Review: Die Berge des Wahnsinns 1

   Mittwoch, 19. August 2020   ,
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Mit Die Berge des Wahnsinns landet nun die dritte H. P. Lovecraft Adaption von Gou Tanabe in unseren Händen.  Diesmal handelt es sich auch um ein besonders bekanntes Werk des  Schriftstellers. In der Folgenden Review beleuchten wir das Werk mal etwas genauer für euch.


Klappentext 

Auf dem Höhepunkt seiner Schaffensphase verfasste H. P. Lovecraft den Kurzroman »Berge des Wahnsinns«. Die Geschichte um eine Polarexpedition in die Antarktis ist von nahezu epischem Ausmaß und fesselt mit einer spielfilmartigen Dynamik: Als der Geologe William Dyer und seine Crew die Forschungen an Fossilien im ewigen Eis aufnehmen, geraten sie in eine bis dato unbekannte und ebenso unbeschreibliche Welt aus Bergen ungeahnter Höhe und Bewohnern nie entdeckter Spezies. Ein Lovecraft’sches Meisterwerk, atmosphärisch in Szene gesetzt von Gou Tanabe.


Allgemein – Aufmachung 

Auch dieser Band erscheint wie gewohnt im schmucken Großformat, doch der Preis ist um satte 6 Euro gestiegen und hat somit einen Preis von 18 Euro. Dies lässt sich auf die außerordentliche Dicke dieses Bandes zurückführen. Die Berge des Wahnsinns ist eins der bekanntesten und auch eins der längsten von Lovecrafts Werken und lässt sich somit natürlich auch nicht in ein paar Seiten darstellen. Insofern ist auch nicht verwunderlich, dass es sich hier um den ersten von zwei Bänden handelt. Der zweite wird voraussichtlich im Oktober erscheinen und die Geschichte abschließen.

Wie gewohnt ist die Aufmachung sehr düster und geheimnisvoll. Am Anfang des Bandes empfangen den Leser eingeschwärzte Seiten, die unheilvolle Zitate enthalten und so gut auf die Geschichte vorbereiten.

Der Manga ist wie immer sehr stabil und ist diesmal deutlich schwerer und fordert die Künste eines eingespielten Mangalesers doch heraus. Wieder wurde deutlich hochwertiges Papier für einen schönen Druck verwendet.


Die Story (Achtung, enthält Spoiler!)

Die „Berge des Wahnsinns“ erzählt eine abenteuerliche Horrorgeschichte mit phantastischen Science-Fiction-Elementen sowie sozialutopischen Ansätzen.  Ein nüchterner Wissenschaftler entdeckt am Rande der Welt, dass seine Sichtweise des Universums weder korrekt noch vollständig ist.  Anfangs wird dies durch viel sachliche und wissenschaftliche Arbeit geschildert. Die Geschichte beginnt langsam mit dem Eintreffen der Wissenschaftler in der Arktis und den Problemen bei der Arbeit. Ein klassisches Element des Horrors folgt: die Wissenschaftler spalten sich in zwei Teams, der junge und engagierte Professor Lake , entdeckt mit dem Flugzeug ein tiefschwarzes Gebirge und will dieses mit seinem Team untersuchen. Er stellt also in einem zweiten Lager seine Gruppe zusammen und beginnt das Gebirge zu erkunden. Die Erkenntnisse und Entdeckungen machen sie schier sprachlos und das andere Team wird über Funk regelmäßig informiert. Lebensformen, die man so nicht gekannt hat, welche aber bereits lange tot zu sein scheinen, werden gefunden und die Entdeckung soll noch vor Ort seziert werden. Man bittet das andere Team hinzu zu kommen, da der Geologe benötigt wird um die Art des Gebirges zu klassifizieren. Doch seltsame Dinge geschehen, über die der Leser noch im unklaren gelassen wird. Als das zweite Team endlich am Berge eintrifft, sind bereits alle Mitglieder aus Professor Lakes Team tot, einer wird jedoch vermisst. Was hier geschehen ist, lässt sich nicht rekonstruieren, die Bilder sind grauen erregend und keiner der Männer weiß sich hierauf einen Reim. Was gewiss ist, ist dass hier etwas gefährliches sein Unwesen treibt. Was dies ist, muss der Leser dann wohl im zweiten band herausfinden.


Rezension 

Hier handelt es sich wieder um ein sehr eindringliches Werk. Die Zeichnungen sind stark, kraftvoll und sehr plakativ. Erneut sehen wir starke Outlines und dennoch detailverliebte Hintergründe. Tanabe kann wieder, alleine durch die Zeichnungen, in eine Welt entführen, die so düster und grauenhaft ist, dass man sich selbst beim Lesen unbehaglich fühlt. Die Darstellung der Arktis ist hier sehr gut gelungen. Die fremde, einsame Welt, die der Mensch zu der Zeit noch nicht ganz verstanden hatte. Noch gelungener erscheint die Darstellung des schwarzen Gebirges. Ist der Manga eh schon relativ dunkel und düster gezeichnet, so hat man das Gefühl, dass das schwarze Gebirge nun noch schwärzer ist. Klingt seltsam, sollte man sich also definitiv mal ansehen. Die Wissenschaftler stoßen hier auf etwas, was dem Menschen bisher völlig fremd ist, die Umgebung, das Gestein, und dann die Wesen, die in den Tiefen des Gebirges gefunden werden. Das Fremde war den Menschen schon immer unheimlich und hier wird erneut mit den Urängsten des Menschen gespielt. Für Fans der vorangegangen Manga ist dies hier definitiv ein Must-Have. Für alle anderen erneut der Hinweis, dass es sich hier nicht um leichte Kost handelt, die Handlung ist auch hier wieder subtil und diesmal auch länger in der Einleitung. Für Fans typischer, actionreicher Horror Manga sollte dies gewöhnungsbedürftig sein, jedoch handelt es sich hier um eine Umsetzung, die in jedem Falle eingängiger ist, als die geschriebene Geschichte von Lovecraft selbst.

Alles in Allem ist hier aber wieder ein schönes Werk zustande gekommen. Die Aufmachung des Bandes ist ganz wunderbar, auch wenn sie diesmal beim Lesen doch sehr schwer in der Hand liegt, dies ist auf die Dicke und die Größe des Manga zurückzuführen. Als Sammler hat man natürlich den  Wunsch, den Rücken nicht zu knicken und muss sich hier besonders Mühe geben. Aber dies tut dem schönen Manga durchaus keinen Abbruch. Eine schöne Ergänzung zu den vorangegangen Lovecraft Manga.

Einen kleinen Einblick erhält man auf der Amazon-Seite des Manga -> klick hier 


Allgemeine Informationen 

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  • Broschiert: 320 Seiten

 

  • Verlag: Carlsen; Auflage: 1. (28. Juli 2020)

 

  • Sprache: Deutsch

 

  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 15 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 3,2 x 20,8 cm

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