Review: One Piece World Seeker

   Freitag, 26. April 2019  
One-Piece-World-Seeker-Review

Mit One Piece World Seeker schafft es mal wieder ein neues Spiel des Franchises auf die aktuellen Heimkonsolen und den PC. Als das Spiel angekündigt wurde und erste bewegte Bilder zu sehen waren, stieg die Vorfreude bei einigen Fans ziemlich an. Endlich ein richtiges Open-World-Game von One Piece! Mit One Piece Unlimited World Red (Erscheinungsjahr 2014) gab es bereits erste Ansätze wie so ein Game aussehen könnte.
Wir haben uns den Titel mal genauer angesehen und in der folgenden Review erfahrt ihr, ob der Titel überzeugen konnte und wie sehr Open-World das Ganze wirklich ist.

Für diese Rezension wurde ein Blick auf die PS4 Version geworfen.

Handlung

In One Piece World Seeker befindet man sich auf der sogenannten Gefängnisinsel, welche früher Juweleninsel genannt wurde. Schnell merkt man auch woher dieser ehemalige Name kommt, denn auf der ganzen Insel befinden sich vereinzelt riesige Juwelen. Deshalb war die Insel ein begehrtes Ziel vieler Piraten und Räuber. Mittlerweile steht die Gefängnisinsel allerdings unter dem Schutz der Marine und es scheint Ruhe einkehrt zu sein.
Doch mit der Zeit gibt es immer mehr Marine-Gegner, die zu größeren Gruppen mutieren, so entsteht eine Art Bürgerkrieg auf der Insel. Die Anführerin der Marine-Gegner ist Jeanne, ihr Ziel ist es den Frieden auf der Insel wieder herzustellen und ihr wieder ihren ursprünglichen „Glanz“ zurückzugeben. Dabei bittet sie Ruffy und seine Crew um Hilfe, die natürlich nicht lange zögern und ihr zur Seite sehen. Auf der Seite der Marine-Befürworter steht allerdings Jeannes Bruder Isaac, er ist der Gefängnisdirektor der Insel und somit eine mächtige Person. Doch schon bald ist er nicht mehr der einzige Feind den Jeanne, Ruffy und seine Freunde auf der Insel haben!

Hier muss man ein großes Lob für das Spiel aussprechen, denn das Game hat eine komplett neue und eigene Story. Dazu kommen auch neue Charaktere, die extra für das Spiel von Eiichiro Oda entworfen wurden. Meist spielt man bei Anime-Games einfach nur die Story aus dem Anime nach, mit kleinen Abweichungen oder „Was wäre wenn“ Szenarios. Zudem ist die Story an sich auch glaubwürdig und am Ende sogar ziemlich emotional. Aus diesem Grund gibt es hier nichts zu meckern.

Gameplay

Open World:
Man kann mit Ruffy praktisch die ganze Insel abklappern und verschiedenste Dinge erledigen. Entweder verfolgt man seine Missionsziele, sammelt Items und Rohstoffe oder erkundet einfach die Gegend. Hierbei kommen einem natürlich immer wieder Gegner in den Weg, die es dann zu besiegen gilt. Wie üblich, gibt es auch verschiedene Gebiete, die sich von einander unterscheiden.
Doch leider kann bei dem Spiel nicht von einem kompletten Open World Erlebnis gesprochen werden, denn es gibt die ein oder andere Einschränkung. Möchte man z.B. auf einen Berg/Hügel gelangen, gibt es oft nur einen vorgegeben Weg. Die größte Einschränkung ist allerdings, dass es nicht möglich ist Gebäude zu betreten. Oft stehen Läden oder Bars sogar offen, doch eine unsichtbare Wand blockiert einem den Zugang. Ein weiter Minuspunkt sind leeren Städte und Gebiete. In der größten Stadt des Spiels, trifft man nur auf wenige Leute, wodurch diese ein wenig leblos wirkt. In der Natur trifft man so gut wie keine Personen an. Um das Ganze lebendiger wirken zu lassen, hätte man Tiere oder andere Wesen mit einbauen können. Davon gibt es in One Piece ja genug. Diese Punkte gehören einfach zu einem Open World Spiel dazu.

Ein Teil der Map.

Ein Teil der Map.

Haupt- & Nebenmissionen:
Der einzige Unterschied zwischen den Haupt- und Nebenmissionen ist eben der, dass man bei den Hauptmissionen die Handlung voran treibt. Es gibt allerdings verschiedene Arten von Missionen. Meist muss man gewisse Personen oder Gegner finden und diese beschützen oder eben besiegen, wofür man dann belohnt wird. Dann gibt es Aufträge, bei denen es gewisse Gegenstände zu finden gilt. Am meisten Spaß bereiten allerdings die Schatzsuchen, hier erhält man nur eine Schatzkarte mit kleinen Hinweisen zum Fundort des Schatzes. Um den Schatz zu finden sollte man sich gut auf der Karte auskennen und auf besondere „Merkmale“ auf der Insel achten, da diese ein guter Anhaltspunkt sind. Hier können schon mal gut einige Minuten vergehen, bis der Schatz dann endlich gefunden ist.

Steuerung:
Die Steuerung ist auch bei One Piece World Seeker ziemlich einfach gehalten, es gibt keine schweren Tastenkombinationen. Allerdings gibt es viele kurze Tastenkombinationen, mit denen man verschiedenste Fähigkeiten einsetzen kann. Hier braucht es eine gewisse Zeit bis man alle auswendig drauf hat, das ein oder andere Mal vertippt man sich dann doch gerne.
Leider ist die Steuerung in manchen Situationen etwas sperrig, wodurch es das ein oder andere Mal zu Frustmomenten kam. Oftmals kommt man nicht auf den gewünschten Vorsprung und landet dann wieder ganz unten. Noch schlimmer ist es allerdings bei Kämpfen, wenn man einer Attacke des Gegners nicht richtig ausweichen kann und dann getroffen wird. Auch die Kamera kommt oftmals nicht mit, wodurch man den Gegner aus den Augen verliert. Somit kommt es oft zu unnötigen „Toden“, die für ordentlich Frust sorgen.

Fähigkeiten & Ausrüstung:
Bei den Fähigkeiten gibt es mehr als genug Auswahl. Aufgebaut ist das Ganze mit einem Skillbaum und verschiedenen Bereichen. So kann man selbst entscheiden, was man freischalten oder upgraden möchte. Anfangs war es ohne bestimmte Fähigkeiten schwerer oder sogar unmöglich an gewisse Punkte auf der Karte zu kommen. Da wäre z.B. die Gum-Gum-Rakete, mit der es möglich ist lange Distanzen in der Luft zurück zu legen. Ohne die Fähigkeit konnte man die ein oder andere Schlucht oder erhöhte Postionen nicht überwinden/erreichen. Dann gibt es noch die beiden Hakiarten, welche man skillen kann. Da wäre das Beobachtungshaki und dann Rüstungshaki. Beide bringen verschiedene Angriffe und Fähigkeiten mit sich mit und können je nach Gegner und Situation von Vorteil sein.
Bei der Ausrüstung gibt es nicht ganz so viele Möglichkeiten. Im Grunde kann man hier nur die Angriffe verstärken, die Abwehr oder die Lebensenergie erhöhen. Zu guter Letzt wären da noch die verschiedenen Outfits für Ruffy. Hier gibt es bekannte Outfits aus Filmen und Specials des Animes, welche dann im Spiel getragen werden können.

Der Skillbaum.

Der Skillbaum.

Auf die Frage ob One Piece World Seeker ein richtiges Open World Abenteuer ist, würde ich mit jaein“ antworten. Wie bereits erwähnt, gibt es hierfür zu viele Begrenzungen, die einem das Open World Feeling ein wenig wegnehmen. Zudem finde ich das es zu wenig Abwechslung gibt, denn die Missionen sind im Grunde immer das gleiche.
Die Steuerung hat mich nicht selten einige Nerven gekostet. Am ärgerlichsten ist es, wenn der Kampf nur deswegen verloren wirdt. Ansonsten ist die Steuerung vollkommen in Ordnung. Das Skillen der Fähigkeiten finde ich jedoch super, hier gibt es wirklich viel zum Freischalten. Auch die neuen Fähigkeiten einzusetzen, bringt wirklich Spaß. Die Ausrüstungsgegenstände hingegen habe ich kaum genutzt, in meinen Augen haben diese nicht all zu viel gebracht.

Grafik

Optisch sieht das Game wirklich klasse aus. In manchen Momenten genießt man einfach nur die Aussicht auf die schönen Landschaften der Insel. Auch das Charakterdesign ist super, man erkennt einfach sofort den One Piece Stil. Allerdings wiederholen sich das Design sehr oft, somit gibt es einige Personen mehrfach. Ein weiterer Minuspunkt muss bei den Dialogen vergeben werden, denn hier wirken die Charaktere ziemlich emotionslos. Der Mund bewegt sich einfach nur auf und zu und passt meist nicht mal zu dem Gesprochenen. Das gleiche gilt für die Animationen in Cutscenes, diese beschränken sich nur auf ein Minimum. So kommt es immer wieder vor, dass z.B. Ruffy genau den gleichen Gesichtsausdruck und die dazugehörige Bewegung in einer Szene macht.

Ruffy in seinem Outfit aus One Piece: Gold.

Ruffy in seinem Outfit aus One Piece: Gold.

Sound

Musikalisch gibt es absolut nichts zu meckern, die Soundtracks sind typisch für One Piece und von daher genau richtig. Leider gibt es hier allerdings zu wenig Abwechslung. Auch die anderen Sounds wie z.B von Attacken und Umgebung sind einwandfrei. Die Sprachausgabe im Spiel gibt es nur auf Japanisch mit deutschen Untertiteln, hierbei handelt es sich natürlich um die originalen Sprecher. Sehr schade ist allerdings, dass die Dialoge teilweise nicht synchronisiert sind. Oft kommt es vor, dass nur ein Wort zu Beginn des Satzes gesprochen wird, oder eben gar nicht. Hier wurde wohl Arbeit und Zeit eingespart, was dem Spiel leider etwas schadet.

Allgemeine Daten

World-Seeker-CoverGenre: Action

Entwickler/Publisher: Ganbarion/Bandai Namco

Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC

Spieldauer: variabel

FSK: 12

Erscheinungsdatum: 15. März 2019

Sprache: Japanisch mit deutschen Bildschirmtexten


Quelle: BANDAI NAMCO Entertainment Europe
Bilder/Videomaterial: ©BANDAI NAMCO Entertainment

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