig und sorgte für die nötige Authentizität der Serie zur Originalvorlage. Uns gefiel der Animationsstil sehr gut, da man sich viel Mühe für die Umgebung sowie auch die Charaktere gegeben hat. Besonders die weiblichen Charaktere sind zu einem echten Hingucker geworden. Somit passen diese Perfekt zu dem angeführten Klischee „Verliebe ich mich gerade in einen Kerl oder ein Mädchen?“, da man ja Online nie weiß, wer sich hinter dem Avatar versteckt. Alles ist sehr farbenfroh und einladend gestaltet.

kontrastHier sieht man wunderbar den Kontrast von Real und Spiel.

Aber auch an den passenden Kontrast zwischen MMO und Realität wurde gedacht. Die echte Welt ist sehr sachlich und realitätsnah umgesetzt, während die Welt von Legendary Age an die typischen MMORPGs erinnert. Um vermutlich Kapazität einzusparen wurden Passanten auf den Straßen mit CGI-Animation eingefügt. Dies finden wir jetzt nicht allzu schlimm, weil man sich ohnehin mehr auf die Protagonisten und Handlung konzentriert. Uns gefällt was wir sehen und können nichts großartig bemängeln.


Ton/ Deutsche Synchronisation:

 

Die deutsche Sprachfassung zu And You Thought There Is Never A Girl Online? entstand bei der Hamburger DMT – Digital Media Technologie GmbH, welche für ihre gute Synchronisation bekannt ist. Das Dialogbuch übernahm hierbei Timo R. Schouren, welcher schon für Danmachi und The Devil is a Part-Timer zuständig war. Detlef Klein war als Dialogregisseur tätig. Für die verschiedenen Rollen wurden bereits bekannte Sprecher und Sprecherinnen besetzt.

Hier das Sprecher Portfolio:

 

Charakter Rolle
Hideki Nishimura
Alexander Merbeth
Ako Linda Fölster
Akane Segawa Julia Fölster
Kyou Goshouin Nadine Schreier
Nanako Akiyama Nina Witt
Yui Saitou Jannika Jira

Zu den Rollen können wir nichts negatives sagen. Alle wurden sorgsam ausgewählt und verleihen ihren zugewiesenen Charakteren den richtigen Touch. Natürlich setzt man da den Vergleich zum Original. Aber auch wenn die Stimmen der weiblichen Charaktere im japanischen Original etwas femininer klingen, ist die deutsche Besetzung sehr gut gelungen. Die Dialoge sind sauber geführt und man merkt den Sprechern ihre Erfahrung im Bereich Anime deutlich an.

Bei dem Ton hat man sich zu einem ähnlichen Kontrastwechsel wie auch bei der Animation entschieden. In der normalen Welt wir die Handlung eher von relativ normalen Klängen begleitet wohingegen in dem MMORPG Legendary Age die musikalische Untermalung besonders bei den Kämpfen ins epische geht, auch wenn diese eher albern als ernst sind. Somit hat man eine gute Balance zwischen Realität und Spiel geschaffen. Für das Opening 1st Love Story war Luce Twinke Wink☆ zuständig, während das Ending Zero Ichi Kiseki von Yoshino Nanjō interpretiert wurde. Es passt alles zusammen, wodurch wir nichts negatives über das Audiovisuelle sagen können.

 

 


Allgemeine Daten:

 

51PeeeTzzMLErscheinungsdatum: 25. Januar 2019

Sprache: Deutsch, Japanisch

Untertitel: Deutsch

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Publisher: Nipponart

Produktionsjahr: 2016

Laufzeit: 150 Minuten

Extras: Booklet und ein Sticker

Quellen: Nipponart, Anisearch
Bilder: ©Nipponart, ©Project No. 9

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