Review: Naruto to Boruto: Shinobi Striker

   Montag, 22. Oktober 2018  
Naruto-to-Boruto-Shinobi-Striker-Review

Das Naruto Franchise hat schon so einige Spiele hervor gebracht, vor allem die Storm-Reihe konnte sich großer Beliebtheit erfreuen. Mit Naruto to Boruto: Shinobi Striker kam nun ein Spiel auf den Markt, welches für einige neue Erfahrungen sorgt. Vor allem das Zusammenspielen mit Freunden und anderen Spielern liegt hier im Fokus.
Ob das Spiel überzeugen kann und wie es sich von den bisherigen Naruto Spielen unterscheidet, werden wir euch in der folgenden Review erläutern.

Für diese Rezension wurde ein Blick auf die PS4 Version geworfen.

Gameplay

Einen richtigen Story-Modus besitzt das Spiel nicht, da es ein reines Multiplayer-Spiel ist. Man kämpft zwar gegen die Gegner, welche man aus der Handlung des Anime/Manga kennt, aber eben nicht auf die herkömmliche Art und Weise. Deswegen fällt an dieser Stelle die Rubrik „Story“ weg und wir kommen gleich zum Gameplay.

Charaktereditor:
Erstmals ist es in einem Naruto-Spiel möglich, seinen eigenen Charakter zu erstellen. Man kann sein komplettes Aussehen anpassen, dazu gehört Statur, Gesicht, Frisur und die Kleidung. Einige Dinge schalten sich allerdings erst im weiteren Spielverlauf frei, wodurch es eine stetig größer werdende Anzahl an Möglichkeiten gibt. Zudem gibt es einige Klamotten in verschiedenen Farben, wodurch es teilweise länger dauern kann, bis die gewollte freigespielt wird.
Doch neben dem Erscheinungsbild ist es natürlich auch möglich die Ausrüstung und Jutsus anzupassen. Es besteht die Auswahl aus vier verschiedenen Klassen, diese sind „Angriff“, „Fernkampf“, „Verteidigung“ und „Heilen“. Bei jeder Klasse gibt es andere Jutsus und Ausrüstungsgegenstände, die ausgewählt werden können. Die jeweiligen Jutsus sind auch immer mit einem Symbol versehen, damit man diese gleich zuordnen kann.

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Mein erstellter Charakter.

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Übersicht der Ausrüstung.

Lobby:
Startet man das Spiel, findet man sich immer zuerst in der Lobby wieder. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschehnisse. Hier trifft man auch auf Spieler aus der ganzen Welt und ihren eigenen Charakteren. Somit ist es ziemlich einfach neue Freunde für das gemeinsame Spielen zu finden. Zudem ist es auch möglich mit anderen Spielern zu interagieren. Anhand von Gesten kann man seine Gefühlslage ausdrücken, oder einfach herum albern.
Doch es gibt nicht nur selbst erstellte Charaktere in der Lobby, sondern auch bekannte Ninja aus Konoha. Da wäre zum einem der Ninja-Werkzeugladen für den Tenten zuständig ist. Hier ist es möglich Waffen, Kleidung oder andere Accessoires zu kaufen. Außerdem kann man hier seine „Schriften“ einlösen, welche durch das Abschließen von Missionen oder Rangaufstiege als Belohnung droppen. Diese unterscheiden sich in ihrer Seltenheit und haben dementsprechend hochwertigere oder nicht so hochwertige Ausrüstungsgegenstände in sich. Nebenan befindet sich das Gasthaus, hier muss man mit Sakura interagieren, um hinein zu kommen. Im Gasthaus können alle Dinge, die man freigespielt hat, angepasst und ausgerüstet werden. Z.B. kann man seinem Charakter neue Jutsus zuweisen, das Erscheinungsbild ändern und so weiter.

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Nach einem harten Kampf zusammen eine Runde ausruhen!

Geht man zu Sasuke kommt man in die Nin-Jutsu Bibliothek, hier wählt man seinen VR-Meister und bekommt Belohnungen von diesem, wenn man im Trainingsrang aufsteigt. Unter anderem handelt es sich bei den Belohnungen um Jutsus, die der jeweilige Meister anwendet. Die Meister sind bekannte Ninja aus dem Naruto-Universum, wie z.B Naruto, Kakashi, Pain und alle anderen üblichen Charaktere. Zudem begleiten einen die ausgewählten VR-Meister in Offline-Missionen.

Spielmodi:
Im Grunde gibt es nur zwei Spielmodi, die VR-Missionen und der Online-Modus. Was genau beide Modi mit sich bringen, wird im folgenden Abschnitt erklärt.

Die VR-Missionen, welche man bei Kakashi annimmt, sind im Grunde Geschehnisse aus der Naruto Shippuden Story. Diese sind allerdings nicht genau so wie im Manga/Anime. In den Missionen ist man allerdings nie alleine, wie bereits erwähnt ist der VR-Meister immer mit dabei und auch andere Ninja begleiten den Spieler.
Da die Missionen allerdings mit zunehmender Spieldauer immer schwerer werden, empfiehlt es sich diese als Koop-Mission abzuschließen. Hier ist es möglich mit Freunden oder anderen Spielern die Missionen zu bewältigen, was die Sache eindeutig einfacher und koordinierter macht. Das Problem ist einfach, dass die computergesteuerten Begleiter meist keine große Hilfe sind und somit die Gegner unnötig schwerer werden.

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Hier nimmt man VR-Missionen an.

Der Online-Modus hingegen bietet gleich mehrere Spielarten, diese sind Flaggen-Kampf, Basis-Kampf, Kampfgefecht und Barriere-Kampf. Man kann die Spielarten entweder als Schnelles Spiel bestreiten, oder in der Ninja-Welt-Liga. Beim Schnellen Spiel werden nach Abschluss ganz normal Belohnungen und Erfahrungspunkte verteilt. In der Ninja-Welt-Liga gibt es allerdings ein eigenes Rangsystem mit zeitlich begrenzten Events, bei dem alle Spieler auf der Welt Konkurrenten sind. Nur hier bekommt man Klassenpunkte, die einem im Ninja-Welt-Liga-Rang aufsteigen lassen. Am Ende eines Events bekommen die besten Spieler besondere Belohnungen. Somit bleibt die Motivation bestehen im Online-Modus zu spielen.

Kampfsystem:
Das Kampfsystem und die Steuerung ist ziemlich einfach gehalten, es gibt keine komplexen Kombinationen oder Steuerungen. Es gibt eine Taste für einfache Angriffe, Starke Angriffe, Ninja-Werkzeuge, Jutsus und so weiter. Diese können miteinander kombiniert, oder aneinander gereiht werden. So entstehen Kombinationen, die je nach Situation gewählt werden sollten. Spannend wird es dann im Online-Modus gegen andere Spieler, da die meisten die Schwächen der Klassen kennen. Als Fernkampf-Typ hat man ihm Nahkampf gegen einen Angriff-Typ kaum eine Chance, also muss man auf Abstand bleiben. So gleichen sich alle Klassen ziemlich gut aus, was für spannende Matches sorgen kann.
Der wohl größte Unterschied zu den bisherigen Naruto-Spielen ist allerdings das Kampfsystem an sich. Man spielt seinen Charakter in der Third-Person Ansicht und streift in Open-World Manier über die Karte. Hier lauern viele einfache Gegnerhorden auf einen, bis am Ende der Mission ein stärkerer Boss-Fight ansteht. Es gibt allerdings auch andere Arten von Missionen, in denen man z.B. Gegner daran hindern muss, ein Tor zu durchqueren. Im Online-Modus befindet man sich auf denselben Maps, allerdings kämpft man hier eben gegen andere Spieler.

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Die Gegner bekommen mein Blitz-Shuriken-Netz ab.

Alles in Allem macht das Spiel echt Spaß, besonders dass man seinen eigenen Ninja erstellen und gestalten kann, sorgt für eine gute Abwechslung. Somit ist auch der Sammelspaß von Gegenständen, Kleidung etc. gegeben, da man immer coolere Dinge freispielen will. Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, ist die Eintönigkeit bei den VR-Missionen. Es gibt einfach zu wenig unterschiedliche, denn im Grunde sind die meisten gleich. Lediglich die Gegner und Schwierigkeitgrade unterscheiden sich. Der Online-Modus hat mir hingegen viel mehr Spaß gemacht, sich gegen andere zu messen und Strategien für den Sieg zu entwickeln sorgte für viel Unterhaltung. Voraussetzung hierfür sind allerdings Freunde, mit denen man am Headset kommunizieren kann, da es sonst meist zu unkoordinierten Aktionen kommt.
Das einzige Negative, was mir am Online-Modus aufgefallen ist, ist die Balance zwischen Neulingen und erfahrenen Spielern. Als Neuling trifft man sehr oft auf fortgeschrittenere Gegner, die bereits viel bessere Jutsus besitzen. So wird es fast unmöglich ein Match zu gewinnen, was für viel Frust sorgen kann. Hier hätte ich mir einen Art „Neulings-Server“ oder ähnliches gewünscht.

Grafik

Bei der Grafik gibt es nicht nur Positives zu berichten, manche Dinge hätte man evtl. besser umsetzen können. Kommen wir aber zuerst mal zu den positiven Dingen. Die Grafik ist dieses mal noch näher am Anime dran, was einfach viel „realer“ wirkt. Wahrscheinlich ist dies aber nur eine Geschmackssache. Auch die Maps sind schön umgesetzt, diese sind sehr detailreich und sorgen für ein noch größeres Naruto-Feeling. Bei den Jutsus verhält es sich genau so, sie sehen einfach klasse aus.
Schade ist allerdings, dass die Gestik und Mimik der Personen in den Sprechszenen kaum vorhanden ist und diese sehr emotionslos wirken. Zudem gibt es leider keine richtigen Cutscenes, die für epische Momente sorgen könnten. Auch hier kann man wieder den Vergleich zur Storm-Reihe nehmen, wo die Cutscenes einfach ein optischer Leckerbissen sind. Aus diesen Gründen gibt es hier Abzüge für das Spiel, welches dennoch klasse aussieht.

Eine der schön gestalteten Maps.

Eine der schön gestalteten Maps.

Sound

In dieser Kategorie gibt es nichts auszusetzen, die Soundtracks im Menü und in den Kämpfen sind im typischen Naruto-Stil gehalten. Das selbe gilt für die Geräusche in einem Kampf, wie bei Jutsus, normalen Angriffen, das Laufen auf Wasser und so weiter.
Bei der Sprachausgabe hat man die Wahl zwischen dem japanischen Original und der englischen Version. Wie so oft klingt es auf japanisch einfach besser.

Allgemeine Daten

Genre: ActionShinobi-Striker-Cover

Plattform: PlayStation 4, Xbox One

Spieldauer: variabel

FSK: 12

Erscheinungsdatum: 31. August 2018

Sprache: Japanisch/Englisch mit deutschen Bildschirmtexten

 

 

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