Review: Mascara Blues

   Montag, 27. Januar 2020   ,
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Bei Mascara Blues handelt es sich um eine Short Story Collection von Io Sakisaka. Unter dem Banner der I Love Shojo Short Story Collection, bringt Tokyopop einen weiteren Sammelband für die beliebte Mangaka Io Sakisaka raus, die u. a. für Werke wie Blue Spring Ride und Miracles of Love bekannt ist.


Allgemeines

Wie oben schon genannt, handelt es sich hier um eine Short Story Collection. In diesem Band enthalten sind 5 Kurzgeschichten der gefragten Mangaka. Diese sind aus verschiedenen Jahren und somit nicht unbedingt chronologisch festgelegt. Mit 288 Seiten ist der Manga etwas dicker und hat mehr Lesestoff zu bieten.

Klappentext:

Mugino verliebt sich wahnsinnig schnell, doch sobald sie einem Jungen ihre Gefühle gesteht und er das Gleiche für sie empfindet, verliert sie in Windeseile das Interesse. In der Hoffnung, dass ihre Gefühle dieses Mal von Dauer sind, fasst sie sich ein Herz, ihrem besten Freund Shuya eine Liebeserklärung zu machen …

Diese und vier weitere einfühlsame Kurzgeschichten über die Liebe in einem Band! Stellt euch mit der I LOVE SHOJO Short Story Collection eure eigene Bibliothek mit euren Lieblingsmangaka zusammen!


Inhalt 

mascara-blues-coverDie 5 Geschichten des Manga beinhalten natürlich alle dieselbe Thematik: die Liebe unter jungen Menschen. Hier immer aus der Sicht einer Highschool Schülerin. Dies ist typisch für die Autorin. Die schon im Klappentext geschilderte Geschichte ist ein gutes Bespiel, ein junges Mädchen, welches ungemein gerne und hingebungsvoll für einen Jungen schwärmt, doch sobald sie die Liebe gesteht, ist diese verflogen. Als dann ihr bester Freund ihr neuer Schwarm wird, ist alles aber nicht mehr so einfach. In ihr steigt die Angst auf, dass hier genau dasselbe wieder passieren könnte, dass die Gefühle verfliegen und sie vielleicht so die Freundschaft aufs Spiel setzt.

Sakisaka arbeitet mit Themen, die in ihrem Genre zwar typisch sind, aber sie hat eine besondere Art dies darzustellen. Die Geschichten sind niemals kitschig, oder sehr dramatisch, ganz im Gegenteil: man hat hier eine gefühlvolle Geschichte, die eher die Emotionen des Einzelnen unterstreicht und so sehr nachvollziehbar und greifbar sind. Leser können sich hier selbst wieder finden, etwas sehr gut nachempfinden und somit natürlich auch mitfiebern.  Die Geschichten vermitteln zudem auch oft eine Botschaft: seid offen und sensibel im Umgang miteinander! Hört einander zu, sprecht miteinander, urteilt nicht vorschnell. Oftmals beginnt die Geschichte damit, dass die Charaktere eben dies nicht tun, sie sprechen ihre Gefühle nicht aus, wollen stark sein, Andere nicht mit den eigenen Gefühlen verletzten oder sie sind ihnen sogar peinlich. Am Ende stellt sich dafür aber immer raus, dass sich zu offenbaren die bessere Lösung gewesen wäre. Egal ob dies mit einem Happy End ausgeht oder nicht. Es macht Freude, die Charaktere bei diesem Schritt zu beobachten, denn dieser ist nicht immer leicht und verläuft nicht immer auf die selbe Art. In diesem Band ist auch die Geschichte eines Transgender Mädchens enthalten, das ist nicht nur zeitgemäß, sondern für den japanischen Markt sehr selten. Auch hier wird gefühlvoll und in tollen Dialogen geschildert, wie sie leidet und hin und her überlegt, ob sie ihrem Schwarm sagen kann, was sie ist oder was sie wahr.


Zeichnungen 

Wer Fan der Autorin ist, kennt ihr lockeren und leichten Zeichenstil. Passend zu ihren Storys schuf die Autorin einen Stil, den man ihr immer leicht wieder zuordnen kann. Da es sich hier um Storys aus verschiedenen Jahren handelt, kann man auch ihre Wandlungsfähigkeit und die Steigerung zur Professionalität erkennen. Hier wird nicht viel schattiert und auch nicht mit vielen Details versehen, das macht aber nichts, denn die Zeichnungen glänzen durch eine tolle Darstellung von Mimik. Die Charaktere haben eine simple aber ausdrucksstarke Mimik, die die Emotionalität der Geschichten trägt. Das ist auch in den Kurzgeschichten so und macht den Band somit zu einem Must-Have von Sakisaka-Fans!

 

 

 

 

 

 

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