Review: Splatoon 2 (Switch)

   Dienstag, 8. August 2017   ,
Splatoon 2 Bild 3

Bunt, jung und frisch. So sieht sich eines der neuesten Spiele von Nintendo – Splatoon 2.

Das Licht der Welt erblickte das erste Game des Franchises bereits am 29. April 2015 auf der Heimkonsole Wii U. Nun etwa zwei Jahre später veröffentlichte Nintendo mit Splatoon 2 am 21. Juli 2017 eine Fortsetzung für die Switch.

Wir haben uns Splatoon 2 angeschaut und werden euch vorstellen, ob uns der Shooter, in dem sich alles um bunte Tinte dreht, einklecksen konnte oder doch ins Leere getroffen hat.


Handlung

Zu Beginn des Spiels kann man sich seinen eigenen Avatar zusammenstellen, bei dem sich Geschlecht, Hautfarbe etc. ähnlich, wie bei Sims mit vorgefertigten Optionen anpassen lassen. Ist das erst einmal vollbracht, gilt es durch ein kurzes Tutorial die wichtigsten Elemente der Steuerung zu erlernen. Danach landet man auch schon in der bunten Metropole Inkopolis, die einem vom Team Tentacool, bestehend aus Perla und Marina freundlicherweise vorgestellt wird.

Die Stadt in der alles beginnt und endet - Inkopolis

Die Stadt in der alles beginnt und endet – Inkopolis

Die „Stadt“ Inkopolis ist dabei das Zentrum des Geschehens. Dort kann man Läden betreten, sich freigeschaltete Kostüme, sowie Waffen kaufen oder auch mit seinen amiibos interagieren. Ist man dann erst einmal kampfbereit, kann man sich mit seiner Waffe und viel Tinte im Gepäck auf das Schlachtfeld bewegen und sich wahlweise im lokalen Multiplayer gegen die eigenen Freunde, im Online-Multiplayer gegen andere Gegner auf der ganzen Welt oder im „Story“-Modus bzw. in Missionen gegen seine Feinde behaupten.

In Splatoon 2 wird man somit eher minder von der Story unterhalten. Das Prinzip bleibt dabei meist ähnlich und das Spiel hätte auch definitiv einen übergeordneten Kontext, wie in der Mario-Reihe gut vertragen können, um eventuell noch besser zu funktionieren. Auch vom Umfang her ist da noch Luft nach oben.

Die Instruktorin im Story-Modus

Die Instruktorin im Story-Modus


Steuerung

Die Steuerung wird dem Spieler, wie bereits erwähnt bereits zu Beginn in einem kurzen Tutorial näher gebracht und gestaltet sich recht einfach. Mit den zwei Steuersticks bzw. mit dem linken Steuerstick und dem Bewegungssensor bewegt man sich durch das Geschehen, während man mit der Schultertaste ZR Schüsse mit der eigenen Tinte abgibt. Mit ZL hat man dann die Möglichkeit durch diese Tinte zu schwimmen und sich so schneller fortzubewegen. Zudem füllt man dadurch den eigenen begrenzten Vorrat des flüssigen Guts wieder auf, um danach wieder ordentlich losballern zu können. Mit der R-Taste lässt sich außerdem eine Spezialfertigkeit einsetzen, die je nach Waffe variiert, jedoch meist in Form einer Bombe oder ähnlichem in einem gewissen Radius die eigene Tinte verspritzt.

Alles in allem erfüllt die Steuerung ihren Zweck und stört nicht beim Zocken, sofern man die nervige Bewegungssteuerung in den Einstellungen deaktiviert, die ab Werk eingeschaltet ist. Das hilft um ohne große Störungen das geniale Gameplay genießen zu können.

Die Plattform, auf man in den Online-Multiplayer startet

Die Plattform, auf der der Online-Multiplayer startet


Gameplay

Die stärkste Komponente des Spiels ist und bleibt das Gameplay. Dieses ist zwar den typischen Shootern, wie Call of Duty und Counter Strike in vielen Aspekten ähnlich, jedoch macht Splatoon etwas ganz eigenes aus dem Spielprinzip. Das beginnt schon damit, dass bei dem Waffen statt scharfer Munition Tinte zum Einsatz kommt. Mit dieser gilt es dann nicht nur die eigenen Gegner zu erledigen, sondern auch so viel Fläche wie möglich mit der eigenen Tinte zu bedecken. Das hat zum einen den Grund, dass man sich auf der Tinte seiner Gegner nur schwer bewegen kann, zum anderen kann man in die eigens eingeklecksten Bereichen eintauchen und sich so schneller bewegen, sowie die eigene Tinte aufladen. Diese geniale Spielmechanik sorgt für frischen Wind im eingestaubten Shooter-Genre.Doch die besten Mechaniken bringen nicht viel, wenn sie nicht auch in interessanten Spielen gut funktionieren und hier patzt Splatoon leider an manchen Stellen.

Im „Story-Modus“ werden einem die unterschiedlichsten Waffen näher gebracht, während man in ähnlich wie in Mario „gestalteten“ Welten, Level erledigen muss und am Ende jeder Stage einem „Boss-Gegner“ gegenübertritt. Diesen gilt es dann mit reichlich Tinte in die Schranken zu weisen.

Zudem gibt es auch noch den Online-Multiplayer Modus, in dem man gegen Spieler auf der ganzen Welt antreten kann. Dort gibt es drei Modis – den Standardkampf, den Rangkampf und den Ligakampf. Im ersten Modus, dem Standardkampf, wird man mit drei anderen Spielern in ein Team gewürfelt, dessen Aufgabe es ist gegen ein ebenfalls vierköpfiges anzutreten und möglichst viel Fläche mit der eigenen Tinte zu markieren. Das macht wirklich verdammt viel Spaß! Auch beim Rangkampf und dem Ligakampf kommen dieselbe Spielmechanik, nur eben auf Rängen oder in Ligen und nicht zufällig zusammengewürfelt, zum Einsatz.


Unser Moderatoren-Duo Tentacool

Das spritzige Moderatoren-Duo Tentacool


Der größte und wirklich sehr enttäuschende Kritikpunkt ist der lokale Multiplayer. Hier lassen sich zwar Räume erstellen, in denen man gegen bis zu sieben andere Gegner antreten kann, jedoch müssen von diesen alle im Besitz einer eigenen Switch-Konsole sein. Es gibt somit keinen lokalen Multiplayer, bei dem man mit einer Konsole gegen Freunde spielen kann und das obwohl Nintendo bereits zum Release der Switch groß ebendiese Möglichkeit durch die zwei abnehmbaren Joy-Cons beworben hat. Das ist schade und zerstört die Bestwertung für diese Kategorie. Doch auch modifizierbare Waffen und mehr als die nur 8 Arenen im Online-Multiplayer wären sehr wünschenswert gewesen.


Grafik

Damals 2013 als die neuen „Next-Gen“-Konsolen das Licht der Welt erblickten brach auf der ganzen Welt ein Krieg aus. Dieser Kampf der Giganten oder auch Konsolenkrieg genannt ließ vielen potentieller Käufer den Atem stocken und mündete in einer essentiellen Frage – PS4 oder XBOX One? Der wichtigste Aspekt war dabei die verbaute Leistung der Konsolen, die beide mit einem stationären Octa-Core Prozessor ausgestattet sind. Nun knapp vier Jahre später steht ein Gewinner fest – Die Nintendo Switch!

Splatoon 2 ist grafisch wirklich sehr schön anzusehen. Die Texturen und Hintergründe sind scharf und detailliert, die Farben sind grell und die Charaktere und Animationen kommen stets schön zur Geltung. Dazu kommt, dass das alles nicht nur stationär zu Hause möglich ist, sondern auch als Handheld unterwegs genießen kann. Im Gegenteil. Durch die geringere Auflösung des Displays auf der Switch sieht das Spiel dort sogar noch flüssiger aus. Zudem können das PS4 und XBOX One einfach nicht.


Sound

Mit dem Soundtrack des Spiels wollte man etwas wirklich Neues ausprobieren. Während viele Egoshooter oft nahezu komplett auf Musik verzichten, kommt Splatoon mit einem catchy Techno-Soundtrack daher. Dieser trägt ungemein zur verspielten, bunten und zugleich chaotischen Atmosphäre bei. Zugleich haben viele der Tracks wahres Ohrwurmpotential und lassen Freude aufkommen, wenn sie wieder abgespielt werden.

Doch auch der Klang der Waffen und die Geräuschkulisse im Hintergrund stören nicht beim Spielen und sind passend gewählt.


Hier könnt ihr euch den LaunchTrailer ansehen:

 


Allgemeine Daten

Splatoon 2 Bild
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Veröffentlichung: 22. Juli 2017
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Entwickler: Nintendo
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Publisher:  Nintendo
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Genre: Action, Shooter
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Plattform: Nintendo Switch
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Spielzeit: variabel
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FSK: 6
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Sprache: Deutsch


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