Review: Jump Force

   Mittwoch, 20. März 2019  
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Unite to fight! Ganz nach dem Motto des Spiels vereinen sich mal wieder alle Jump-Helden in einem Spiel gegen das Böse. Der Hype um das Spiel hätte in der Anime-Szene wohl kaum größer sein können. Alle waren gespannt welche Charaktere es wohl in das Spiel schaffen und welche Story das Spiel zu bieten hat.
Viele können sich wohl auch noch an J-Stars Victory VS erinnern, bei dem ebenfalls die bekanntesten Jump-Charaktere aufeinander trafen. Das Spiel bekam damals eher schlechtere Bewertungen, doch wie ist es nun mit Jump Force? Ob das Spiel uns überzeugen konnte, erfahrt ihr in der folgenden Review.

Für diese Rezension wurde ein Blick auf die PS4 Version geworfen.

Handlung

Die Animewelten und die reale Welt sind miteinander verschmolzen, dadurch treffen Son Goku, Ruffy, Naruto und Co. aufeinander. Wie üblich in einem Anime-Game gibt es altbekannte Bösewichte, die mal wieder für Schwierigkeiten sorgen. So auch in Jump Force, denn Freezer hat mal wieder seine Finger im Spiel. Durch sogenannte Umbra-Würfel werden einige Helden und Menschen auf einmal bösartig und greifen Städte, Orte und deren Bewohner an.
Nun liegt es an der Jump Force, bestehend aus einigen Animehelden, Freezer und sein Vorhaben zu stoppen. Wie sich allerdings bald herausstellt, ist Freezer überhaupt nicht der Drahtzieher hinter all dem. Doch wer ist es dann? Diese und einige andere Fragen klären sich im Verlauf der Story.

Die Story von Jump Force ist leider absolut nichts Neues. Ein Bösewicht sorgt dafür, dass gute Personen/Kämpfer zu Bösewichten mutieren und ihre Freunde angreifen. Kommt uns das nicht bekannt vor? Ja, im Grunde ist die Handlung dieselbe wie von Dragonball Xenoverse oder Dragon Ball FighterZ. Das Einzige, was für Abwechslung sorgt, ist der eigene Charakter, der mit in die Handlung einbezogen wird.

Kurz und knapp, das Spiel hat eine Standard-Story, die nicht besonders schlecht oder gut ist.

Gameplay

Charaktereditor:
Wie bereits erwähnt, hat man in Jump Force seinen eigenen Charakter, den man selbst gestaltet. Wie üblich gibt es eine Auswahl aus vorgegebenen Frisuren, Augen, Nasen und anderen Körperteilen. Natürlich ist es auch möglich dem Charakter ein Outfit zu verpassen. Anfangs hat man nur eine geringe Auswahl an Klamotten und Zubehör, weitere kauft man sich nach und nach hinzu. Hierbei handelt es sich um Dinge, die von den Anime-Charakteren aus dem Spiel stammen. Z.B. kann man sich die Rüstung von Vegeta kaufen, oder die Angel von Gon als Zubehör. So ergibt sich eine ziemlich große Auswahl.
Neben dem Aussehen ist es auch möglich den Charakter zu skillen mit diversen Fähigkeiten und Attacken. Besonders die Attacken sind das Highlight des Spiels. Hier gibt es eine riesige Auswahl, denn jeder Charakter bringt seinen eigenen Attacken mit. Schaltet man diese frei oder kauft sich eine, kann man sie ausrüsten und mit dem eigenen Kämpfer einsetzen.

Mein Charakter.

Mein Charakter.

Hier könnt ihr alle Charakter des Spiels sehen:

Lobby:
Auch in Jump Force führt kein Weg an der Lobby vorbei, sobald man das Spiel startet, befindet man sich in ihr. Wie in anderen Spielen, z.B. Naruto to Boruto: Shinobi Striker oder Dragon Ball Xenoverse, kommt man von hier aus überall hin und nimmt Missionen an. Doch auch andere Spieler und deren Charaktere befinden sich in der Lobby, hierfür ist allerdings eine Internetverbindung notwendig. Die anderen Spieler kann man entweder zum Kampf herausfordern oder einfach mit ihnen interagieren. Anhand von Gesten ist es möglich seine Gefühlslage ausdrücken, oder einfach herum zu albern.
Wie üblich trifft man allerdings auch wieder auf bekannte Gesichter, denn einige Anime-Helden treiben sich in der Lobby rum. Spricht man diese an, gelangt man meist zu einer Hauptmission oder storyrelevanten Cutscenes. Für andere Missionen, Läden usw. gibt es Standard-NPCs.

Hier nimmt man Missionen an.

Hier nimmt man Missionen an.

Spielmodi:
Im Grunde unterscheiden sich die Spielmodi nicht, man hat die Auswahl zwischen Hauptmissionen, Nebenmissionen und freien Kämpfen online und offline. Vom Ablauf sind sie jedoch alle gleich, man muss seine Gegner im Kampf besiegen. Den einzigen Unterschied den es gibt, sind die verschiedenen Schwierigkeitsgrade in den Nebenmissionen. Je höher das Level der Gegner, desto schwerer werden diese natürlich. Im Online Modus kann man wie gewohnt gegen Freunde antreten, oder man versucht sich gegen andere Gegner auf der Welt.

Kampfsystem:
Das Kampfsystem ist ziemlich schlicht gehalten, es beinhaltet keine komplexen Kombinationen oder Steuerungen. Es gibt eine Taste für einfache Angriffe, starke Angriffe, Verteidigung und für den Sprung. Diese können miteinander kombiniert, oder aneinander gereiht werden. Möchte man jedoch eine Fähigkeit einsetzen, gibt es die Auswahl aus vier verschiedenen Tastenkombinationen. Durch das drücken von R2 + Viereck feuert man z.B. ein Kamehameha auf seinen Gegner. Ebenfalls wichtig zu erwähnen sind die Teams, denn die meisten Kämpfe in Jump Force werden im Team bestritten. Entweder nutzt man die Teammitglieder als kurze Hilfe im Kampf, um sich aus einer brenzlichen Lage zu befreien, oder man tauscht die Charaktere komplett und kämpft mit einem anderen Charakter weiter. Jedoch hat nicht jeder Kämpfer seine eigenen Lebensbalken, diesen teilt sich das komplette Team. Sobald ein Kämpfer besiegt ist, ist auch der Kampf verloren.

Als ersten Punkt muss ich einfach die große Ähnlichkeit zu der Dragon Ball Xenovers Reihe erwähnen. Der Charaktereditor, die Lobby und das System mit den Haupt- und Nebenmissionen ist praktisch identisch. Dies ist zwar nichts schlechtes, allerdings fehlte mir hier so ein wenig die eigene „Note“ des Spiels.
Leider gibt auch zu wenig Abwechslung bei den Spielmodi, hier wären andere Kampfsysteme oder Minispiele eine coole und nette Alternative gewesen. Sehr gut vor gemacht hat das z.B. Naruto to Boruto: Shinobi Striker. Was ich als unerfahrener Beat ’em up Spieler jedoch gut finde, ist das einfache Kampfsystem. Hier hatte ich kaum Probleme zurecht zu kommen. Für Spieler mit höheren Ansprüchen bei Kampfspielen, könnte das natürlich ein negativer Kritikpunkt sein.

Grafik

Bei diesem Punkt glänzt das Spiel einerseits, auf der anderen Seite hat es aber auch ziemliche Mankos. Von Anfang an war klar, Jump Force schlägt einen neuen Grafikstil ein. Dies konnte man schon anhand der ersten Screenshots erkennen. Die Charaktere im Spiel sollen „realistisch“ aussehen, da sie sich ja teilweise in der realen Welt befinden. Kurz und knapp, die Grafik sieht einfach top aus und auch der Stil ist mal etwas anderes. Besonders die Attacken mit den dazugehörigen Effekten sind eine Augenweide!
Leider gilt das Lob allerdings nur für den Kampf und einige Cutscenes. Befindet man sich in der Lobby oder in nicht all zu relevanten Cutscenes, lässt das Spiel deutlich nach. Die Charaktere wirken hier ziemlich leblos und bewegen ihren Mund nur stumpf auf und zu. Allgemein wirken einige Cutscenes ziemlich unglaubhaft, da einfach Emotionen fehlen. Aus diesen Gründen gibt es hier Abzüge für das Spiel, was ziemlich schade ist, denn die Grafik im Kampf ist einfach super und eine tolle Abwechslung.

Hier greife ich meinen Gegner mit dem Kamehameha an!

Hier greife ich meinen Gegner mit dem Kamehameha an!

Sound

Hier verhält es ich ähnlich wie bei der Grafik, vor allem wieder bei den Cutscenes. Relevante Cutscenes sind komplett mit den original japanischen Stimmen synchronisiert und andere überhaupt nicht. Diese sind dann nur mit Untertiteln versehen.
Ein großer Pluspunkt hingegen sind allerdings die originalen Stimmen der Animecharaktere, wirklich jeder hat seinen originalen Sprecher wie im Anime. Besonders bei den Attacken sorgt dies für epische Momente. Bei der Musik gibt es auch nichts zu meckern, diese passt super zu einem Animespiel.

Allgemeine Daten

Jump-Force-CoverGenre: Action

Entwickler/Publisher: Spike Chunsoft/Bandai Namco

Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC

Spieldauer: variabel

FSK: 12

Erscheinungsdatum: 15. Februar 2019

Sprache: Japanisch mit deutschen Bildschirmtexten


Quelle: BANDAI NAMCO Entertainment Europe
Bilder/Videomaterial: ©BANDAI NAMCO Entertainment, IGN

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