Review: Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online Vol. 1

   Freitag, 14. Juni 2019   ,
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Das Sword Art Online Franchise gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten Marken im Isekai-Genre. Mit einer langlebigen Light-Novel Reihe, verschiedenen Manga und Anime-Adaptionen und vielen Videospiel-Ablegern, hat Reki Kawahara einen echten Kassenschlager geschaffen. Neben der Hauptserie zu Sword Art Online wurde ein Spin-Off Anime namens Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online produziert.

Dieser entstand im Jahr 2018 bei 3hz und basiert auf der gleichnamigen Light-Novel von Keiichi Sigsawa, welche seit Dezember 2014 in ASCII Media Works Dengeki Bunko Magazine publiziert wird. Die Serie wurde hierzulande via WAKANIM Deutschland im Simulcast gezeigt und für den Vertrieb von peppermint anime lizenziert. Nun erschien am 26. April das erste von zwei Volumes auf Blu-Ray und DVD. Auf diesem befinden sich die Episoden eins bis fünf, plus die Recap Episode 5.5. peppermint anime hat uns die Blu-Ray Version zur Verfügung gestellt. Wie der ausführliche Ausflug in die Welt von Gun Gale Online uns gefallen hat? Das erfahrt ihr weiter unten.

Achtung! Diese Review enthält Spoiler zur Geschichte und den darin auftretenden Charakteren!


Handlung:

 

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Karen Kohiruimaki fühlt sich nicht wohl in ihrem Körper. Mit ihrer Größe von 183 cm ist sie überdurchschnittlich groß für japanische Verhältnisse. Deshalb versucht sie gar nicht erst Kontakt mit anderen Mädchen aufzubauen. Sie träumt davon, genauso klein und niedlich zu sein, wie die ganzen anderen Mädchen in ihrem Umfeld. Durch einen Artikel in einer Zeitung stößt sie auf die Welt der VRMMOs. Auch ihre beste Freundin empfahl ihr, sich einige der vielen Spiele mal anzusehen. Dort könne man in die Haut eines anderen Charakters schlüpfen und auch mit anderen Menschen Kontakte knüpfen. Nach langer Suche des optimalen Spiels, findet sie ihren Weg in die Welt von Gun Gale Online, einem VR-First-Person-Shooter mit MMO Charakter. Als sie ihren Avatar erblickt, bricht sie in großer Euphorie aus.Sword-Art-Online-Alternative-Gun-Gale-Online-crunchyroll-1

Denn in GGO hat sie den Namen Llenn und ist ein kleines süßes Mädchen, welches gerade Mal eine Größe von 150 cm hat. Schnell verliebt sie sich in ihr neues Antlitz und geht auf Abenteuertour in der noch unbekannten Spielwelt. Durch ihr neugewonnenes pinkes Outfit und ihrer enormen Agilität, wird sie schnell als der PK (Player-Killer) „pinker Dämon“ bekannt. Dies weckt das interesse einer gewissen Spielerin mit dem Namen Pitohui. Als sie von Pitohiu ausfindig gemacht wird, unterbreitet diese ihr einen Vorschlag. Sie solle am Squad Jam teilnehmen. Wird Llenn alias Karen zustimmen?

Anders als bei den Canon-Serien des SAO Universums, geht es in Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online nicht um das Thema Mord oder Tod. Natürlich bringen sich die Spieler in Gun Gale Online gegenseitig zur Strecke, aber dies ist in einem Shooter ja normal. Die Handlung beschäftigt sich eher mit einer Art Selbstfindungsphase der Protagonistin. Denn durch ihr Bestreiten von Gun Gale Online baut sie immer mehr Selbstvertrauen auf, und fällt sogar bei ihren Mitstudentinnen positiv auf. Dabei wird die Story spannend und actionreich erzählt. Man bekommt auch einmal eine andere Seite der AmuSphere gezeigt, welche ohne die düstere Bedrohung durch einen Killer auskommt. Natürlich wird auch der Sword Art Online Vorfall erwähnt. Dieser beeinflusst das Geschehen aber nicht. Wir sind von der alternativen Story überzeugt und würden gerne mehr dieser Spin-Offs im SAO Universum begrüßen.


Charaktere:

IMG_20190614_172158Karen Kohiruimaki/Llenn:

Schon als Teenager hatte sie eine für Japaner eher ungewöhnliche Größe von 183 cm. Dies sorgte dafür, dass sie extreme Minderwertigkeitskomplexe entwickelte. Als sie ihren Abschluss an der Senior Highschool machte, beschloss sie auf eine reine Mädchen-Universität in Tokyo zu wechseln, um dort vielleicht endlich etwas aufzublühen. Doch leider wurde es damit nicht besser. In einem Zeitschriftartikel erfährt sie zum ersten Mal von der virtuellen Welt. Ihre beste Freundin, welche eine Passion für Gaming hat, empfiehlt ihr es doch einmal mit den verschieden VRMMOs zu probieren. Nach langer Suche stößt sie auf Gun Gale Online, in welchem sie endlich das ist, was sie sich sehnlichst wünscht: ein kleines süßes Mädchen zu sein.

Genau wie in der Hauptreihe zu Sword Art Online, gibt es auch in Alternative: Gun Gale Online viele Charaktere, welche die Geschichte begleiten und prägen. Man hat zwar keinen Antagonisten alla Akihiko Kaiaba, aber das ist in dieser Serie auch gar nicht nötig. Es ist erfrischend eine der virtuellen Welten aus dem SAO-Universum einmal ohne düsteren Touch zu sehen. Auf Llenns Reise durch Gun Gale Online trifft sie auf viele andere Spieler, mit denen sie Gruppen bildet, aber auch hitzige Gefechte bestreitet. Wir finden die Alternative zum Sword Art Online Canon auch in charakterlicher Hinsicht als eine sehr gute Abwechslung.


Animation:

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Wie eingangs erwähnt entstand das Spin-Off nicht bei A-1 Picture. Zuständig für die Produktion von Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online war 3hz. Das Studio produzierte in der Vergangenheit die Anime-Adaption zu Dimension W und Princess Principal. Dennoch könnte man meinen, dass das Spin-Off im Studio der Hauptserie entstanden ist. 3hz konnte sehr gut die Atmosphäre des Gun Gale Online einfangen, welches wir aus Sword Art Online II kennen. Außerdem wurden die actionreichen Szenen sehr spannend und spektakulär umgesetzt. Besonders die Szene aus der ersten Episode blieb uns dabei in Erinnerung.

Die Wahl auf das eher kleinere Studio zu legen war definitiv eine gute Entscheidung. 3hz steht der Arbeit von A-1 Picture in nichts nach und kann mit den Anforderungen der SAO Fans mithalten. Zwar wurde bisher keine weitere Staffel oder Serie des Spin-Offs angekündigt, dennoch würden wir über ein weiteres Sword Art Online Alternative aus dem Hause 3hz freuen.


Sound/ Deutsche Synchronisation:

 

Auch im audiovisuellen Bereich kann das Spin-Off sehr gut mithalten. Passend zu dem Shooter-Gaming-Genre warten auf euch explosive Toninszenierungen. Dabei konnte das Orchester trotzdem eine gute Balance zwischen sanft und hart finden. Für das Opening hat man sich an die Sängerin Eir AOI gewendet, welche mit ihrem Song Ryuusei genauso gut abliefert, wie eine LiSA bei dem großen Bruder. Etwas melodischer klinkt jede Episode mit den Klängen von To see the future gesungen von Tomori Kusunoki, welche auch im japanischen Original die Stimme von Llenn verkörpert, aus. Generell liefert die Serie ein gutes Klangbild ab, da Shooter typische Sounds nie den Dialog überlagern oder man angst haben muss, dass einem bei der nächsten Explosion die Ohren weg fliegen.

Für die deutsche Vertonung war die Violet Media GmbH aus München zuständig. Insgesamt wurden 23 Personen für die deutsche Umsetzung engagiert. Wir haben euch einen kleinen Auszug des Sprechercasts  eingefügt.

Hier das Sprecher Portfolio:

 

Charakter Rolle
Llenn/ Karen Kohiruimaki
Lisa Dzyadyk
Miyu Shinohara
Janina Dietz
M
Tobias Brecklinghaus
Pitohui Katharina Iacobescu
Erzähler
Dieter Memel
Ansagerin Anna Ewelina

Schon bei anderen Anime-Serien konnte Violetmedia mit ihrer langen Erfahrung im synchronisieren glänzen. Auch im Fall von Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online wurden die Erwartungen nicht enttäuscht. Besonders Lisa Dzyadyk kann in der Rolle der Protagonisten glänzen und wurde sehr gut an Tomori Kusunoki angepasst. Im gesamten ist die Synchronisation sehr stimmig, wie man es bei einem Sword Art Online Titel erwartet. Deswegen finden wir an dieser Stelle nichts auffälliges, was das Gesamtbild trügen könnte.

Allgemeine Daten:

Erscheinungsdatum: 26. April 2019

Sprache: Deutsch, Japanisch

Untertitel: Deutsch

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Publisher: peppermint anime

Produktionsjahr: 2018

Laufzeit: 150 Minuten

Extras: DigiPack mit Schuber,

 

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