Review: Desperate Zombie Band 1

   Sonntag, 24. Februar 2019   ,
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Der erste Band von Desperate Zombie des japanischen Mangaka Renji Kuriyama ist seit dem 14.02 in Deutschland erhältlich. Hierbei konnte sich TOKYOPOP die Lizenz sichern und bringt den Horror – Mystery Manga in unsere Regale. In Japan sind bisher 3 Bände erschienen.

Bei uns könnt ihr den Manga für bereits 6,95€ erwerben. Ob sich der Kauf lohnt, das erfahrt ihr in unserer Review.

Bitte beachtet, dass die Review Spoiler zur Handlung und den Charakteren beinhalten kann!


 Handlung:
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Klappentext:
Als Sho eines Abends beobachtet, wie eine dunkle Gestalt eine andere frisst, glaubt er zunächst an einen Albtraum. Das Grauen wird Realität, als am nächsten Tag ein Zettel an der Tafel verkündet, dass sich ein Menschenfresser unter die Schüler gemischt hat. Ein Klassenkamerad nach dem anderen wird Opfer grauenvoller Hinrichtungen. Findet Sho den Täter, bevor dieser ihn findet?

Allgemein:
Als der Schüler Sho Uraya vom nächtlichen Einkauf heimkehrt, hätte er nicht erwartet zu sehen, wie ein Zombie einen Menschen frisst. Völlig überrümpelt von der Tatsache fällt er in Ohnmacht. Am nächsten Morgen wacht er schweißgebadet in seinem Bett auf, verwundert wie er überhaupt dahin kam.

 

Seine fürsorgliche Schwester Miyabi erzählt ihm, dass seine Klassenkameradin und Mitkämpferin in einem Dojo, Yoko Sumida, ihn gefunden und nach Hause gebracht hat. Allerdings wird der nächtliche Vorfall auch nicht in den Nachrichten erwähnt, so dass Sho allmählich glaubt, er habe sich all das nur eingebildet. Er glaubt schon selbst, er sei dem Wahnsinn verfallen. Er macht sich auf den Weg zur Schule und merkt sofort, als er die Klasse betritt, dass eine seltsame Stimmung herrscht. Grund dafür ist ein Zettel, der an der Tafel hängt , und auf dem steht, dass einer der Schüler ein Menschenfresser ist. Sho ist noch etwas verwundert, als Yoko endlich in die Klasse kommt. Als er sie auf den gestrigen Abend anspricht, scheint es, als hätte sie den gestrigen Vorfall samt Zombie nicht bemerkt.
Sho hat sich etwas gefangen, als die Stunde anfängt. Doch beim Anwesenheitscheck fällt plötzlich der Kopf von Sho’s Mitschülerin Eri Tamaki von ihren Schultern. Sie ist ermordet worden.
Als die Polizei kommt, soll Sho als erstes befragt werden. Doch auf dem Weg zum Verhörraum fällt ihm eine weitere Leiche auf, die auf den Blitzableiter gespießt ist. Auch diese Leiche ist ein Schüler seiner Klasse.

 

Ein Teil der Schüler ist nach dem ersten Todesfall schon nach Hause gegangen. Die anderen, die in der Schule auf die Polizei gewartet haben, sind überzeugt, dass einer von den nach Hause gegangenen Schülern der Täter sein muss. Um das zu diskutieren, gründen sie eine Messenger-Gruppe. Doch da mischt sich unversehens ein User Z ein. Er verspricht, alle aus dieser Gruppe zu töten, jeden Tag einen.
Weil seine Klassenkameradin Jueru Ono nicht bei ihrer Familie schlafen will, holt Sho sie ab. Unterwegs treffen sie aber auf den Zombie, der anhand seiner Zähne leicht zu erkennen ist. Bevor sich aber Sho und Jueru von dem Schrecken erholt haben, macht der Zombie eine überraschende Ansage.

 

Der Manga endet mit zwei Cliffhangern. Den einen seht ihr auf dem nächsten Bild und den anderen lassen wir aus, um euch die Spannung beim Lesen nicht zu nehmen. Der Manga beginnt als klassischer Horror – Manga, bei dem eine Gruppe systematisch dezimiert wird. Doch der Zombie hat anscheinend andere Vorstellungen davon, wie der Horror aussehen soll. Und mittendrin steckt Sho, der nun herausfinden muss, was hinter dem Ganzen steckt. Ob ihm das gelingt?

 

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir sehr von der Handlung angetan sind. Auf die eigentliche Thematik des Mangas wird ohne Umschweife schnell eingegangen, dabei wird sich schnell auf das Klischee gestützt, dass Zombies Menschenhirne fressen. Im Laufe des Lesens, verliert die Story nicht an Spannung. Man spekuliert, wer nun dieser Menschenfresser ist oder wer als nächstes getötet wird. Auch, dass offenbar zwei Zombies beziehungsweise zwei Antagonisten ins Spiel gerufen werden, zeigt viel Innovation seitens Renji Kuriyama’s und trägt sehr zum Unterhaltungswert des Mangas bei.


Charaktere:

 

Sho Uraya
Sho ist der Protagonist des Mystery – Horror Mangas. Er leidet offenbar am meisten unter den gegebenen Umständen. Gerade deswegen, weil er den ersten Mord als Einziger mit angesehen hat. Er hat eine fürsorgliche Schwester und eine liebevolle Mutter. Seine beste Freundin ist Yoko Sumida, von der er meint, dass sie wie ein Bruder für ihn ist. Offensichtlich hat er Angst, dennoch möchte er herausfinden, wer nun dieser Menschenfresser unter seinen Klassenkameraden ist. Das macht ihn entweder mutig oder ziemlich naiv, vor allem weil er nicht weiß womit er es tatsächlich zu tun hat. Für weitere Charakteristiken müssen wir auf die nächsten Bände warten.

Yoko Sumida
Beste Freundin des Protagonisten und ebenfalls Dojo – Trainingspartnerin. Bei ihr fällt es besonders auf, dass sie stets hinter Sho steht, selbst wenn ihm kein anderer glaubt. Außerdem scheint sie ziemlich stark zu sein, da sie Sho nachdem er in Ohnmacht gefallen ist, nach Hause getragen hat.

Jueru Ono
Sie gibt uns noch paar Rätsel auf. Man kann nicht klar einordnen, ob sie auf Sho’s Seite steht oder der Seite des Menschenfressers. An sich kommt sie etwas lethargisch rüber, daher waren wir auch verwundert, als sie plötzlich bei Sho übernachten wollte. Sie scheint kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie zu haben. Besonders auch durch die chaotische Wohnung, in der sie und ihre Eltern leben, hervorgerufen.


Zeichnungen

 

Grafisch ist der Manga recht gut. Die Charaktere sehen teilweise allerdings etwas einfach gezeichnet aus. Ausgerechnet Sho hat ein einfaches, unscheinbares Gesicht. Dafür wurden einige Details, wie etwa den Augen samt den Augenbrauen, sehr gut hervorgehoben. Bei seinen Mitschülern sind die Gesichter ab und zu etwas schräg gezeichnet, doch das passt gut zum Stil und Genre des Mangas. Bei der Kleidung gibt es nicht viel Abwechslung, da die Schüler meistens nur die Schuluniformen tragen. Allerdings ist der Zombie sehr detailliert und diabolisch gezeichnet worden, nichts für schwache Nerven und durchaus gut gelungen. Die Accessoires und die Hintergründe sind teilweise einfach, aber teilweise auch sehr detailliert gezeichnet. Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass der Zeichenstil sehr gut zum Genre passt, da die besonderen Merkmale eben auf den Zombie und die Mordszenarien gelegt worden sind und sonstiger Schnickschnack nur stören würde.


Design, Druck und Übersetzung

 

Der erste Band von Desperate Zombie umfasst 192 Seiten und erschien am 14.02 im 14×21 Format mit flexiblen Einband. Man kann ihn im Handel für bereits 6,95€ erwerben.

Die Druckqualität hat uns durchaus überzeugt. Gerade die Horrorszenarien sind sehr detailliert gezeichnet wurden, wodurch die hohe Qualität des Drucks nochmal hervorgerufen wird.

Auch an der Übersetzung von Christopher Derbort gibt es nichts auszusetzen. Es sind keine Grammatik- oder Rechtschreibfehler zu finden und auch die Dialoge und Gedanken der einzelnen Charaktere sind stimmig.


 

Allgemeine Daten

Aposimz Band 1 BildVeröffentlichung: 14. Februar 2019

Publisher: TOKYOPOP

Genre: Drama, Horror, Mystery

Format: 14×21 cm

Seitenanzahl: 192

Preis: 6,95 Euro

ISBN: 978-3-8420-5122-5

Quellen: Amazon.de, TOKYOPOP
Copyright: © 2017 Renji Kuriyama / Welzard
Tokyopop

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