Review: Somali und der Gott des Waldes Band 1

   Dienstag, 7. Januar 2020   ,
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Noch ein weiterer Manga aus dem Repertoire von Manga Cult: Somali und der Gott des Waldes Band 1, erreichte uns in der Weihnachtszeit. Die schöne Geschichte rund um das kleine Menschenmädchen durften wir uns ansehen und werden euch im Folgenden verraten, warum man hier mal einen Blick riskieren sollte.

Handlung


Klappentext:

Vor langer Zeit herrschte Krieg zwischen Menschen und Monstern. Die Menschen verloren.

Vertrieben, gejagt und nahezu ausgelöscht, ist von den Menschen heute kaum noch eine Spur verblieben. Tierwesen, Sagengestalten und andere phantastische Monster leben in Frieden in den Städten.

Doch tief in einem Wald trifft ein Golem auf ein junges Mädchen. Der Golem ist ein Hüter des Waldes, der nur noch ein Jahr zu leben hat. Das Mädchen ist ein Mensch. Gemeinsam brechen die beiden auf, um die letzten Menschen zu finden …


somali_und_der_gott_des_waldes_01_rgb-ec70c408-afa21a31Die Geschichte beginnt Mitten in der Handlung. Nur durch den Klappentext und im Laufe der Geschichte, bekommt man die Informationen, die man brauch um die Puzzleteile rund um Somali und den Dämonen zusammenzusetzen. Es handelt sich hier um eine bisher seichte Fantasy-Geschichte, die in einer uns nicht bekannten Zukunft spielt. So ziemlich alle Lebewesen die man sich nur vorstellen kann, Leben zivilisiert im Stile der Menschen, in Städten. Nur die Menschen selbst nicht. Diese sind nahezu ausgestorben und schwer auffindbar. Der Golem hat es sich zur Aufgabe gemacht, das kleine Menschenjunge zu seiner Familie zu bringen. Wie die beiden zueinander gefunden haben, wird noch nicht verraten. Generell sind noch einige Fragen zur Handlung und zum Verlauf offen. Die beiden Protagonisten sind hier auf ihrem Weg um weitere Menschen zu finden, Somali ist durch eine Kapuze getarnt und soll ein Monster darstellen. Der Golem, welcher künstlich erschaffen wurde und somit keinerlei Gefühle oder Emotionalität besitzen soll, erfüllt seine Aufgabe gewissenhaft und äußerst penibel. So bittet er einen Magier, dessen Weg sie zufällig kreuzen, ihm die Kenntnisse der medizinischen Versorgung beizubringen, sodass er Somali verarzten kann, falls dies nötig sein sollte. Auch scheint er nach und nach Empfindungen in  sich zu entdecken, die eigentlich nicht vorhanden sein sollten.

Hier sind bisher weder actionhaltige Szenen, noch spannende Wendungen enthalten. In der Handlung ist weder Gewalt enthalten, noch findet man Brutalität oder ähnliches. Der Manga liest sich eher wie ein Märchen. Von Kapitel zu Kapitel kommen die Protagonisten voran und halten inne um Begegnungen zu machen, oder Erkenntnisse zu erhalten. Es ist ein leicht zu lesendes, fantastisches Abenteuer.


Die Zeichnungen

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Somali to Mori no Kamisama © 2015 by YAKO GUREISHI / NSP

Die Zeichnungen sind wirklich außergewöhnlich. Es handelt sich hier um derartig detailreiche Zeichnungen, dass sogar die Details noch Details haben. Wirklich, man kann auf einer Seite mehr Entdecken und Anschauen, als Lesen. Das macht den Manga ungemein lebendig. Der Mangaka hält sich hier an einen recht realistischen, plastischen Stil. Will meinen: Materiale, Stoffe, Haare, Pflanzen, alles wirkt sehr realitätsnah und fast greifbar. Dafür, dass es sich hier um einen Fantasy-Manga handelt, fühlt man sich doch in die Welt eines Grimms Märchen versetzt. Die Umgebung ist meist die eines Waldes, oder einer mittelalterlich anmutenden Stadt. Überspitzt dargestellt könnte man das so beschreiben: befinden wir uns im Wald, wird jedes Blatt eines Baumes dargestellt und jede Blüte am Wegesrand ist zu sehen. Befindet man sich in der Stadt, sind Ziegel und die Maserung von Holz zu erkennen. Es ist zu erkennen wieviel Mühe jedes Panel macht und wie liebevoll der Gureishi hier gearbeitet hat.

Dies in Zusammenhang mit der eher ruhigen Story, schafft ein absolut passendes Gesamtbild. Man kann hier versinken wie in einem Bilderbuch.

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Somali to Mori no Kamisama © 2015 by YAKO GUREISHI / NSP


 

Die Aufmachung

Der Manga selbst ist, wie alle Manga von Manga Cult, etwas größer als der Durchschnittsband und das Cover zeigt schon gut, was einem in diesem Manga erwartet. Er ist hübsch anzusehen und bietet allein auf dem Cover schon ein schönes Artwork, was zum Kauf einläd. Im Manga enthalten ist am Ende ein Nachwort von Yako Gureishi persöhnlich. Dazu gibt es immer niedliche Sidestorys, die den Manga nochmal abrunden und weiter so sympathisch halten.

Leider gibt es keine Vorschau auf den nachfolgenden Band. Ansonsten ist man aber rundum zufrieden und möchte gerne wissen, wie es weitergeht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allgemeine Informationen: 

  • Taschenbuch: 172 Seiten
  • Verlag: Cross Cult; Auflage: 1 (7. November 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 1,8 x 21 cm

 

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