Review: Kill la Kill The Game: IF – PS4 Version!

   Montag, 5. August 2019   ,
kill la kill if

Wer den Anime Kill la Kill bereits gesehen hat weiß, dass dieser größtenteils auf Kampf ausgerichtet ist. Er glänzt mit hyperaktiven, psychedelischen, lauten und grotesken Elementen. Der Anime hat Mitte der 2010er Jahre eine Horde von Fans um sich geschert, die alle von der wilden Action, den exzentrischen Charakteren und der absurden Prämisse angetan waren. 

Es ist fast schon erstaunlich, dass PQube und Arc System Works angesichts des offensichtlichen Potenzials des Quellmaterials so lange gebraucht haben eine Videospiel – Variante rauszubringen.

Nun war es aber endlich so weit. Am 26.06. erschien das Spiel für PS4, PC und Nintendo Switch. Für diese Rezension wurde ein Blick auf die PS4 Version geworfen.

Achtung: Diese Review kann Spoiler zur Handlung von Kill la Kill The Game: If enthalten!


Story

 
In dem Spiel steuert man Satsuki Kiryuin, die Hauptfigur des Spiels und durchlebt ihre Sicht des von Hiroyuki Imaishi und dem Drehbuchautor Kazuki Nakashima geschaffenen Anime Kill la Kill, welcher in der Animationsschmiede TRIGGER produziert wurden ist. Während man sich mit verschiedenen Charakteren aus dem Anime im Kampf misst, bekommt man mehr Einblicke auf ihre Sichtweise. Dementsprechend sind alle Szenarios vollkommen neu und aus einer anderen Perspektive als der eigentlichen Protagonistin Ryoko aus dem Anime.


 
Im wesentlichen ist die Story des Spiels beziehungsweise der Story – Modus eine alternative Nacherzählung der Ereignisse im Anime, daher vermutlich auch der IF – Titel. Das Spiel ermöglicht einen nochmal einige der einprägsamen Elemente der Serie zu betrachten, wie zum Beispiel die „Naturals Election“, die „Life-Fibre-Saga“, die Rivalität zwischen Klassenpräsidentin Satsuki Kiryuin und der rebellischen Studentin Ryoko Matoi, den Elite Four, dem psychotischen Ragyo und viele weitere hübsche Zwischenfrequenzen, die einem eine angenehme Gänsehaut und pure Nostalgie verschaffen.

Sobald der Story – Modus mehr oder minder durchkämpft ist, werden weitere Nebenmodi wie etwa ein Tutorial, ein Trainingsmodus, die Win-Trough Challenge und die Covers Challenges freigeschalten.
 


Gameplay

 
Kill la Kill: IF verfügt, wie viele andere Fighting – Games der jüngeren Vergangenheit, über ein vereinfachtes Kontrollsystem, bei dem jeder Kämpfer mit Standardangriffen, Projektilangriffen und Spezialattacken ausgestattet ist. Im Prinzip hat jeder Charakter seine eigene Variante der gleichen drei Angriffe. Noch dazu haben diese auch mächtigere Versionen, die Todesstöße genannt werden und durch eine spezielle Anzeige begrenzt sind. Sie richten mehr Schaden an  und werden mit einer kurzen Cutscene eingeleitet, was das ganze etwas epischer wirken lässt.


 
Obwohl die Steuerelemente einfach sind, sind die Angriffsstile der Charaktere nicht vollständig identisch. Bestimmte Charaktere haben eigene Versionen, zum Beispiel erleidet Ira Gamagoori, ein BDSM-inspirierter Charakter, der sich selbst zum Kraftaufbau auspeitscht, einen sehr geringen Schaden, wenn er blockt, um seine Kraft aufzubauen, wodurch seine Angriffe stärker werden. Die Exzentrizität anderer Charaktere ist viel geringer – Uzu Sanageyama, der übergroße, gepanzerte Kämpfer mit einem Holzschwert, hat eine aufgeladene Version seines schweren Angriffs, der sich direkt hinter seinen Gegner teleportiert lässt. Leider gibt es keine charakterspezifischen Tutorials, in denen man die einzelnen Variationen kennenlernen kann. Man muss also selber herausfinden, wie die einzelnen Charaktere funktionieren. Aber wo wäre der Spaß am Spiel, wenn man nicht selber auf eine kleine Entdeckungstour gehen kann. Es hilft natürlich auch vorher den Anime gesehen zu haben, da die charakteristischen Eigenschaften der Personen im Anime eins zu eins auf die der im Spiel angepasst wurden.


 
Abgesehen von dem Wettbewerbs-Modus, kann der Spieler auch zu einem Single-Modus wechseln. Zum einen gibt es den Tutorial Modus, welcher für Neueinsteiger am besten geeignet ist. Man bekommt die Basics, also ausweichen, attackieren und verteidigen nochmal genauer erklärt. Außerdem ermöglicht es einem nochmal zu sehen, wie die Charakter agieren. Desweiteren gibt es noch einen Trainings Modus, bei diesem kann man auswählen welchen Charakter man spielen möchte. Danach kann man sich noch für eine Stage und einen Gegner entscheiden. Natürlich kann man auch die Schwierigkeit des CPU einstellen. Dieser Modus eignet sich am besten, wenn man solche Feinheiten wie die Kampfmechanismen von Ira Gamagoori ider Uzu Sanageyana herausfinden möchte. Bei der Win-Trough Challenge kämpft man gegen zahlreich ausgewählte Gegner. Die HP aus dem letzten Kampf werden dabei in den Nächsten übertragen. Jedoch regenerieren sie sich immer ein wenig, wenn ein Kampf gewonnen ist. Der Letzte Modus ist die Cover Challenge. Bei diesem Spielmodus ist es das Ziel, so viele Covers wie möglich abzumähen. Wenn man einen Gegner besiegt hat, verliert dieser verschiedene Items und das eigene Ketsui Level, sowie die Stats vom eigenen Charakter werden erhöht. Auch hier gibt es verschiedene Typen von Cover Challenges. One-Minute Challenge: Logischerweise muss man hier so viele Gegner wie möglich innerhalb einer Minute besiegen. Dabei verlieren die Gegner Zeit-Verlängerung-Items, die man einsammeln sollte, um sich mehr Zeit zum Kämpfen zu verschaffen. 100-Man Challenge: Hier muss man so schnell wie möglich 100 Gegner platt machen. Endless Battle: Hier bekämpft man solange Gegner, bis die eigenen HP bei Null sind.


 
Mit so vielen Extra – Features zum Spiel bleibt Langeweile gewiss erstmal fern. Auch wenn die Kampfelemente sich nicht von anderen Fighting Games abheben, bleibt der Spaß am Spiel definitiv erhalten. Für Nostalgie ist durch zahlreiche Cutscenes auch gesorgt, so dass jeder wahre Kill la Kill – Fan auf seine Kosten kommt.


Grafik

 
Das Spiel verwendet einen eleganten Cel-Shaded-Art-Stil, sowohl im Gameplay als auch in Zwischensequenzen. Er ist nicht so erfinderisch wie der facettenreiche Kunststil im Anime, aber er wirkt sauber animiert, sieht gut aus und fühlt sich real an, als würde man einen Anime in seinen seltenen, aufregenden Momenten sehen. In Zwischensequenzen erhält die Kunst einen ästhetischen Schub durch eine starke Kinematographie, die viele Sequenzen, insbesondere Actionszenen, auffällig und überwältigend erscheinen lassen.


Sound

 
Im Spiel trifft man auf alte Soundtracks und Battle Themes aus dem Anime, auch der offizielle Soundtrack zum Spiel orientiert sich an diesen – Nostalgie pur. Ebenfalls positiv ist die Vertonung der Charaktere in bestimmten Dialogen und Sequenzen. Hierbei hat man erneut die Auswahl, ob man diese im Originalton mit Untertiteln hören möchte oder in der englischen Synchronisation.
 


Extras

 
Die limitierte Edition des Spiels ist auch in Europa erhältlich. Diese kommt mit Mr. Sushio’s Illustrationen, Original Artbook, Original Soundtrack und einem Mak-Roquette Squeezie.
 


Allgemeine Daten

Jump-Force-CoverGenre: Fighting Game

Entwickler/Publisher: PQube/Arc System Works

Plattform: PlayStation 4

Spieldauer: variabel

FSK: 16

Erscheinungsdatum: 26. Juli 2019

Sprache: Japanisch mit englischen Bildschirmtexten, Englisch


Quelle: PQube, Arc System Works, Amazon
Bilder/Videomaterial: © TRIGGER, PQube, Arc System Works

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