Review: Fate/EXTELLA: The Umbral Star

   Mittwoch, 26. Juli 2017   ,
Fate EXTELLA Bild

Fate Stay Night, Fate/Zero, Fate/Grand Order, Fate/Apocrypha. Die Liste an Fate-Ablegern auf unterschiedlichsten Plattformen ist sehr lang. In dieser Review haben wir uns den neuesten Game-Ableger der Fate-Reihe angesehen, der sich Fate/Extella: The Umbral Star nennt.

Das Game wurde von der Spieleschmiede MARVELOUS! entwickelt und erschein am 21.07.2017 für die Nintendo Switch, während Zocker auf PS4 und PS Vita bereits ab dem 17.01. in den Genuss des Spiels kommen konnten. Es ist ein Genrevertreter der Musou-Games, in denen man als „allmächtiger“ Kämpfer gegen hunderte oder gar tausende Gegner auf einmal antritt.

Ob das Spiel Fate/EXTELLA den Erwartungen gerecht wird und sich ein Kauf lohnt, das erfahrt ihr in der folgenden Review.

Wir haben die Nintendo Switch Version getestet.


Story

Plötzlich ohne jegliches Vorwissen wacht man in der Fate-Welt auf. Man schlüpft in die Rolle eines „Masters“ und hat nun die Aufgabe seine Servants zu befehligen. Unter diesen befinden sich bereits einige bekannte Gesichter, wie Saber und Archer. Zusammen mit ihnen zieht man in den Kampf, um gegen Gegner anzutreten und Territorien für sich zu gewinnen. Gleichzeitig begibt man sich auf die Suche nach seinen verlorenen Erinnerungen und baut eine Beziehung zu seinen Servants auf. Man hat auch die Möglichkeit diese neu einzukleiden und für den Kampf durch Power-Ups stärker zu machen.

Saber beim Einsatz ihres Noble Phantasms

Saber beim Einsatz ihres Noble Phantasms

Die Geschichte von Fate/Extella ist wirklich sehr einfach ausgefallen. Man erfährt sowohl über Charaktere, als auch über das Universum nahezu nichts und wird in das groß angelegte Kampfgeschehen geworfen. Gleichzeitig versucht das Spiel davor und danach durch extrem lange Dialoge, die denen in Rollenspielen ähneln, stets zusammenhanglos wirkende Storyfetzen einzuwerfen. An den meisten Stellen möchte man diese jedoch einfach überspringen, um sich erneut in das Kampfgeschehen zu stürzen. Im Allgemeinen lebt das Spiel von seinen Kämpfen, in denen man jedes mal durch das Abschlachten möglichst vieler Gegner in möglichst wenig Zeit alle Territorien einnehmen muss.

Doch auch der Fanservice kommt nicht zu kurz. Denn kaum ist der Kampf vorbei, geht es wieder zurück ins Zimmer des eigenen Servants, der einem nach dem gemeinsamen Nickerchen gerne in sexuell geprägten Dialogen von der vergangenen Nacht erzählt.

Fate Extella Saber 2

Saber erzählt von der vergangenen Nacht


Charaktere

Das Spiel startet mit der Begegnung als Master mit seinem ersten Servant Saber. In den Kämpfen begegnet man dann kleinen und schwachen roboterartigen Gegnern, einigen etwas größeren von ihnen und natürlich auch anderen Servants von anderen Mastern, denen man als Konkurrent um das Territorium entgegentritt.

SaberFate Extella Saber

Die Saber aus dem Spiel weist ähnliche Charakterzüge, wie Rin Tohsaka aus Fate/Stay Night auf und lässt sich als „Tsundere“ bezeichnen. Sie ist eine starke Kämpferin und wird gegenüber ihrem Master auch gerne mal etwas grob und ausfallend. Gleichzeitig wird sie in vielen Fanservice-Dialogen häufig weich und zeigt ihre Zuneigung.

 

 

Die Charaktere selbst fallen sehr zweidimensional aus. Sie versprühen in den Dialogen zwar meist eine individuelle Aura, jedoch sind sie stets einfach gestrickt. Meist erkennt man an ihren Charakterdesigns und ihrem Auftreten bereits ihre Eigenschaften. Dafür sind die Charakterentwürfe selbst wirklich sehr schön gestaltet. Saber´s rotes Kleid und auch die Kostüme vieler anderen Charaktere haben es in sich. Außerdem begegnet man auch vielen altbekannten Servants, deren Motivationen und Vorgeschichten man aus den diversen Anime- und Manga-Adaptionen, sowie den Vorgängerspielen des Franchises bereits kennt – sofern man diese gesehen/gespielt hat, versteht sich.


Grafik

Grafisch liefert das Spiel eine durchschnittliche Performance ab. Die Hintergründe sind recht detailliert und auch die Charaktere werden in den langen Dialogszenen animiert. Die Effekte und Animationen bei Specialmoves sind recht schön anzusehen. Hier lässt sich dem Anschein nach von der PS4/PS Vita-Version kein großer Rückschritt erkennen. Dennoch muss man bedenken, dass die Nintendo mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild oder Splatoon 2 bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sogar die Switch zu wesentlich mehr imstande ist.

Eine der Gegnerinnen, denen man entgegen tritt

Eine der Gegnerinnen, denen man entgegen tritt


Gameplay/Steuerung

Combos, Combos und noch mehr Combos. In den Kampfsequenzen gilt es immer so viele Gegner, wie möglich mit eindrucksvollen Attacken plattzumachen. Hat man erst einmal den Dreh raus, kommt man aus dem Kämpfen kaum noch heraus. Die Spielmechanik ist dabei sehr einfach gehalten und kann schnell erlernt werden.  Die Steuerung funktioniert dabei auch zuverlässig und lässt kaum Wünsche offen, ist jedoch auch keinesfalls innovativ.


Sound

Die OST des Spiels ist an den meisten Stellen unauffällig geblieben. Die Soundeffekte wirken treffend, jedoch nerven in Kämpfen häufig die sich immer wiederholenden Kampfschreie und das Fehlen prägnanter Musikstücke.


Hier könnt ihr euch den Switch-Launchtrailer des Spiels ansehen:

Wir bedanken uns bei MARVELOUS! für die Bereitstellung des Reviewmaterials!


 Allgemeine Daten

Fate EXTELLA Cover

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Veröffentlichung: 21.07.2017
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Entwickler: MARVELOUS!
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Publisher: MARVELOUS!
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Genre: Musou-Game, Hack ´n Slay
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Plattform: PS4, Xbox One, PC, PS Vita
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Spielzeit: Variabel
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FSK: 12
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Sprache: Japanisch/ UT: Englisch

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