Review: K – Missing Kings – The Movie

   Dienstag, 23. Januar 2018   ,
K Missing Kings Bild

Das K-Project ist zurück! Im ersten Film des Franchises geht es weiter mit der Geschichte rund um die Differenzen zwischen den einzelnen Clans und Clansman. Nachdem die erste Staffel der Serie bereits auf drei Volumes erschien, folgt nun auch die deutsche Veröffentlichung des Films auf DVD und Blu-Ray ebenso bei KSM Anime.

Für die Produktion von K: Missing Kings zeichnet sich erneut das Studio GoHands (Mardock Scramble, Seitokai Yakuindomo) verantwortlich, während Shingo Suzuki erneut auf dem Regiestuhl Platz nahm und auch Teile des Storyboards und die Charakterentwürfe übernahm. Die Geschichte stammt erneut von GoRA, die ebenso die Serienkomposition übernahmen, während Mikio Endo erneut die Musik komponierte.

Wie der Film die Handlung fortsetzt und ob sich der Kauf des lohnt, das erfahrt ihr in der folgenden Review.

Achtung: Diese Review könnte Spoiler enthalten!

Story

Ein Jahr ist seit dem Verschwinden des silbernen Königs vergangen und Kuroh und Neko sind nach wie vor verzweifelt auf der Suche nach ihm. Als die beiden eines Tages auf Anna und Rikio treffen, werden sie plötzlich von einem Unbekannten angegriffen. Doch Kuroh kann in letzter Sekunde den Angreifer in die Flucht schlagen und sie somit retten. Sie erfahren, dass der grüne Clan auf den Plan getreten ist und alles daran setzt Anna in ihre Hände zu bringen, um an ihre besonderen Fähigkeiten heranzukommen. Als es ihnen tatsächlich gelingt, Anna zu entführen, schließen sich die verbleibenden Mitglieder von Silber und Rot zusammen, in der Hoffnung nicht nur Anna zu retten, sondern auch den verschollenen König wiederzufinden.


K Missing Kings Kampf


Die Handlung bietet einen klar verständlichen roten Faden und ein Ziel, das es für die Protagonisten zu erfüllen gibt. Dadurch erhält der Zuschauer bereits zu Beginn ein grobes Verständnis der Situation, die wie bereits in der Serie, sehr verworren erzählt ist und mit jeder Menge unvorhersehbarer Ereignisse und dem großen Cast sehr unübersichtlich wird. Im Vergleich zur Serie sind die Motivationen aber besser nachvollziehbar, wenn auch durch die Kürze des Films von knapp über einer Stunde nicht sehr detailreich ausgearbeitet.

Zudem wird die Zeit an manchen Stellen sinnvoll investiert, um die Trauer um den Verlust des roten Königs nach der ersten Staffel aus den Augen von Anna nachvollziehen zu können. Die Handlung setzt ihren Fokus aber erneut klar auf die groß angelegten Kämpfe und Verfolgungsjagden. Im Vergleich zur Serie gibt es aber einen gemeinsamen Gegner, der mit vereinten Kräften besiegt werden soll und bis auf kleine Differenzen keine großen Auseinandersetzungen zwischen dem roten und blauen Clan, sowie dem weißen Clan rund um Yashiro Isana.

Insgesamt ist die Handlung zwar recht dünn, auch für einen so kurzen Film, jedoch besser gestaltet als noch in der Serie, in welcher man an manchen Stellen zu viel auf einmal erzählen wollte.


Charaktere

 

Wichtigste Protagonisten:


Antagonisten:

K-Project Grüner Clan Bild

Grüner Clan

Im K: Missing Kings Film stehen nach wie vor die farbenfrohen Kämpfe klar im Vordergrund. Als Antagonist ist im Film der grüne Clan vertreten. Über diesen gibt es kaum bis keine Exposition und tiefere Einblicke in seine Strukturen, lediglich, dass die Clansman im Internet vernetzen und in der Regel keine Angriffe ausüben, ist bekannt. Zudem wären da noch die charakteristischen Helme der Mitglieder und eine grobe Vorstellung von deren Fähigkeiten, unter denen sich unter anderem Teleportation befindet. Somit ist der Clan für den Zuschauer aber auch für die Protagonisten selbst, sehr mysteriös angelegt.

Auf der anderen Seite agieren die bereits auf der Serie bekannten roten, silbernen und blauen Clansmitglieder. Gut gelungen ist das Aufzeigen der Auswirkungen auf die Charaktere durch das Verschwinden von Yashiro und dem Tod von Mikoto. Es ist interessant zu sehen wie Charaktere wie z.B. Yata und Anna mit dem Verlust umgehen und welche Auswirkungen dieser auf den gesamten Clan hat. Zudem werden bei den beiden Charakteren auch einige schöne Charaktermomente eingebunden.

Insgesamt ist der Cast zwar immer noch zu groß um allen Charakteren eine Motivation und einen vertretbaren Hintergrund zu geben, doch bei einigen wichtigen Figuren gelingt dies immerhin solide.


Animation

Im Missing Kings Film findet K im puncto Animation zu alter Stärke zurück. Während die Qualität in der ersten Staffel nach den starken Einstiegsepisoden abnahm, ist der Film konstant auf einem großartigen Level animiert.

Den dynamischen Kameraperspektiven gelingt es die futuristische Stadt mitsamt ihrer Clansman spannend und detailreich einzufangen. Alles bewegt sich – seien es Menschen auf der Straße, holographische Werbeposter oder Reflektionen der Sonne an einem Gebäude. Man hat hier keinesfalls am Budget gespart. Zudem ist die Kolorierung nach wie vor knallig und farbenfroh, sodass man sich häufig fragt ob man nicht Diabetes bekommt, wenn man zu lange die Bilder betrachtet. Einzig für die absolut unangebracht gut animierten sexualisierten Pantyshots und Brustanimationen hätte man sich die Mühe sparen können.

Insgesamt kann die Animation auf ganzer Linie überzeugen. Die Implementierung der Charakterdesigns in den Film gelingt sogar noch besser als an den besten Stellen der Serie und es gibt keine auffällig recycelten Aufnahmen.

K Missing Kings Bild 2

Yata im Gefecht


Audio

Auch hier setzt sich der Trend der vorigen Anime-Serie fort. Die Musik stammt nach wie vor vom Musiker Mikio Endo, der dem Film eine großartige musikalische Untermalung beisteuert. Es handelt sich dabei teils um Stücke aus der Serie, jedoch werden auch neue Stücke eingesetzt, die im Ton sehr guten Anschluss finden.

Die Musik bleibt somit Hip-Hop-lastig enthält aber auch klassische Stücke. Diese werden beide sehr effektiv vor allem in den Kampfszenen eingesetzt und hinterlassen in Verbindung mit dem starken visuellen Eindruck, eine bleibende Impression.


Deutsche Synchronisation

Für die deutsche Umsetzung des Films wurden erneut die G&G Studios aus Kaarst beauftragt, bei denen Jörn Friese erneut das Schreiben des Dialogbuches und die Synchronregie übernahm. Bei demselben Synchronstudio sind bereits zuvor die Synchronisationen von Serien wie Fullmetal Alchemist Brotherhood und Bleach entstanden und auch hier wurde weiterhin mehr als ordentliche Arbeit geleistet.

Die Besetzung der bereits bekannten Charaktere blieb im Vergleich zur Serie unverändert. So sind liefert erneut Tobias Brecklinghaus (Dandy/Space Dandy) als Mikoto Suou und Dennis Saemann (Raku/Nisekoi) als Misaki Yata mit dabei und können ihr sehr gutes Niveau weiterhin halten. Weiter in den Vordergrund rückt im Film Anna, die mit Winnie Brandt (Midori/Shirobako) auch sehr passend besetzt wurde. Ihre kindliche Art wird von ihrer hohen und dennoch nicht verstellt wirkenden Stimme verkörpert.

Doch auch am Rest des Sprechercasts sowie der Abmischung und dem Dialogbuch gibt es kaum etwas auszusetzen. Die deutsche Synchronisation kann nach wie vor überzeugen.


Trailer


Allgemeine Informationen

VK Missing Kings Covereröffentlichung Mediabook-Edition: 04.12.2017

Veröffentlichung Standard-Edition: 24.01.2018

Sprache: Deutsch, Japanisch

Untertitel: Deutsch

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Publisher: KSM Anime

Produktionsjahr: 2014

Spieldauer: 74 Minuten



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