Review: Donkey Kong Country Tropical Freeze (Nintendo Switch)

   Dienstag, 19. Juni 2018   ,
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Für viele ist es ein sehr guter Ableger aus der Donkey Kong Country Reihe, für einige sogar der beste Ableger schlechthin. Für mich war es bis dato leider nur ein „Kann ich nicht spielen, da ich keine Wii U besitze“-Titel. Das hat sich mit dem Port des Spiels für die Nintendo Switch jedoch geändert und nun konnte auch ich mir ein Bild von dem neuesten Ableger, nämlich Donkey Kong Country Tropical Freeze, machen. Wie gut ich dieses Spiel finde und welche Stärken und Schwächen das Ganze aufweist, erfahrt ihr in folgender Review.

Story:

Donkey Kong hat Geburtstag und feiert mit Diddy, Dixie und Cranky und seinem Haus. Als er die Kerze auf seinem Bananenkuchen auspusten möchte fliegt auf einmal eine Schneeflocke ins Haus, landet auf der Kerze und löscht diese. Da Schnee auf dieser sonnigen Insel eher untypisch ist, rennt Donkey Kong samt Freunden raus, um zu sehen was los ist und kann seinen Augen nicht trauen: Viehkinger, eine Ansammlung verschiedener Tiere, kommt übers Meer, macht sich auf allen Inseln breit und bringt eine Eiszeit über die Kong Insel. Aufgrund des Blasens eines riesigen Horns, werden Donkey Kong und seine Freunde weggeweht und landen abgelegen auf einer anderen Insel, weit weg von Zuhause. Nun liegt es an ihnen, sich von Insel zu Insel zurückzukämpfen und die Kong Insel vom Eis zu befreien.

Mehr Story ist nicht vorhanden. Aber wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel. Dieser Spruch trifft voll und ganz hier zu und das ist auch völlig ausreichend bei einem Jump’n’Run.

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Donkey und seine Freunde halten Ausschau nach den Viehkingern!

Gameplay:

Das Spiel punktet in vollen Zügen durch sein Gameplay, was auch seine vorherigen Ableger immer wieder bewiesen haben. In alter Jump’n’Run-Manier springt, rollt, fliegt, reitet, schwimmt und trommelt man sich den Weg durch verschiedene, bunte und teils wirklich knackige Level. Auf dem Weg zu eurem Ziel werdet ihr viele unterschiedliche Gegnertypen treffen, die auch alle anders besiegt werden wollen. So kann der eine mit einem einfachen Sprung auf den Kopf ausgeschaltet werden, während der andere einen schützenden Stachelhelm trägt und dadurch überrollt werden muss. Am Ende von jeder Insel wartet ein Boss auf euch, der es wirklich ins sich hat und natürlich auch immer von Insel zu Insel anders besiegt werden will. Für genügend Abwechslung in den einzelnen Level sorgen unterschiedlich zu spielende Passagen. Mal muss man mit einer Lohre rasant über die Schienen rasen und allerlei Gefahren ausweichen, das andere Mal untersucht man eine kleine Unterwasserwelt und dann kommt auch wieder das altbekannte Nashorn zum Einsatz. Noch wichtig zu erwähnen ist, dass man das Spiel nicht nur alleine, sondern auch mit einem Freund offline zusammen spielen kann, indem er sich einfach in die Rolle von Diddy, Dixie oder Cranky begibt. In Jump’n’Runs meiner Meinung nach immer wieder schön zu sehen!

Noch dazu weist das Spiel in meinen Augen einen hohen Wiederspielwert auf, da es einiges zum Sammeln gibt. Darunter zählen zum Beispiel Buchstaben und Puzzleteile und die sind teilweise so gut versteckt, dass man um ein erneutes Spielen des jeweiligen Levels gar nicht drumherum kommt. Sammelt man dann aber mal alles, schaltet man Skizzen etc. frei. Noch dazu kommt eine kleine Überraschung nach Beenden des Spiels, die den Wiederspielwert nochmal anhebt. Diese verrate ich aber aus Spoilergründen nicht.

Zur Steuerung kann man sagen, dass diese an sich, bezüglich der Tastenbelegung, recht simpel ist. Jedoch ist die Koordination des Ganzen sehr anspruchsvoll. Während z.B. in anderen Spielen der Charakter sofort reagiert, braucht Donkey Kong eine Sekunde länger. Das beste Beispiel, finde ich, sind die Unterwasserpassagen. Während Mario in seinen Spielen durch einfach Drücken nach links und rechts schlagartig die jeweilige Richtung einschlägt, brauch Donkey Kong ne gefühlte Sekunde länger. Das liegt daran, dass er sich nochmal wirklich in aller Ruhe um 180 Grad drehen muss, bevor er wieder anfängt zu schwimmen. An sich nicht schlimm, bei Kämpfen oder allgemein hektischen Situationen kann das aber sehr schnell zur tödlichen Falle werden.

Eine Neuerung (und damit auch die Einzige) ist, dass man nun zwischen dem Standard-Modus und dem Funky-Modus zu Beginn des Spiels wählen kann. Während sich der Standard-Modus komplett wie in der Wii U-Version spielen lässt und somit auch anspruchsvoll ist, spielt man im Funky-Modus, wer hätte es gedacht, Funky. Das Besondere an Funky jedoch ist nicht nur seine coole und lockere Art, nein, sondern viel mehr der mit ihm verbundene, leichte Schwierigkeitsgrad. Dieser kommt dadurch zustande, dass Funky erstmal 5, statt 2 Herzen hat. Noch dazu besitzt er ein Surfbrett, welches euch keinen Schaden durch z.B. Stacheln unter euren Füßen nehmen lässt. Auch unendliches Atmen unter Wasser macht ihm nichts aus. Doppelsprung bzw Gleiten? Kein Problem. Wie man  vielleicht entnehmen kann, ist das Spiel dadurch keine echte Herausforderung mehr und ein Sterben ist beinahe unmöglich. Normalerweise würde ich denken, dass sowas für Spieler gedacht ist, die nur die Story erleben möchten. Das kann aber nicht sein, da einfach fast keine vorhanden ist. Entweder war der Frust bei den Spielern vorher so hoch, dass man sich dafür entschied das Ganze einzubauen oder Funky ist eher an die jüngeren Fans gerichtet. Für kleine Geschwister ist das bestimmt optimal, für mich hingegen war das alles uninteressant, da ich eine Herausforderung brauche.

Grafik:

In Punkto Grafik kann das Spiel auch voll überzeugen. Achtet man in bestimmten Cutscenes zum Beispiel auf das Fell von Donkey und Co. sieht man die Details besonders. Aber auch die Optik und Gestaltung der Inseln und Level ist überzeugend. So ist für jede Insel ein anderes Thema, z.B. eine Savanne, gewählt worden, was sich in den schön gestalteten Level immer wieder sehen lassen kann. Auch Unterwasserpassagen oder vereiste Gegenden sind super dargestellt, genau wie die dazugehörigen Hintergründe. Highlight für mich war ein Savannen-Level, was starke Ähnlichkeit zu König der Löwen aufwies und ein bestimmtes Schnee-Level, in dem z.B. nur Donkeys Krawatte leuchtete.

Hier wird stark mit Kontrasten gearbeitet

Hier wird stark mit Kontrasten gearbeitet

Sound:

Auch die Soundkulisse weiß zu überzeugen. In jedem Level und zu jeder Situation passt die Musik. Während Unterwasserpassagen eher ruhig untermalt werden, kommt es in rasanteren Level, wie zum  Beispiel eins mit Lore, zu schnelleren Stücken. Auch an die Insel-Thematik selber wird gedacht und so klingen die Schnee-Level eher frostig, während Savannen-Level die warme Darstellung verstärken. Auch die Soundeffekte, wie das „Plöppen“ wenn man auf einen Gegner springt oder das Trommeln klingen gut und sind nicht zu missachten.

Allgemeine Daten:

dkcoverGenre: Jump’n’Run

Plattform: Nintendo Switch

Spieldauer: 10 Stunden (100% deutlich mehr)

FSK: 0

Erscheinungsdatum: 4. Mai 2018

Bildschirmtexte: Deutsch

 

 

 

 

Hier die erste Folge von meinem Lets Play dazu. Bei Interesse kann man sich ja mal für Eindrücke durchklicken: 

 

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