Review: Kuroko’s Basketball Volume 1 -Blu-Ray-

   Montag, 4. Januar 2021   , ,
Title Basuke

Das Warten hat endlich ein Ende. Eine gefühlte Ewigkeit haben deutschsprachige Fans des Sports-Anime Kuroko no Basuke gehofft, dass ein Publisher sich diesen Titel sichern kann. AniMoon Publishing konnte dieses Ziel endlich erfüllen!

Der Publisher aus Brandenburg hat sich die erste Staffel bereits gesichert und veröffentlicht diese nun seit dem 20. November 2020 auf Blu-Ray und DVD. Das erste Volume ist somit schon erschienen und wird, wie wir es von AniMoon Publishing gewohnt sind, in einem limitierten Sammelschuber mit zwei ganz besonderen Extras ausgeliefert. Dazu aber später mehr. Wir haben ebenfalls ein Exemplar in der Blu-Ray Variante erhalten und werden euch unseren Eindruck zur deutschsprachigen Premiere von Kuroko und seinem Team erläutern.

Achtung! Diese Review enthält Spoiler zu Kuroko’s Basketball!

Handlung:

 

Kuruko StoryWie in jedem Jahr sucht auch der Basketball Club der Seirin High nach neuen vielversprechenden Anwärtern, welche ihnen gute Chancen für den alljährlichen Interhigh versprechen. Ein echter Glücksgriff wäre es, wenn man einen der Wundergeneration rekrutieren könnte. Diese besteht nämlich aus fünf herausragenden Spielern, welche der Teiko Mittelschule drei Mal in Folge den Titel Champion einbrachten. Aber auch der aufstrebende Taiga Kagami möchte gerne dem Team der Seirin beitreten, da er außer Basketball nichts anderes im Kopf hat. Er ist aber nicht der Einzige, der einen festen Platz im Team anstrebt.

Denn der sehr unscheinbar wirkende Tetsuya Kuroko möchte ebenfalls seine Basketball Karriere vorantreiben. Nur zu dumm, dass er kaum Beachtung erhält. Doch erträgt ein großes Geheimnis mit sich, mit dem keiner gerechnet hat. Er ist ebenfalls ein Mitglied des legendären Teiko Teams gewesen. Allerdings ist er nur als sogenanntes Phantom-Mitglied bekannt. Kuroko scheint nicht den Eindruck zu machen, als wäre er ein Topspieler. Er ist nicht besonders gut im Körbe versenken und auch sportlich macht er nicht die beste Figur. Dennoch hat er ein sehr großes Talent, mit dem er seinen Mitanwärter Taiga zum Champion machen möchte. Worum es sich dabei wohl handelt?

Kuruko Story 1Kuroko’s Basketball ist genau das, was einen guten Sports-Anime ausmacht und bedient dabei auch die typischen Elemente, ohne die Handlung langweilig wirken zu lassen. Es geht um zwei Spieler, von welchen jeder ein ausgeprägtes Talent besitzt und sich mit dem anderen ergänzt. Dann haben wir noch den Club, der endlich an die Spitze kommen möchte. Dies sind klassische Elemente, wie man sie schon von Captain Tsubasa kennt. Wer bis jetzt den Anime noch nicht gesehen hat, wird merken, dass Kuroko’s Basketball einen großen Einfluss auf Haikyu!! hatte. Dennoch wirkt es nicht so, als würde man zum x-ten Male das gleiche Setting erleben. Durch den recht resoluten Taiga und den unauffälligen Tetsuya, hat man einen witzigen Mix entwickelt. In den ersten fünf Episoden baut schon etwas Spannung auf, was auf keinen Fall verfrüht wirkt. Wir können es kaum erwarten, den Weg der beiden zum Interhigh im nächsten Volume weiter zu verfolgen.


Charaktere:

Was einen guten Sports-Anime ausmacht, sind natürlich die Charaktere. Und diese könnten vom Charakter nicht unterschiedlicher sein. Tadatoshi Fujimaki hat einen witzigen Mix gefunden und bietet uns bereits im ersten Volume einen sehr guten Eindruck, wohin die Reise gehen wird.

30737Taiga Kagami:

Nach seinem langen Aufenthalt in den USA, ist Taiga endlich wieder in Japan. Frisch an der Seirin High angemeldet, möchte er dem Basketball Club beitreten. Denn die Legende über die Wundergeneration hat ihn angestachelt. Sein Ziel ist es, die Wundergeneration zu übertreffen. Leider ist er dabei etwas zu ehrgeizig und immer wieder lässt er auch das Alphatier durchblitzen. Doch mit seinem Mitbewerber Kuroko hat er wohl gar nicht gerechnet. Er wirkt nicht wie ein Basketball Spieler, macht generell keinen sportlichen Eindruck und Beachtung wird ihm auch kaum geschenkt. Doch schon bald soll Taiga das Potenzial seines Teamkollegen entdecken und eine Einheit mit ihm bilden.

30927Tetsuya Kuroko:

Klein, eher schmächtig und sehr unbedeutend. Dies sind die ersten Eindrücke, welche man erhält, wenn Tetsuya Kuroko das Feld betritt. „Wieso spielt er überhaupt Basketball?“, fragt man sich, wenn man ihn sieht. Dennoch hat er schon einen besonderen Ruf. Er ist das sogenannte sechste Phantom-Mitglied der Wundergeneration. Phantom wohl aus dem Grund, weil man über ihn nie wirklich etwas gehört, gesehen oder gelesen hat. Er erklärt diesen Umstand damit, keine große Beachtung erhalten zu haben. Auch Taiga stößt es auf, dass er angeblich zu der legendären Wundergeneration gehört. Deswegen fordert er ihn heraus, um sein Talent auf die Probe zu stellen. Schnell wird klar, dass Angriff nicht sein Ding ist. Dafür hat er ein weitaus interessanteres Talent. Durch seine fast unsichtbar wirkende Präsenz auf dem Spielfeld, ist er perfekt für das Zuspiel geeignet. Sein Ziel ist es, Taiga zum stärksten Spieler Japans zu machen.

30735Ryōta Kise

Ryōta ist ebenfalls ein Mitglied der Wundergeneration. Sein besonderes Talent besteht darin, dass er den Stil der gegnerischen Spieler in kürzester Zeit studieren kann und diesen dann kopiert. Nachdem er die Teiko Mittelschule verließ, ist er auf die Kaijō gewechselt, in deren Basketball Team er die Position des zweiten Angreifers hat. Durch ein Probespiel mit der Seiren High trifft er erneut auf sein ehemaliges Teammitglied Kuroko und es packt ihn der Ehrgeiz. Doch schon schnell muss er feststellen, dass Kuroko und der aufbrausende Taiga bereits jetzt eine gute Balance bilden.

Zusammenfassend finden wir den Stil der Geschichte echt witzig. Von Anfang an suggeriert der verantwortliche Autor Tadatoshi Fujimaki den Eindruck, als würde die Geschichte eigentlich Kagami no Basuke heißen. Dies ist aber etwas, für das wir das Charakter Setting feiern. Denn Kuroko ist für seine Umwelt nahezu unsichtbar. Und so konnte der Mangaka es schaffen den Hauptcharakter wirken zu lassen, als würde er eigentlich die Zweitbesetzung spielen. Dieses lustige Element macht den Anime erst richtig interessant. Aber auch die unterschiedlichen anderen Charakteren weisen alle etwas besonderes auf. Wir sind gespannt, wen wir noch alles erwarten dürfen.


Bild:

Kuroko’s Basketball entstand bei Production I.G. unter der Regie von Shunusuke Tada. Die Mangavorlage stammt aus dem Jahr 2008 und wurde bis 2014 in Shueishas Weekly Shounen Jump publiziert. Im Jahr 2012 startete dann Production I.G. mit der Produktion der Anime-Adaption, welche die Handlung des Mangas in drei Staffeln mit insgesamt 75 Episoden adaptierte. Für das Charakterdesign war zu jener Zeit Yoko Kikuchi zuständig und wurde mehreren Episoden sowie den Opening und Ending aller Staffeln als Chief Animation Director eingesetzt. Das Skript wurde von verschiedenen Autoren übernommen, welche sich aber sehr an die Mangavorlage hielten.

Da der Anime bereits in der Blütezeit von FullHD entstand, konnte das verantwortliche Studio auch die Chance nutzen, die Serie in einer Qualität zu präsentieren, wie man sie in der heutigen Zeit erwartet. Die Bewegungen während des Spiels sind flüssig und es wirkt auch nichts unnatürlich. Uns erwartete ein Sports-Anime mit der klaren Linie die Sportart in eine übernatürliche oder übertriebene Richtung zu schieben. Auch wenn der ein oder andere kraftvolle Dunk von Taiga etwas übertrieben wirkt. So etwas ist aber auch schon in der echten NBA während Liga-Spielen vorgekommen. Uns gefällt was wir sehen und freuen uns auf die nächsten Episoden.


Synchronisation:

Ein immer wieder sehr umstrittener Punkt bei der Anime Lizenzierung ist die Synchronisation. AniMoon Publishing hat bei Kuroko’s Basketball für die deutsche Vertonung das Team von der TNT Media GmbH in Berlin beauftragt. Diese haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, das deutsche Sprachfassungen zu Anime-Serien nicht schlecht sein müssen.

Hier ein kleiner Auszug des Sprechercasts:

Charakter Rolle
Tetsuya Kuroko
Patrick Keller
Taiga Kagami
Adam Nümm
Riko Aida
Ronja Peters
Shinji Koganei Tim Schwarzmaier
Ryōta Kise
Julien Haggège
Shintarō Midorima René Dawn-Claude

In der Hauptrolle des Tetsuya Kuroko ist sogar ein echter Fan Liebling zu hören. Patrick Keller, welcher Kazuto „Kirito“ Kirigaya in der Sword Art Online seine Stimme leiht, tut dies nun auch für Kuroko. Und wir finden, dass die Wahl nicht schlecht gefallen ist. Für seinen energischen Kumpanen Taiga Kagami hat man Adam Nümm gewinnen können, welcher bis jetzt ebenfalls einen sehr guten Job abliefert.


Extras:

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Bei den Extras hat sich AniMoon Publishing erneut nicht lumpen lassen und hat wieder etwas ganz besonderes für euch auf die Beine gestellt. Denn neben einem limitierten Sammelschuber, einem Steelcase und den ersten beiden Sammelkarten für das Kuroko’s Kartenspiel, gibt es für euch einen originalen Mini-Basketball mit Ballluftpumpe. Den Ball ziert natürlich das Logo des Anime und er steht einem großen Basketball in nichts nach. Die Frage die hierbei bleibt ist, ob man ihn nicht zu schade findet, um damit zu spielen. Wie bereits erwähnt, befinden sich in dem Steelcase neben der Blu-Ray mit den Episoden eins bis fünf die ersten Sammelkarten für das Panini Kartenspiel Kuroko’s Basketball. In jedem weiteren Volume wird es neue Karte geben. Wie immer sind die Extras von AniMoon Publishing etwas ganz spezielles und wir freuen uns auf die Extras der folgenden Volume.


Trailer:


Allgemeine Daten:

71npnSdvJkL._SL1200_Erscheinungsdatum: 27. November 2020

Sprache: Deutsch, Japanisch

Untertitel: Deutsch

FSK: Freigegeben ab 6 Jahren

Publisher: AniMoon Publishing

Produktionsjahr: 2012

Laufzeit: 125 Minuten

Extras: limitierter Sammelschuber, Steelcase, Mini Basketball, Ballluftpumpe, zwei Sammelkarten

1 Kommentar zu “Review: Kuroko’s Basketball Volume 1 -Blu-Ray-”

  1. albion sagt:

    Einer der besten Sportanime überhaupt!

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