Review: Tales of Vesperia Definitive Edition PlayStation 4

   Donnerstag, 7. Februar 2019   ,
Tales of Vesperia Definitive Edition

Mit einem der meist verkauften Titel der „Tales of“ Reihe, zählt Tales of Vesperia zu den beliebtesten der Reihe. Damals im Westen nur für die Xbox 360 erschienen, mussten Fans der Reihe leider Abstriche machen, wenn sie diese Konsole nicht ihr eigen nannten. Doch endlich ist die Plattform Blockade Geschichte und mit Tales of Vesperia Definitive Edition erschien ein HD Remaster für die aktuelle Gaming Generation.

Das JRPG aus dem Hause BANDAI NAMCO Entertainment erschien am 11. Januar für die Nintendo Switch, PlayStation 4, Microsoft Xbox One und den PC via Steam. Zu den Neuerungen zählen unter anderem die Japan exklusiven Bonus Inhalte, sowie eine Grafikanpassung an die heutigen Full HD Standards. Außerdem erwarten euch viele DLC Inhalte, welche es damals nicht in die finale Version geschafft haben. Wir haben von BANDAI NAMCO Entertainment Europe ein Exemplar für die PlayStation 4 erhalten. Ob uns der Titel heute auch noch überzeugt, verraten wir euch weiter unten!

Achtung! Diese Review kann Spoiler zu Tales of Vesperia Definitive Edition enthalten!


Handlung:

 

Tales of Vesperia: Definitive Edition_20190109174124Der Startbildschirm.

Die Welt Terca Lumireis steckt voller Gefahren. Monster streifen durch die Wälder, Drachen belagern die Gebirge. Um sich vor diesen Gefahren zu schützen, leben die Menschen isoliert in den Großstädten, geschützt durch die Macht der Blastia, einer antiken Technologie. Auch die alltägliche Versorgung von Licht, Wasser und Elektrizität wird über diese wichtige Quelle geregelt. In dieser Welt lebt Yuri Lowell, ein Mann aus der Unterschicht und ehemaliger Ritter. Eines Tages wird in der Unterstadt das Aqua Blastia gestohlen, welches die Wasserversorgung steuert. Allerdings glauben die Bewohner der Unterstadt, dass das Blastia lediglich defekt sei und versuchen verzweifelt die Wassermassen zu stoppen, bevor die ganze Stadt untergeht.

Tales of Vesperia: Definitive Edition_20190130182417In der Unterstadt sorgt das fehlende Aqua Blastia für Chaos.

Yuri glaubt aber nicht daran, dass es sich dabei um einen Defekt handelt und begibt sich zu dem Mann, welcher mit dem Aqua Blastia zuletzt gesehen wurde. Doch in seiner Villa im Adelsbezirk findet er diesen nicht auf. Lediglich eine vermummte Person versucht mit Diebesgut aus der Villa zu fliehen. Bis auf den Blastia kann Yuri die Beute sicherstellen. Allerdings gelingt es dem Dieb durch eine List zu entkommen. Bei dessen Verfolgung wird Yuri allerdings von den Rittern gestellt und als eigentlicher Dieb verdächtigt und verurteilt. Er muss für zehn Tage in das Gefängnis im Schloss.

Tales of Vesperia: Definitive Edition_20190130190808Zusammen mit Estellise, bekämpft Yuri einen Gegner.

Um den wahren Täter zu fassen, beschließt er auszubrechen, wobei er nicht so ganz weiß, wie er dies anstellen soll. Glücklicherweise verhilft ihm sein Zellengenosse zur Flucht. Auf seinem Weg nach draußen trifft er auf das Mädchen Estellise, welche auf der Suche nach jemanden ist. Dabei handelt es sich um Yuris alten Freund Flynn, welcher mit ihm zusammen in der Unterstadt aufwuchs und mittlerweile zu den kaiserlichen Rittern gehört. Doch auch jemand zwielichtiges hat es auf Yuris Freund abgesehen. Wird es den beiden gelingen Flynn zu finden und ihn zu warnen?

„Tales of“ typisch wird euch eine klassische Hideo Baba Handlung erzählt. Im Verlauf dieser trifft Yuri auf weitere Protagonisten, welche aber sein eigentliches Ziel immer wieder nach hinten werfen. Dies tut dem Plot aber keinen Abbruch, da man dadurch eine abwechslungsreiche Palette von Nebenhandlungen erhält. Dabei werden auch die Hintergründe der anderen Protagonisten langsam ans Licht gebracht. Wie auch bei den meisten „Tales of“ Spielen wurden auch für Vesperia einige Sequenzen als Anime umgesetzt. Für die Umsetzung war seiner Zeit Production I.G verantwortlich. Euch erwartet eine spannende Reise durch die Welt von Terca Lumireis, in der es einiges zu entdecken gibt. Deswegen kann uns die Handlung voll und ganz überzeugen.


Gameplay:

 

Tales of Vesperia: Definitive Edition_20190111212837Natürlich erwartet euch eine offene Spielwelt.

Um sich von der Masse abzuheben, hat die „Tales of“ Reihe ihr eigenes einzigartiges Kampfsystem. Die Kämpfe finden dabei in Echtzeit statt, wobei Spieler und Gegner gleichzeitig agieren. Dieses heißt Evolved Flex – Range Linear Motion Battle System, abgekürzt EF – RLMBS, wodurch der Spieler zwischen der freien oder linearen Bewegung während des Kampfes wechseln kann. Aber dies ist nur ein kleiner Bestandteil des Kampfsystems. Denn ähnlich wie bei einem Beat’em Up könnt ihr durch die Tasten verschiedene Combos, Fähigkeiten und Techniken einsetzen. Ihr übernehmt dabei die Rolle eines Protagonisten, sofern ihr nicht gerade einen Kampf mit einem bestimmten Charakter bewältigen müsst. Als weiteres einzigartiges Feature, ist es euch möglich, mit bis zu drei Freunden die Kämpfe zu bestreiten. Dieses Feature ist allerdings nur in den Kämpfen möglich.

Tales of Vesperia: Definitive Edition_20190111220034Im Kampf könnt ihr zwischen linearer und freier Bewegung wählen.

Natürlich verfügt Tales of Vesperia auch über klassische Crafting Elemente. Wie bei den vielen Brüdern in diesem Genre, kann man Items, Ausrüstung und Nahrung selber herstellen oder verbessern. Für das leibliche Wohl eurer Truppe ist durch das Kochen gesorgt. Durch verschiedene Rezepte, könnt ihr den Effekt der Nahrung bestimmen. Aber auch normale Heilitems können im hiesigen Laden aus verschiedenen Zutaten erstellt werden. Dies gilt auch für Waffen, Ausrüstung und Accessoires. Diese können ebenfalls bei einem Händler aufgebessert werden.

Tales of Vesperia: Definitive Edition_20190111220500Zubereitete Speisen haben unterschiedliche Effekte im Kampf.

Kommen wir nun zum Schwierigkeitsgrad. Denn dieser ist nicht ganz ohne. Man geht davon aus, dass die Standardeinstellung auf „Normal“ einen sonnigen Durchmarsch garantiert. Aber weit gefehlt. Bereits bei dem ersten „Mini-Boss“ kommt man schon ganz schön ins Schwitzen. Deswegen sollte man sich auf jeden Fall mit dem Befehlssystem für seine Mitstreiter auseinandersetzen. Diese können nämlicher per Tastenkontrolle vorbestimmte Befehle ausführen. Wenn es dann immer noch nicht klappt, kann man den Schwierigkeitsgrad jederzeit im Menü herunterstufen.

Auch wenn das Spiel mittlerweile elf Jahre auf dem Buckel hat, ist es immer noch ein JRPG mit viel Charme und ausgewogenem Gameplay. Man kann in der Hauptstory mit einer Mindestspieldauer von 60 Stunden rechnen, bei normalem Schwierigkeitsgrad. Aber auch die diversen Nebenquests und kleineren Aufgaben sorgen für Abwechslung. Der Schwierigkeitsgrad könnte auf „Normal“ etwas gnädiger sein, aber wie bereits erwähnt, kann dieser jederzeit gewechselt werden. Deswegen gibt es bei dem Gameplay nichts großartig zu beanstanden.


Grafik/Soundtrack:

 

Tales of Vesperia: Definitive Edition_20190113173029Ein schöner Mix aus Anime und Videospiel.

Mit heutigen Standards in Sachen Fotorealismus kann Tales of Vesperia Definitive Edition bei Weitem nicht mithalten. Aber das ist auch gar nicht schlimm, so ist man von der „Tales of“ Reihe den Anime-Stil und die bunte Vielfalt an Farben seit jeher gewöhnt. Und es passt auch einfach zu dieser Reihe. Durch die frisch erweckten Texturen und das Upscaling der Auflösung sieht das Spiel noch viel schöner aus als zu seinem damaligen Release auf der Xbox 360. Die Grafik mag nicht modern wirken, spiegelt aber den Charakter dieser schönen JRPG Reihe wider. Deswegen solltet ihr euch nicht von der etwas „niedlicheren“ Optik abschrecken lassen, weil euch eine echt tolle Geschichte erwartet.

Tales of Vesperia: Definitive Edition_20190113164145Halure erstrahlt dank neuer Texturen und Full HD in neuem Glanz.

Eine komplette Neuerung konnte hingegen der Soundtrack für sich beanspruchen. Zum zehnjährigen Jubiläum von Tales of Vesperia wurde der Soundtrack von Grund auf neu komponiert und aufgenommen. Dadurch wirkt die komplette Atmosphäre des Spiels noch epischer als zuvor. Dennoch knüpfte das neue Team an die damalige Arbeit von Hibiki Aoyama und Motoi Sakuraba an und konnte dadurch das bereits Vorhandene auf ein neues Level bringen. Das Opening Ring a Bell (鐘を鳴らして, Kane o Narashite) gesungen von Bonnie Pink blieb davon unberührt, was natürlich nicht tragisch ist. Man hat immer den perfekten Mix aus Visuellem und Audiovisuellem, so wie es sich für ein JRPG gehört.

Bonnie Pink – Ring A Bell (Tales of Vesperia Version):


Launch-Trailer Tales of Vepseria:

 

Allgemeine Daten:

 

81wWmUAAiPL._SL1500_Entwickler:  BANDAI NAMCO Entertainment

Publisher: BANDAI NAMCO Entertainment Europe

Genre: JRPG

Plattform: Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, PC

Erscheinungsdatum: 11. Januar 2019

USK: 12

Sprache: Japanisch oder Englisch mit deutschen Bildschirmtexten

Quelle: BANDAI NAMCO Entertainment Europe
Bilder/Videomaterial: ©BANDAI NAMCO Entertainment, ©Warner Music Japan

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