Review: Hunter x Hunter – Volume 1

   Freitag, 31. August 2018  
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Ein bekannter Shonen, welcher  bereits 1999 erstmals eine Anime-Adaption und sogar 2011 ein Remake derselben erhielt. Die Rede ist von dem berühmten Werk Hunter x Hunter, welches unter der kreativen Feder von Yoshihiro Togashi entstand. Die Anime-Adaption aus 2011 erlangte bereits internationale Berühmtheit und dank KSMAnime findet die Serie nun auch endlich ihren Weg in unsere heimischen Regale.
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Seit dem 23.08.18 ist Volume 1 mit den Folgen 1 – 13 von Hunter x Hunter hierzulande erhältlich und seit dem 28.08.18 läuft der Anime sogar bei Prosieben Maxx im Programm.

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Auch wir haben natürlich einen Blick auf die Veröffentlichung geworfen und möchten euch hiermit schildern, wie uns das neuste Projekt von KSMAnime gefallen hat.


 

Handlung
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Eine Welt reich an Schätzen, Mysterien und absonderlicher Kreaturen. Eine Welt, wo das Abenteuer hinter jeder Ecke lauert. Manche Menschen folgen dem Ruf dieses Abenteuers und streben stets danach den Geheimnissen ihrer Welt auf den Grund zu gehen.  Diese Menschen werden als „Hunter“ bezeichnet. Es sind Personen, die sich mittels ihrer besonderen Fähigkeiten einer Prüfung unterzogen haben, um ihre Hunter-Lizenz zu erwerben und fortan als anerkannte Persönlichkeiten ihrer Abenteuerlust zu frönen.

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Gon bereitet sich auf die Hunter-Prüfung vor.

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Auch Gon Freecss, ein 12-jähriger Junge von der Insel Whale Island, möchte die Hunter-Prüfung absolvieren und ein Hunter werden. Seine Beweggründe sind jedoch eher persönlicher Natur: Bereits kurz nach seiner Geburt ließ sein Vater Gon bei seiner Tante zurück, um seiner Berufung als Hunter nachzukommen. Für Gon steht daher fest, dass das Dasein als Hunter etwas ganz besonderes sein muss, wenn man dafür sogar seine Familie opfert. So macht er sich also auf ein Hunter zu werden und seinem Vater nachzueifern.
Dabei muss er jedoch bereits vor der eigentlichen Prüfungen mehrere Hindernisse überwinden und feststellen, dass nicht jeder der anderen Hunter-Anwärter ihm freundlich gesonnen ist.

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Ob Gon es überhaupt zur Prüfung schafft und ob er diese erfolgreich bestreiten kann, können wir in Volume 1 von Hunter x Hunter mitverfolgen.

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Gon und seine Freunde riskieren bei der Hunter-Prüfung ihr Leben.

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Hunter x Hunter ist in der hier veröffentlichen Version von 2011 mit seinen 148 in mehrere Storyarcs aufgeteilt. Volume 1 schafft mit seinen 13 Episoden einen guten Einstieg in die Welt der Hunter. Erste Eindrücke der Welt werden vermittelt, die Besonderheit der Hunter wird unterstrichen und auch die Hauptcharaktere werden sinnvoll eingeführt. Natürlich ist bei 13 von 148 Folgen noch viel Luft nach oben, um die Handlung zu entwickeln, doch mit den ersten Folgen des ersten Storyarcs wird hierfür bereits ein guter Anfang gelegt. Diese Folgen behandeln hauptsächlich Gons Weg zur Prüfung als auch die ersten Phasen dieser. Dabei wirkt die Geschichte noch eher drollig oder gar kindlich. Dies ist an sich nicht schlecht, da man somit einen leichten Einstieg in des Hunter x Hunter – Universum hat und sich langsam mit diesem als auch den vorherrschenden Regeln und Charakteren vertraut machen kann. Dennoch sollte man sich hier nicht täuschen lassen. Vorwegnehmend kann nämlich bereits gesagt werden, dass sich dieser kindliche Eindruck in den kommenden Episoden ändern wird. Trotzdem fokusiert sich Volume 1 natürlich auf die Anfänge von Gons Weg und schafft damit einen guten Anfang für Serieneinsteiger, da diese langsam in die Handlung eingeführt werden. Mit Episode 13, einer Recap-Episode, wurde ein guter Cut für Volume 1 geschaffen. Es bleibt spannend wie sich die Situation um Gon auf Volume 2 weiterentwickelt.

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Mito erhält einen Brief von Gon.

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Charaktere
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Hunter x Hunter zeichnet sich unter anderem mit seiner Vielzeit and sehr gut ausgearbeiteten und individuellen Charakteren aus. Da in Volume 1 die meisten Charaktere nur kurz angeschnitten wurden, wird nur auf die fünf wichtigsten Personen vom ersten Storyarc eingegangen.

Gon

1513576219923Gon ist ein 12-jähriger Junge von Whale Island. Sein Vater ist ein berühmter Hunter, der seine Familie eins für seinen Beruf zurückließ. Gon eifert seinem Vater nach, um herauszufinden, was am Hunter-Dasein so toll sein soll. Gon verfügt über viele besondere Fähigkeiten, die ihn als Hunter prädestinieren.
So hat er z.B. einen äußert ausgeprägten Geruchssinn oder eine unglaublich gut ausgeprägte Auffassungsgabe. Dennoch ist er generell eher naiv und zeitweise recht sturr.

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Kurapika

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Er selbst ist ein sehr intelligenter und stolzer junger Mann, der trotz seiner Mission seinen Freunden stets mit Loyalität und Treue zur Seite steht.

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Leorio

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Leorio ist 19 Jahre alt, wird jedoch aufgrund seiner förmlichen Kleidung häufig älter geschätzt. Er ist ein chaotischer und eher unhöflicher Charakter, über den sich die Leute oft lustig machen.

Dennoch ist er in den wichtigen Momenten stets mit kühlem Kopf bei der Sache.Er möchte Hunter werden, damit er möglichst viel Geld verdienen kann, um Arzt zu werden.

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Killua

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Killua ist ebenso wie Gon 12 Jahre alt. Er stammt aus der legendären Zoldyck-Familie, die seit Jahrhunderten auf Meuchelmord spezialisiert ist. Auch Killua wurde bereits seit seiner frühen Kindheit in der Kunst des heimlichen Tötens unterrichtet und beherrscht daher einige geheime als auch gefährliche Techniken.

Er selbst hat jedoch keine sonderlichen Ambitionen der von seiner Familie bestimmten Berufswahl zu folgen, weswegen er aus Langeweile von zu Hause wegrannte und an der Hunter-Prüfung teilnahm, lediglich um zu sehen, ob er es schafft.

 

Hisoka

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Hisoka, auch gennant „Hisoka der Magier“, macht Gon und seinen Freunden bereits seit ihrer ersten Begegnung das Leben schwer. Der zwielichtige Hunter-Anwärter geht bei seinem Ziel Hunter zu werden wörtlich über Leichen. Doch auch wenn er sehr gefährlich wirkt, scheint er auf irgendeine Art Gefallen an Gon und seinen Freunden gefunden zu haben.

 

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Wie eingangs erwähnt hat Hunter x Hunter eine Vielzahl an grandiosen Charakteren. Für den ersten Storyarc sind hier aufgezählte Personen in erster Linie von Bedeutung. Man erfährt erste Hintergrundgeschichten und die Motivationen der Personen. Bereits in den ersten Folgen zeichnet sich daher ab, dass die Charaktere größtenteils gut durchdacht und mit Liebe zum Detail geschrieben worden zu sein scheinen, was das Interesse auf die folgenden Episoden weckt, um mehr zu den handelnen Personen zu erfahren. Von Charakterentwicklung kann jedoch noch nicht gesprochen werden, da dafür die 13 Episoden der ersten Volume einfach noch nicht ausreichen. Dennoch reicht das bisher gezeigte Potenzial der Charaktere zumindest, um zu zeigen wohin die Reise diesbezüglich gehen könnte.


Animation
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Der Anime entstand 2011 beim Studio Madhouse. Mehr muss man dazu eigentlich fast nicht sagen. Wie von diesem Animationsstudio bereits gewohnt, erscheint die Serie in kräftigen Farben, die besonders in actionreichen Szenen fantastisch wirken.  Doch auch abseitsdessen ist die Animation auf einem recht hohen Niveau. Auch Hintergrundcharaktere und Szenen, die nicht im Fokus liegen, leiden nicht an Qualitätsverlust und wirken stets gut animiert und echt. Die Szenen, die im Vordergrund stehen, sind dabei natürlich nochmal ein gutes Stück detailierter. Dabei sind sowohl die Farben als auch die Schatten sowie die Bewegungen der Charaktere und deren Gesichtsausdrücke fantastisch auf einander abgestimmt und wirken allzeit harmonisch und zur jeweiligen Szene passend. Dazu schafft die Animation den Sprung zwischen den idyllisch-ruhigen Szenen der fremden Welt und den actionreichen Kämpfen ohne Probleme und ist daher als Gesamtwerk einfach herausragend gut gelungen.

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Die Atmosphäre wechselt dank der Animation von kindlich-lustig zu bedrohlich.

 


Audio
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Hunter x Hunter hat über den Verlauf der Serie eine hervorragende Auswahl an besonderen Musikstücken. In den ersten 13 Folgen halten sich diese jedoch vorerst zurück, was eine gute musikalische Untermalung zurücklässt, die jedoch noch nicht allzu sehr hervorsticht. Lobend können hier dennoch sowohl das Opening „Departure“ von Masatoshi Ono als auch das Ending „Just Awake“ von Fear and Loathing in Las Vegas (auch: Opening Parasyte) genannt werden. Beide Lieder brennen sich bereits nach dem ersten Hören für immer im Kopf ein. Das Opening wirkt dabei äußerst passend zur abenteuerlichen und spaßigen Seite der Serie, während das Ending mit seiner rockigen, teils düsteren Note auch die dunklere Seite des Anime wunderbar unterstreicht. Insgesamt ist es daher ein sehr gut gelungenes Gesamtwerk.

Opening „Departure“:

Ending „Just Awake“:

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Deutsche Synchronisation
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Für die deutsche Umsetzung von Hunter x Hunter wurde das Synchronstudio G&G Studios aus Kaarst beauftragt. Das Dialogbuch übernahm dort Dennis Saemann und die Dialogregie Birte Baumgardt.

Die gesamte Liste der Synchronsprecher kann >HIER< eingesehen werden.

Insgesamt bewegt sich die Synchronisation in einem sehr guten Rahmen. Sowohl Leorio (Robert Steudtner) als auch Kurapika (Ann Vielhaben)  sind passend vertont und wirken stimmlich äußerst harmonisch zu ihren jeweiligen Charakteren. Lediglich Gon (Luisa Wietzorek) und Killua (Esther Brandt) wirkten anfangs mit ihren doch sehr weiblich-klingenden Stimmen eher befremdlich. Beide machen ihre Arbeit gut, es ist hierbei lediglich ein Problem des persönlichen Empfindens. Dennoch gewöhnt man sich auch an diese beiden Stimmen über den Verlauf der Serie. Ansonsten kann man auch jederzeit auf den japanischen Originalton mit deutschen Untertiteln wechseln. Dies hätte jedoch zur Folge, dass man die wirklich wunderbaren Stimmen der anderen Sprecher verpasst. Denn insgesamt ist die Hunter x Hunter Synchronisation auf einem enorm guten Niveau, was vorallem daran erkennbar ist, dass selbst die kleinsten Nebenrollen äußerst angenehm klingen und nie gekünstelt wirken.

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Als persönliche Favoriten kann ich hierbei die Stimmen von Hisoka (Bastian Sierich) und Netero (Hans-Gerd Kilbinger) nennen, die für mich die Qualität der Synchronisation enorm anheben. Beide Sprecher erfüllen ihre Rolle fantastisch und wirken absolut authentisch in ihrem Charakter. Es fällt mir schwer mir bessere Sprecher für diese beiden Charaktere vorzustellen, daher muss die Synchronisation bezüglich dieser beiden als auch angsichts des gesamten Werks lobend erwähnt werden.


Extras
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Hunter x Hunter erscheint, wie eingangs erwähnt, bei KSMAnime, welche für Fannähe als auch ein offenes Ohr für die Wünsche dieser bekannt sind. Entsprechend strotzt Volume 1 von Hunter x Hunter regelrecht vor Extras, die das Fanherz höher schlagen lassen. Hierin enthalten sind: Ein Magnet-Button, eine Hunter-Lizenz, 2 von 36 Spielkarten und auf der DVD/Blu-Ray gibt es Trailer und eine Bildergalerie. Dies alles kommt in einem sechsseitigen Digipack mit doppelwandigem Schuber und mit ablösbaren FSK-Sticker.
Besonders der Button als auch die Hunter-Lizenz und die Spielkarten sind in jeder Sammlung eines Hunter x Hunter Fans ein absolutes Muss. Alle Extras sind hervorragend verarbeitet und wirken ebenso wie das Digipack sehr hochwertig.


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Allgemeine Daten

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Veröffentlichung: 23. August 2018

Sprache: Deutsch, Japanisch

Untertitel: Deutsch

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Publisher: KSMAnime

Produktionsjahr: 2011

Spieldauer: 306 Minuten

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