Review: One Piece Pirate Warriors 4 – PlayStation 4-

   Samstag, 18. April 2020   ,
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Das Musou Game zu One Piece geht mit One Piece Pirates Warriors 4 in die nächste Runde. Somit erwarten euch wieder Horden an Gegnern, welche ihr mit den beliebtesten Charakteren aus Eiichiro Odas Meisterwerk ordentlich wegfegen könnt!

Erschienen ist der vierte Ableger der Pirate Warriors Serie am 27. März. Dabei könnt ihr die Abenteuer der Strohhut-Piraten auf allen aktuellen Plattformen und den PC erleben. Uns hat BANDAI NAMCO Entertainment Europe die Version für die PlayStation 4 überlassen. Ob sich der erneute Sturz ins Getümmel lohnt, erfahrt ihr wie immer in unserer Review!

Achtung! Diese Review kann Spoiler zu One Piece Pirate Warriors 4 sowie zum aktuellen Stand des Anime und Manga enthalten!


Handlung:

Reichtum, Macht und Ruhm. Der Mann, der sich das alles erkämpt hat, war Gol D. Roger, der König der Piraten. Als er hingerichtet wurde, waren seine letzten Worte: „Ihr wollt meinen Schatz? Den könnt ihr haben! Sucht ihn doch! Irgendwo habe ich den größten Schatz der Welt versteckt!“. Dieser Schatz ist das One Piece und er liegt irgendwo auf der Grand Line. Damit brach das große Piratenzeitalter an!

ONE PIECE: PIRATE WARRIORS 4_20200326200051Diesmal beginnt ihr im Alabasta-Arc

Auch One Piece Pirate Warriors 4 beginnt, typisch für das Franchise, mit einer der wohl bekanntesten Einleitungen in Manga und Anime. Wobei das nicht ganz richtig ist. Die Handlung beginnt mit einem kurzen Ausblick auf das, was aktuell in der deutschen Publikation des Manga behandelt wird. Um euch nicht zu spoilern, verzichten wir auf die Einzelheiten. Sobald dieser Prolog beendet ist, startet das Spiel bei dem eingangs erwähnten Zitat und lässt euch eine kleine Zeitreise durch die Vergangenheit durchleben. Dabei beginnt ihr im Alabasta Arc und nehmt immer weiter Kurs auf die aktuelle Handlung. Wer sich jetzt Sorgen machen sollte, dass man wirklich erneut alles durchkauen muss, den können wir beruhigen: Die Entwickler haben den größten Teil der Story in kürzeren Rückblicken zusammengefasst und schicken euch nur auf einen Bruchteil der Schlachtfelder der Pre-Story.

Dies finden wir sehr gut, da man somit auch als kompletter One Piece Neuling die Geschichte von Anfang an nachvollziehen kann. Und alle Fans, denen es dennoch wie ein Deja Vû vorkommen sollte, können die Sequenzen auch überspringen. Trotz alle dem ist die nostalgische Reise der Strohhüte immer wieder schön anzusehen. Deshalb sind wir begeistert, dass BANDAI NAMCO Entertaiment Europe eine fast spoilerfreie Lösung für den aktuellen Arc gefunden hat.


Gameplay:

One Piece Pirate Warriors 4 reiht sich mit diesem Ableger in das beliebte Musou Genre ein. Dieses Genre ist darauf ausgelegt mit einem Charakter über das Schlachtfeld zu rennen und sich Horden von Gegnern entgegenzustellen. Auch, wenn dies im ersten Moment so klingt, als hätte man keinen neuen Ideen mehr für die Gaming Adaption von One Piece, können uns die verantwortlichen Entwickler Omega Force und Koei Tecmo Holdings immer wieder vom Gegenteil überzeugen. Denn mit neuen Elementen und dem Online-Koop im Kampagnen-Modus, kann das Spiel auch beruhigt einen fünften Ableger erhalten. Es macht theoretisch mit jedem neuen Teil einen Sprung nach vorne. So sind die Missionen zwar vom Grundprinzip typisch, wie man es vom Genre kennt, aber dennoch wieder sehr verschieden in der Umsetzung. Für eine Mission auf Enies Lobby haben wir eine ganze Stunde benötigt. Und dies hatte nicht nur den Grund, weil wir alle Gebiete eingenommen haben. Man bekommt immer wieder kleinere Nebenaufgaben zugeteilt und muss auch gegen mehrere Bosse antreten.

ONE PIECE: PIRATE WARRIORS 4_20200416173251So sieht die Kapitelauswahl aus.

Auch die Masse der Gegner hat ordentlich zugenommen. Wir können uns noch an den ersten Ableger erinnern: Da war man schon begeistert, wenn man in einer Mission so um die 1000 Gegner niederstrecken konnte. Dies sind im Vergleich zum vierten Installment Peanuts. Alles unter 2000 besiegten Gegnern grenzt an reiner Faulheit. Aber auch die unterschiedlich wechselnden Aufgaben innerhalb einer Mission haben uns sehr positiv überraschen können. Von „halte Gegner A auf“ bis hin zu „öffne die Tore C und E“ – es gibt immer etwas anderes das euch erwartet. Außerdem kann der Schwierigkeitsgrad sehr moderat werden, besonders in den Nebenaufgaben, die gestellt werden können. Deswegen sollte man sich gut überlegen, ob man einfach die Mission bestreitet oder es doch mit dem kürzlich aufgetauchten Admiral der Marine aufnimmt. Dies kann schnell ein böses Ende nehmen. Aber auch dafür kann man zur Not den Schwierigkeitsgrad etwas nach unten schrauben.

ONE PIECE: PIRATE WARRIORS 4_20200410200946Wer die Herausforderung sucht, kann sich hier versuchen!

Neben der Hauptkampagne habt ihr natürlich die Möglichkeit alle Missionen im Modus „Freies Logbuch“ nachzuspielen. Aber auch der Modus „Schatz Logbuch“ erweckte bei uns besonderes Interesse. Denn dieser ist der einzige Modus, welcher nicht im Schwierigkeitsgrad angepasst werden kann. Ihr könnt dort nämlich besondere Episoden spielen, welche auf bestimmte Charaktere zugeschnitten sind. Dabei erhaltet ihr unterschiedliche Belohnungen. Wie man es auch von der Pirate Warriors Reihe gewohnt ist, gibt es wieder eine Galerie, die mit euren Spielfortschritten immer weiter gefüttert wird.

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Wer die Pirate Warriors Reihe kennt, weiß, dass man die Fertigkeiten der spielbaren Charaktere mit Münzen aufwerten kann. Diese erhaltet ihr von Bossgegner, durch Nebenaufgaben und Schatztruhen. Anders als in den vorherigen Teilen sind diese zwar mit dem jeweiligen Charakterbild versehen, werden aber auch für die allgemeine Verbesserung der Statuswerte verwendet, um spezielle Fähigkeiten zu erlangen. Außerdem sammelt ihr fleißig die One Piece eigene Währung „Berries“, welche ebenfalls zum Aufstocken der Kampfeigenschaften benötigt werden. Auch hier hat man sich wieder Gedanken über eine Verbesserung alter Spielelemente gemacht und diese gut umgesetzt.

ONE PIECE: PIRATE WARRIORS 4_20200416173314Die klassische Galerie, welche in keinem Pirate Warriors fehlen darf!

Wem die Strohhüte irgendwann zu langweilig werden, der kann neben diesen neun Piraten zwischen insgesamt 43 verschiedenen Charakteren des One Piece Universums wählen. Weitere sollen noch durch DLCs folgen. Jeder dieser Charaktere unterscheidet sich dabei sehr stark in den Fähigkeiten, der Handhabung und den Statuswerten. Monkey D. Luffy ist ja für seine Gum-Gum-Kräfte bekannt, wodurch er ein sehr guter Allrounder ist genauso wie Roronoa Zoro. Usoppo eignet sich mehr als Fernkämpfer, während Sanji hauptsächlich für seine Schnelligkeit und den Nahkampf bekannt ist. Wenn man eine Mission also nicht auf Anhieb schaffen sollte, kann man nochmal in sich gehen und anhand der unterschiedlichen Kampfstil-Typen seine Strategie noch einmal überdenken.

Um alles zusammen zu fassen: One Piece Pirate Warriors 4 kann uns trotz seiner treugebliebenen Linie erneut an den Controller fesseln. Zwar mag es auf den ersten Blick wie jeder andere Teil der Reihe aussehen, dies täuscht aber. Mit abwechslungsreichen Aufgaben innerhalb der Missionen, einem moderaten Schwierigkeitsgrad, die Wahl zum Koop im Online-Modus wie auch Splittscreen und der Vielzahl an unterschiedlichen Charakteren, ist One Piece Pirate Warriors 4 ein Spiel, mit dem man eine ganze Menge Zeit verbringen kann. Und wer eine immer mehr zunehmende Herausforderung sucht, wird den Schatz Logbuch-Modus lieben.


Grafik:

ONE PIECE: PIRATE WARRIORS 4_20200410200424Grafisch zwar nicht Triple-AAA, dafür sehr gut ausbalanciert!

One Piece Pirate Warriors 4 zählt zwar nicht zu den grafischen Hinguckern, bietet aber dennoch eine sehr schöne Optik, die der Piraten Saga würdig ist. Es wäre schließlich merkwürdig, wenn One Piece im Fotorealismus dargestellt werden würde. Dennoch macht die typische Anime Optik einiges her. Und auch in Sachen Umgebung konnte der neuste Teil der Reihe einen Sprung nach vorne machen. Denn mittlerweile werden auch Gebäude in Mitleidenschaft gezogen und können sogar komplett abgerissen werden. Außerdem sind die Massen an Gegnern und die Größe der Schlachtfelder ebenfalls eine andere Hausnummer. Wie bereits im Gameplay beschrieben, kann es aufgrund der Neuerungen in Sachen Terrain und Gegner zu ausgelassenen Schlachten kommen. Dabei macht die Konsole aber nicht schlapp. Auf der PlayStation 4 Pro kam es während unseres Test nie zu einem Leistungseinbruch.

ONE PIECE: PIRATE WARRIORS 4_20200416225947Hier ein kleiner Ausblick, welche Massen auf euch warten.

Zwar nicht für die Review der PlayStation 4 Version relevant, möchten wir euch einen kleinen Leistungsvergleich zur Nintendo Switch Version liefern. Bis auf minimale Unterschiede in Auflösung und Bildrate, steht die Nintendo Switch der PlayStation 4 Version in nichts nach. Auch im Handheld Mode konnte das Spiel sein volles Leistungspotenial entfalten. Deswegen kann man auch beherzt zur Nintendo Switch Version greifen. Vor allem, wenn man unterwegs Lust verspürt sich durch Marine- oder Piratenmassen zu kämpfen.

Launch-Trailer One Piece Pirate Warriors 4

Allgemeine Daten:

51hWvHcSWnLPublisher: BANDAI NAMCO Entertainment Europe

Entwickler: Omega Force, Koei Tecmo Holdings

Genre: Beat’em Up, Musou

Plattform: PlayStation 4

Spieldauer: mind. 30h

Erscheinungsdatum: 27. März 2020

USK: 12

©2020 BNI, Eiichiro Oda/Shueisha

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