Review: Parasyte – The Maxim – Vol.2

   Montag, 1. Oktober 2018   ,
Parasyte-Review-2

Bereits Vol. 1 von Parasyte – The Maxim hat gezeigt, welches Potenzial in dem Anime steckt. Eine sehr spannende und bewegende Story, tolle Charaktere, klasse Animationen und eine gute Synchronisation.
Ob Parasyte mit Vol. 2, welche am 27. Juli 2018 veröffentlicht wurde, genau so positiv abschneiden wird und ob die Story weiterhin spannend bleibt, erfahrt ihr in der folgenden Review.

Für diese Rezension wurde ein Blick auf die Blu-ray Version geworfen.


Story

Ein Parasit hat Shinichis Mutter umgebracht und sich ihres Körpers bemächtigt. Nun ist der außerirdische Eindringling auf dem Weg zum Vater, um auch ihn zu töten. Shinichi, der dank Migis schneller ärztlicher Versorgung den Angriff des nach Blut lechzenden Monsters überlebt hat, macht sich sofort auf den Weg, um seinen Vater zu retten. Kaum bei ihm angekommen, nimmt Migi die Anwesenheit eines Artgenossen wahr. Doch anstatt auf den gesuchten Mörder, treffen sie auf einen verängstigten Mann namens Mamoru Uda. In seinem Kiefer hat sich ebenfalls ein parasitärer Alien eingenistet. Sie freunden sich an und gemeinsam beschließen sie, den Feind aufzuhalten. Doch wird Shinichi wirklich seine eigene Mutter töten können?

Die Handlung von Parasyte wird immer spannender, der größte Grund hierfür dürfte wohl die Veränderung von Shinichi, nach dem Tod seiner Mutter, sein. Zudem kommt hinzu, das die Parasiten immer schlauer und gefährlicher werden. Einige schließen sich sogar zusammen und versuchen sich in der Politik. Somit stellt sich weiterhin die Frage! Können die Parasiten die Menschheit beherrschen oder sogar auslöschen?

So sieht Shinichi nach seiner Veränderung aus.

So sieht Shinichi nach seiner Veränderung aus.

Der Anime macht genau da weiter, wo er aufgehört hat. Er zeigt uns jedoch nicht nur unsere Schwächen sondern auch die der Parasiten. Man könnte glatt meinen das Ganze sei „real“ und Parasiten leben wirklich unter uns. Besonders der Punkt, an dem die Parasiten versuchen in der Politik durchzustarten, hat mir gut gefallen. Es zeigt, dass sie nicht nur primitive Menschenjäger sind. Dieser Kampf Mensch gegen Parasit gefällt mir einfach richtig gut, da es in der Realität wohl ähnlich ablaufen würde.


Charaktere

Hier glänzt Parasyte weiterhin, denn die Charakterentwicklung von Shinichi und Migi ist einfach riesig. Shinichi entwickelt sich eigentlich komplett zum Gegenteil, statt zurückhaltend und liebevoll, ist er jetzt selbstbewusst und kalt. Ein gutes Bespiel ist die Szene, in der er und Satomi einen toten Hund finden und er diesen einfach in die Mülltonne wirft. So etwas hätte er vor seiner Veränderung nie gemacht, was seinen Mitmenschen natürlich auch auffällt.
Zudem kommen auch andere interessante Charaktere hinzu, z.B. Mamoru Uda, der wie Shinichi einen Parasiten in sich trägt, der nicht in das Hirn seines Wirtes vordringen konnte.

Satomi Murano ist ein junges Mädchen das auf Shinichis Schule geht. Anfangs sind die beiden nur befreundet, doch schon bald entwickelt sich zwischen den beiden mehr. Sie ist ein sehr fürsorgliches Mädchen, das sich schnell in andere hineinversetzen kann. Dennoch fällt es ihr schwer Gefühle zu zeigen, vor allem bei Shinichi.
Als er jedoch seinen Charakterwandel durchmacht, beginnt auch für Satomi eine schwere Zeit. Sie merkt sofort, dass etwas nicht mit ihm stimmt, denn er hat plötzlich einige gute Eigenschaften verloren. Das Ganze geht sogar so weit, dass sie ihn als andere Person wahrnimmt und sich von ihm ein wenig distanziert.

satomi-murano

Satomi Murano

Mamoru Uda wurde, wie bereits oben erwähnt, vom gleichen Schicksal wie Shinichi ereilt. Der Parasit, der seinen Körper übernehmen wollte, konnte nicht bis in Gehirn vordringen. Sein Parasit, welchen er Joe nennt, sitzt in seinem Hals. Er ist ist sehr emotional und beginnt deswegen auch oft zu weinen. Dennoch kann er sehr gut mit anderen Menschen mitfühlen, so auch bei Shinichi. Man sieht es ihm förmlich an, dass er glücklich damit ist, mit Shinichi einen Leidensgenossen und Freund gefunden zu haben.

Joe

Mamoru und sein Parasit „Joe“.


Animation/Audio

Natürlich hat sich die Animation im Vergleich zu den ersten Folgen nicht verschlechtert, im Gegenteil, man ist immer mehr von der guten Animation verblüfft. Parasiten und ihre abstrakten Körper sehen einfach klasse aus, ein gutes Beispiel hierfür sind Mamoru und Joe. Wenn Joe aus seinem Hals zum Vorschein kommt wirkt das Ganze schon recht schräg und eher harmlos statt bedrohlich.
Eine Szene jedoch hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Als ein Parasit Shinichis Schule angreift, muss er diesen stoppen. Jedoch macht er dies nicht auf die normale Art in einem Nahkampf, sondern indem er einen Stein aus mehreren hundert Metern Entfernung wirft. Durch die super Animation wirkt der Wurf einfach noch viel wuchtiger, was für ein kurzes Staunen sorgt.

Kurz und knapp, die Animation ist auf einem hohen Niveau und schön anzusehen.

Auch audiovisuell überzeugt der Anime weiterhin, die musikalische Untermalung von Ken Arai passt einfach wie die Faust aufs Auge zu den Geschehnissen in der Handlung. Opening und Ending haben sich auch nicht verändert und sorgen weiterhin für ein musikalisches Highlight vor und nach der Folge.


Deutsche Synchronisation

Für die deutsche Umsetzung von Parasyte – The Maxim wurden die Oxygen Sound Studios aus Berlin beauftragt.

Charakter Synchronsprecher
Shinichi Izumi Julian Tennstedt
Migi Cathlen Gawlich
Satomi Murano Lydia Morgenstern
Mamoru Uda Hans Hohlbein
Joe Santiago Ziesmer

Die wichtigste Frage bei diesem Punkt ist natürlich die, ob die neu hinzugekommenen Charaktere ebenfalls gut besetzt worden sind? Die Antwort lautet: ja. Bei dem Parasit „Joe“ erkannte man die Stimme von Santiago Ziesmer sofort, der für seine bekannteste Sprecherrolle als Spongebob bekannt ist. Da er im Animebereich alles andere als unerfahren ist, merkt man auch hier seine tolle Arbeit. Wie bei im Originalton haben die Parasiten eine grelle Stimme, wodurch er einfach super zu der Rolle passt.
Doch auch Hans Hohlbein mit seiner Rolle als Mamoru Uda zeigt deutlich, dass er sehr erfahren und gut in seinem Job ist. Unter Animefans ist er vor allem für die Stimme des Kaioshins aus Dragon Ball Z bekannt. Den ängstlichen Mamoru spricht er wirklich gut, sodass das Ganze sehr glaubhaft rüber kommt.

Zusammengefasst kann man sagen, der Sprechercast ist hoch besetzt, was sich auch eindeutig im Ergebnis der Synchronisation widerspiegelt.

Extras:
Parasyte Vol. 2 kommt als Digipack im Schuber und beinhaltet neben der Disc sechs Tatoos.


Allgemeine Informationen

Parasyte-vol2-coverVeröffentlichung: 27. Juli 2018

Sprache: Deutsch, Japanisch

Untertitel: Deutsch

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Publisher: Kaze Anime (AV Visionen)

Produktionsjahr: 2014

Spieldauer: 150 Minuten

 

 

 

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