Review: Metal Gear Survive

   Donnerstag, 22. März 2018   ,
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Auch wenn das neuste Werk aus dem Hause Konami Digital Entertainment bereits nach seiner Ankündigung in Ungnade gefallen ist, nahmen wir uns nicht die Gelegenheit, Metal Gear Survive einem Test zu unterziehen.

Viele Fans des Metal Gear Franchise haben dem Titel schon vorzeitig den Rücken gekehrt. Dies liegt aber, neben dem sehr fragwürdigen Setting, auch an dem Zerwürfnis zwischen der Videospiel Legende Hideo Kojima und Konami. Auch die Ankündigung von Mikrotransaktionen, welche sich leider auf selbstverständliche Inhalte bezieht, hat das Hassfeuer gegenüber dem Spiel nur noch mehr entfacht. Aber genug der kritischen Worte aus Kreisen der Community. Wir haben mehrere Stunden in dem Spiel verbracht, um euch Klarheit zu verschaffen, ob der Titel es überhaupt verdient, Beachtung zu bekommen.

Das Spiel ist am 22. Februar 2018 für die PlayStation 4, XBox One und den PC erschienen.  Wir bewerten in unserer Review die PlayStation 4 Fassung.

Story:

 

Der Startbildschirm von Metal Gear Survive.

Der Startbildschirm von Metal Gear Survive.

Die Mother-Base von Big Boss wird von der Cipher Einheit XOF angegriffen. Unser Charakter, den wir in einem Charakter-Editor zuvor erstellt haben, ist der Captain einer der dort stationierten Einheiten. Kurz nachdem Big Boss mit Kazuhira ‚Kaz‘ Miller die Flucht gelingt, öffnet sich plötzlich ein Wurmloch über der Mother-Base. Dies scheint nahezu alles zu verschlingen. Unser Charakter droht auch von der mysteriösen Anomalie verschlungen zu werden, stürzt aber, unmittelbar nachdem das Wurmloch verschwindet, in die Tiefe und stirbt. Am nächsten Tag findet eine Inspektion durch eine noch unbekannte Regierungsbehörde statt, bei der auch die gefallenen Soldaten registriert werden. Der leitende Ermittler der Behörde Wardenclyffe sucht anhand einer Liste nach unserem Charakter, weil er diesen für eine spezielle Mission wiederbeleben möchte.

Hier sieht man Virgil AT-9, welches unterschiedliche Dinge verwaltet.

Hier sieht man Virgil AT-9, welches unterschiedliche Dinge verwaltet.

Als ihm dies gelingt, schickt er diesen durch ein Wurmloch, welches ihn in die Parallel-Welt Dite schickt, ein karges Ödland, das von unnatürlichen Wesen, den Wandelnen bewohnt wird. Unser Auftrag: Das bereits entsendete Charon-Corps ist auf mysteriöse Weise verschwunden. Lediglich die K.I.-Einheit Virgil AT-9 sendet noch vereinzelt Signale aus der Basis. Wir sollen herausfinden, was mit dem Charon-Corps passiert ist, deren gesammelte Daten über Dite und die Wandelnden sicherstellen, mögliche Überlebende retten, und zu guter Letzt, einen Weg nach Hause finden. Leider sind wir auf uns allein gestellt und müssen uns durch autarke Selbstversorgung unser Überleben sichern.

So steigt Metal Gear Survive in die Geschichte ein. Bis hier haben sich die Entwickler auch echt noch Mühe gegeben. Der Prolog wird Metal Gear-würdig inszeniert. Doch leider war es das auch schon fast. Die restliche Story findet nur in wenigen unspektakulären Cutscenes, aber dafür mehr in Codec ähnlichen Dialogen statt. Die auftauchenden Charaktere sind eher charakterlos. Der einzige Charakter, der hier heraussticht, ist die K.I.-Einheit Virgil AT-9. Diese kann aber während dem erkunden der Map oder einer Mission schon recht nervig werden, weil sie uns auch nach zehn Spielstunden immernoch darauf hinweist, uns nicht zu verausgaben. Leider ist das sehr absurde, aber zunächst noch spannende Setting der Geschichte, dennoch sehr eintönig und erinnert mehr an eine low-budget Hollywood Produktion.

Gameplay:

Das Gameplay! Immer ein sehr wichtiger Punkt in jeder Review. Die Mechanik hält sich sehr an Metal Gear Solid V. Dennoch wurden neue Elemente eingebaut, die eigentlich sehr interessant sind, aber letzendlich unter einer schlechten Umsetzung leiden müssen. Wir gehen wie immer alle nennenswerte Aspekte Stück für Stück durch.

Grundmechanik

Hier wurde die auf der Fox-Engine basierende Mechanik von Metal Gear Solid V übernommen und erweitert. Im Grunde funktioniert sie sogar gleich. Die Steuerung, auf welche wir später noch eingehen werden, funktioniert wie in Ground Zeroes oder The Phantom Pain. Für das Menü steht euch das bekannte Device iDroid zur Verfügung, über welches ihr euren Charakter verwaltet oder die Karte aufruft. Aber der Teufel liegt, wie immer, im Detail. Der Grundmechanik hat man nämlich ein neues Element hinzugefügt. Und zwar ein Selbsterhaltungs-System.

Essen, Trinken

Wie der Name Selbsterhaltungs-System schon sagt, müsst ihr dafür sorgen, dass ihr nicht verhungert, verdurstet oder an Verletzungen zu Grunde geht. Aber Moment! Ein ähnliches System gab es doch schon mal in der Geschichte von Metal Gear? Genau! Bereits in Metal Gear Solid 3: Snake Eater kam es schon einmal zu einer ähnlichen Umsetzung. Dort musste Snake immer wieder auf Nahrungssuche gehen, um die Stamina auf Trapp zu halten oder seine Wunden zu versorgen. Dies soll jetzt nicht noch mehr Fans gegen Konami anstacheln. Das System wurde um einiges verändert und ausgebaut.

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Hier sieht man die Zustands-Übersicht eures Charakters.

Eigentlich eine sehr gute Idee für ein Survival Game. Aber leider wurden hier ein paar banale Fehler gemacht: Hunger und Durst! Diese sind ein nerviger Faktor in diesem Spiel. Wie gesagt, die Idee ist nicht schlecht, aber das fast in 20 Minuten Intervalen auftretende Bedürfnisse der Spielfigur, etwas zu trinken oder zu essen, bringt einen gerade in den ersten Spielstunden an den Rande des Wahnsinns. Die Ressourcen sind so schon knapp. Man kann anfangs noch nicht einmal sauberes Wasser herstellen, wodurch man immer wieder Gefahr läuft, sich durch schmutziges Wasser eine Infektion einzufangen.

Aber nach dem ersten großen Wendepunkt der Handlung ist es euch möglich Agrarwirtschaft in Form von Kartoffel- und Maisanbau zu betreiben. Auch Regenwasser kann durch ein Filterungssystem aufgefangen und gesammelt werden. Bis dahin ist es erstmal ein harter Weg. Aber kommen wir zu den Einzelheiten dieses Systems. Je mehr euer Charakter hungert, umso niedriger ist die Regeneration euer Lebensanzeige. Das gleiche gilt für den Durst und eure Ausdauer. Deswegen solltet ihr immer dafür sorgen, dass euer Charakter genug isst und trinkt. Sollte der Magen in den Kniekehlen hängen und auf null fallen, bedeutet dass das Aus für euch, und ihr startet am letzten Speicherpunkt.

Medic!

Neben Hunger und Durst könnt ihr euch Verletzungen oder Krankheiten zuziehen. Diese müssen mit den richtigen Gegenständen behandelt werden. Man kann sie überall in Dite finden oder, durch das Sammeln der richtigen Rohstoffe, selber herstellen. Durch Verletzungen und Krankheiten reduziert sich, je nach Ausmaß, eure Lebensanzeige schnell oder langsam. Es gibt auch ein Erste-Hilfe Spray. Leider hilft das nur kurzfristig und ist eher für Kampfsituationen mit einer kurzen Verschnaufpause gedacht.

Jäger und Sammler

 

Neben Fleisch könnt ihr auch Rohstoffe zur Herstellung von Kleidung gewinnen.

Neben Fleisch könnt ihr auch Rohstoffe zur Herstellung von Kleidung gewinnen.

Für die Selbsterhaltung müsst ihr natürlich einiges tun. Dazu zählt der Urtrieb des Menschen: Jagen und Sammeln. Dafür gibt es in der Ödnis von Dite mehrere Anlaufstellen. Diese beherbergen Tiere, Tümpel mit schmutzigem Wasser oder Wildbeeren und Gemüse. Die Tierjagd gestaltet sich aber manchmal als kniffelig. Schafe und Ziegen sind leichte Beute, aber auch Bären und Wölfe warten auf euch. Letztere können aber den sicheren Tod bedeuten. Was wir dem Jagen als positiv abgewinnen können ist, dass die Tiere erst nach einer gewissen Zeit wieder auftauchen. Auf eurer Karte im iDroid könnt ihr mit Sondermarker die Fundorte markieren.

In Dite gibt es überall Dinge die eingesammelt werden möchten.

In Dite gibt es überall Dinge die eingesammelt werden möchten.

Das Sammeln von Kräuter, Obst und Gemüse ist sehr simpel. Man kann quasi mit gedrückter □-Taste über die Map laufen und sich überraschen lassen. Bei Wasser sieht es schon anders aus. Für dieses benötigt ihr natürlich einen Behälter. Dazu zählen Feld- und Glasflaschen. Aber wie bereits erwähnt ist das Wasser aus Tümpeln nicht ohne Vorsicht zu genießen. Leider braucht man für eine Flasche sauberes Trinkwasser fünf mit verschmutzten. Aber durch das spätere Regenwasser Auffangsystem dürfte das nur in den ersten Stunden etwas nervig sein.

Ich denke ich kann das tragen!

 

Im Inventar seht ihr alle Gegenstände sowie euer Trage Limit.

Im Inventar seht ihr alle Gegenstände sowie euer Trage Limit.

Dass ihr natürlich keinen magischen Beutel mitführt, welcher unendlich viele Gegenstände in sich aufnimmt, dürfte klar sein. Ihr habt ein gewisses Tragelimit. Wenn das zu ausgelastet ist, nimmt eure Ausdauer rapide ab, und ihr bekommt noch schneller Hunger und Durst. Deswegen muss man, gerade am Anfang, immer wieder das Sammeln von Rohstoffen abbrechen, um diese im Base-Camp zu verstauen. Klingt im ersten Moment nervig ist aber sehr realitätsnah. Die erwähnten Rohstoffe sind natürlich nicht nur Nahrung sondern auch Materialien für die Herstellung von Waffen, Kleidung, Gegenstände, medizinische Ausstattung und alles, was man zum Ausbau des Base-Camp benötigt. Dann nutzten wir dies als Überleitung zum nächsten Thema.

Das Base-Camp

Dieses ist euer Zufluchtsort und Einsatzbasis. Anfangs ist das Base-Camp sehr spartanisch eingerichtet und hat eigentlich alles was man für den Anfang braucht. So hat man drei einfache Werkbänke für Waffen, Kleidung und Gegenstände. Für die Nahrung gibt es eine Kochstelle. Das „Eigentlich“ bezieht sich auf die Kochstelle im Lager. Es kommt zu einem der größten Logikfehler der Videospiel Geschichte. Wieso kann man bis zum Upgrade der Kochstelle kein sauberes Wasser herstellen? Wenn man das Rezept für „Sauberes Trinkwasser“ durchliest, erscheint es einem geradezu absurd, dass man sich nicht einfach aus dem gesammelten Eisen einen provisorischen Topf zusammenschweißen kann. Vielleicht wollte Konami es den Spielern zum Anfang schwerer machen. Aber dies steigert leider bei ungeduldigen Menschen den Frustfaktor.

Kochen, Werkeln, Herstellen

 

Hier sieht man, wie ihr medizinische Gegenstände produziert

Hier sieht man, wie ihr medizinische Gegenstände produziert.

Wie bereits erwähnt, habt ihr mehrere Anlaufpunkte im Base-Camp, an denen ihr Waffen, medizinische Hilfsmittel, Gegenstände und Kleidung herstellen könnt. Dafür gibt es Werkbänke, welche zum Anfang das Nötigste abdecken. Für das leibliche Wohl gibt es die bereits erwähnte Kochstelle. Leider bietet diese nicht viel für die optimale Versorgung eures Charakters.  Dies ändert sich aber mit der Zeit, da man immer mehr Verbesserungen für die Werkbänke und Versorgunsstellen bekommt. Diese verwaltet ihr über das Bau-Terminal. Wir könnten über das Ausbauen des Base-Camps bestimmt einen halben Roman schreiben, deswegen gibt es nur eine Kurzfassung.

Das Bau-Terminal kann Werkbänke, Unterkünfte, Gegenstände für die autarke Versorgung, Befestigungen für den Schutz des Base-Camps so wie Waffensysteme zur Verteidigung herstellen. Auch Reparaturen können in Abschnitten oder im Ganzen unternommen werden. Das Terminal funktioniert wie ein einfacher Editor. Je nach Spielfortschritt werden weitere Verbesserungen freigeschaltet. Außerdem findet ihr bei eurer Erkundung von Dite viele Rezepte, welche neue Herstellungsmöglichkeiten freischalten.

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Das Bau-Terminal ist für den Aufbau eures Base-Camps.

Missionen, Aufträge, Erkunden

Über eure Hauptmission haben wir ja bereits in der Story gesprochen. Diese setzt sich natürlich aus mehreren Missionen zusammen. Eingangs geht es darum die Speichertanks, welche vom Charon-Corps gesammelte Daten sind, ausfindig zu machen und sicherzustellen. Der grobe Aufenthaltsort eines Missionsziels wird durch einen gelben Kreis auf der Karte angezeigt. Aber auch mögliche Vorkommen von nützlichen Dingen werden markiert. Diese Kreise werden in blau angezeigt. Zusätzlich zu euren Missionen gibt es optionale Aufträge. Diese sind gegliedert in Tages- und Wochenaufträge sowie in Monats Events. Für alles bekommt ihr nützliche Gegenstände und Materialien.

Auf der Karte seht ihr euer Hauptziel sowie angenommene Nebenaufträge.

Wie es vermuten lässt, erkundet ihr die Umgebung von Dite fast ausschließlich zu Fuß. Aber auf Dite sind mehrere Wurmlochtransporter des Charon-Corps verstreut, welche das Zurücklegen von großen Entfernungen ungemein erleichtert. Ein wichtiges Element fehlt noch: Der „Staub“! Dieser bedeckt viele Abschnitte der Map und ist ein Nebel aus toxischen Stoffen der dem Grund eines Meeres ähnelt. Ohne Atemgerät ist der Staub undurchquerbar und führt zu eurem sicheren Tod. In diesem gibt es auch einen der größten Gegner die dieses Spiel zu bieten hat. Dieses Wesen wird Herr des Staubes genannt. Um ihn sollte man in den ersten Spielstunden einen großen Bogen machen.

Mit dem Wurmloch Transporter könnt ihr euch in Dite schneller fortbewegen.

Mit dem Wurmloch Transporter könnt ihr euch in Dite schneller fortbewegen.

Was wir bei alldem vergessen haben zu erwähnen: Die Kuban-Energie. Diese ist ein Kohlenwasserstoff welcher in Kristallen und den Wandelnen vorkommt. Ihr könnt ihn von Wandelnen gewinnen, an Kristallen oder durch Containern einsammeln. Mit der Kuban-Energie bezahlt ihr quasi alles was Energie benötigt. Auch eure Charakter-Entwicklung wird damit finanziert.

Charakter-Entwicklung

 

Hier seht ihr die Hauptklasse eures Charakters.

Hier seht ihr die Hauptklasse eures Charakters.

Wie in jedem modernen Spiel gibt es auch in Metal Gear Survive ein Charakter-Entwicklungs System. Dies beherbergt zunächst eine Klasse die Überlebenskünstler heißt. Nach dem ersten Durchlauf der Hauptstory werden vier Sub-Klassen freigeschaltet. Diese wollen wir aber nicht verraten. Den Aufstieg eures Charakters bezahlt ihr nicht mit Erfahrungspunkten sondern mit der bereits erwähnten Kuban-Energie. Mit jedem Level-Up erhaltet ihr einen Fertigkeitspunkt. Diesen könnt ihr in eure Statuswerte, Waffen- und Überlebensfertigkeiten investieren. Somit werden dem Charakter neue Fertigkeiten hinzugefügt welche gerade in Kampfsituationen sehr hilfreich sind. Das System ist zwar recht einfallslos, aber genügt vollkommen für ein Survival-Game.

Für jedes Level-Up erhaltet ihr einen Fertigkeitspunkt.

Für jedes Level-Up erhaltet ihr einen Fertigkeitspunkt.

Der Faktor Dark Souls…

Was hat diese Überschrift wohl zu bedeuten? Nun ja, das bezieht sich auf die Art und Weise, wie ihr in diesem Spiel euren Fortschritt festhaltet. Denn, wenn ihr bei einer Mission oder einer Erkundungstour aus dem Leben scheidet, dann startet ihr wieder im Base Camp. Was das mit Dark Souls zutun hat? Ihr werdet im Game Over Bildschirm gefragt, ob ihr bei eurem letzten Checkpoint starten möchtet, oder im Base-Camp. Wählt ihr letzteres lasst ihr alle gesammelten Rohstoffe und Nahrung zurück, und müsst diese erneut am Ort eures Ablebens einsammeln. Mehrfaches Sterben führt zum Verlust der gesammelten Güter.

Nur hier wurde ordentlich gepatzt. Denn der Sinn der Frage „Checkpoint oder Base-Camp?“ erübrigt sich komplett. Denn wenn ihr Checkpoint wählt startet ihr auch wieder im Base-Camp, aber mit dem großen Manko, dass ihr ALLES nochmal machen müsst. Sprich, das Spiel speichert euren Fortschritt nur bei Betreten des Base-Camps. Warum diese Art gewählt wurde ist völlig unverständlich für uns. Denn das steigert den Frustfaktor ungemein. Konami sollte an dieser Stelle eine Verbesserung in Form eines Patches nachreichen.

Steuerung

Eine Übersicht der Standard-Tastenbelegung haben wir euch unten eingefügt. Diese ist wie bereits im Bereich Grundmechanik erwähnt identisch mit der von Metal Gear Solid V. Deswegen gehen wir nur auf die Menüführung ein. Diese ist nämlich ein bisschen nervig. Ihr müsst für fast alle ausführenden Aktionen die Tasten X, Dreieck und Viereck gedrückt halten, um diese zu bestätigen. Gerade beim Öffnen eines Materialbehälters ist dies echt nervig. Denn zuerst öffnet man den Behälter mit gedrückter □-Taste und, anstatt mit dieser den Vorgang zu beenden, muss mit gedrückter Dreieck-Taste den Vorgang abschließen. Was der Hintergrund davon ist will uns einfach nicht einleuchten. Ansonsten funktioniert die Steuerung ohne Probleme und passt zu dem Spiel.

Die Tastenbelegung der PlayStation 4 Version von Metal Gear Survive.

Die Tastenbelegung der PlayStation 4 Version von Metal Gear Survive.

Multiplayer und Online-Funktionen:

Hier gibt es mal etwas echt positives zu berichten. Der Koop-Modus. Aber dazu kommen wir noch, erstmal kommen die grundliegenden Dinge. Das Spiel besitzt leider einen Online-Zwang. Ihr müsst also immer Online sein und dürft auf Updates nicht verzichten, da man die Online-Funktionen ohne Aktualisierung nicht verwenden kann. Warum Entwickler immer wieder auf eine solche Methode zurückgreifen ist unbegreiflich. Denn auch wenn wir im Zeitalter des Internets leben gibt es immernoch Spieler die vielleicht ohne Online-Funktionen spielen möchten.

Mikrotransaktionen

Die Mikrotransaktionen haben einen wahren Shitstorm ausgelöst. Für einen weiteren Spielstand muss man 1.000 SV ausgeben, was umgerechnet 10,00 € sind. Das ist bei einem Spielpreis von circa 40,00 € schon ganz schön happig. Auch die später verfügbaren Erkundungstrupps können nur durch das Bezahlen von 1.000 SV erweitert werden. Auch wenn die Mikrotransaktionen in unserem Test nicht wirklich von Bedeutung waren, sehen wir das Thema doch sehr kritisch, weil es sich dabei um selbstverständliche Features handelt. Damit hat sich Konami keinen Gefallen getan.

Hier eine Übersicht der umstrittenen Mikrotransaktionen.

Hier eine Übersicht der umstrittenen Mikrotransaktionen.

Koop Modus

 

Die Missionsübersicht des Koop Modus.

Die Missionsübersicht des Koop Modus.

Der Koop Modus ist eines der besten Sachen die wir Metal Gear Survive abgewinnen konnten. Man kann zwar nicht mit seinen Freunden Dite erkunden, aber dafür mit bis zu vier Spielern Bergungs- und Rettungsmissionen bestreiten. Diese machen sogar echt Laune! Ihr startet in einem leeren Raum der wie das Base-Camp aufgebaut ist. Die Missionen könnt ihr in einer Spielerschnellsuche auswählen. Bei dieser Variante werden Spieler automatisch der Runde hinzugefügt. Diese bleiben auch bis zum Beenden des Koop Modus in eurem Raum. Oder ihr ladet eure Freunde ein und sucht euch eine Mission aus. Der Schwierigkeitsgrad ist recht knackig gehalten, war aber in unserem Test nie unfair. Es gilt der Satz „Eigene Fehler führen zum Scheitern“.

Nach erfolgreichem Abschließen findet eine Wertung statt.

Nach erfolgreichem Abschließen findet eine Wertung statt.

In den Bergungsmissionen müsst ihr mit einem Ressourcen Bagger Rohstoffe sammeln. Dieser befindet sich in einem Bereich der verteidigt werden muss. Ihr habt immer eine gewisse Vorbereitungszeit. In dieser stellt ihr Barrikaden, Waffensysteme oder Fallen. Denn der Bagger benötigt Zeit zum Schürfen, in der er unerbittlich von Gegnerwellen angegriffen wird. Die Dauer und Anzahl der Wellen kommt auf die Mission an. Zwischen jeder Welle gibt es eine Verschnaufpause. In dieser könnt ihr euch sammeln und verbrauchte Gegenstände nachfüllen und herstellen, um die Verteidung zu erneuern. Bei Erfolg regnet es Belohnungskisten. In diesen findet ihr viele nützliche Rohstoffe und Ausrüstung. Auch ein Belohnungssystem für den besten Spieler der Mission gibt es, da ihr während der Mission Punkte sammelt.  Natürlich verdient ihr auch Kuban-Energie.

In der Wertung des Koop Modus werden auch die einzelnen Teilnehmer bewertet.

In der Wertung des Koop Modus werden auch die einzelnen Teilnehmer bewertet.

Die Rettungsmissionen waren im unserem Test leider nicht verfügbar, da diese erst im aktuellsten Update hinzugefügt wurden. Wenn man das mit dem Online-Zwang und den Mikrotransaktionen ausblendet, sind die Online-Funktionen gut umgesetzt und können für echt spassige Abende sorgen.

Grafik:

Kommen wir zum letzten Punkt unserer Review. Metal Gear Survive basiert auf der Fox-Engine. Diese war 2015 seiner Zeit vorraus, weil sie nahezu fotorealistische Grafik erzeugt bei niedriger Rechenleistung. Natürlich erwartet man eine Steilvorlage des Titels. Leider merkt man, dass das Entwickler-Team von Kojima Productions nicht mehr im Hause Konami ist. Die Spielwelt ist recht lieblos gestaltet. Bis auf wenige sind die meisten Charaktere unschön gestaltet. Dies gilt für die Überlebenden, welche ihr im Laufe des Spiels rettet. Hier hätte Konami einiges rausholen können. Dennoch müssen wir sagen, dass das Spiel problemlos mit 60 Frames läuft.


Launch-Trailer:

Allgemeine Daten:

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Entwickler und Publisher: Konami Digital Entertainment

Genre: Survival

Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC

Spieldauer: variabel

Erscheinungsdatum: 22. Februar 2018

USK: 16

Sprache: Englisch mit deutschen Bildschirmtexten


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