Review: The Junji Ito Collection

   Donnerstag, 31. Oktober 2019   ,
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Da haben wir uns ja was schönes eingebrockt. Passend zu Halloween brachte KSM Anime die Junji Ito Collection auf den Markt und als waschechter Horrorfan kommt man an diesem Werk nicht vorbei. Die Collection erschien 2018 erstmals in Japan und enthält eine Horror-Anime-Anthologie mit 13 Folgen. Alle Folgen wurden deutsch synchronisiert und sind in einer schön anzuschauenden, schaurigen Box verpackt. 

Für diese Box muss man das typische Schema einer Review verlassen. Es handelt sich hier um 13 Episoden, die inhaltlich nicht zusammenhängen und abgeschlossene Geschichten, manchmal sogar mit einer zusätzlichen kurzen Geschichte am Ende der Episode.  Es treten immer neue Charaktere und immer neue Szenarien auf. Unsere Autorin hat sich mit dieser Box befasst und wird euch durch die kommende Review begleiten, doch seid gewarnt, dies ist nicht für zart besaitete Gemüter.

Junji Ito – Wer ist das eigentlich? 


Bei dem nun immer wieder auftretendem Namen handelt es sich um einen japanischen Mangaka. Junji Ito wurde durch seine Horror Manga bekannt. Er gewann als junger Mann den Umezu-Preis und veröffentlichte kurz darauf die Fortsetzung des Gewinner Mangas Tomie. Die Serie Uzumaki ist wohl sein bekanntestes Werk und auch hierzulande als Manga erhältlich. Beeinflussen lies sich der Mangaka von Schriftstellern wie Yasutaka Tsutsui und H. P. Lovecraft. Mittlerweile hat Ito mehr als 30 Bücher veröffentlicht und gilt in Japan als einflussreichster Mangaka im Bereich Horror.

Inhalt der Collection


Enthalten sind hier 13 Episoden die alle eine abgeschlossene Gesichte darstellen (eine Ausnahme bilden die letzten beiden Episoden, da diese Zusammenhängen). Hier handelt es sich hautsächlich um Geschichten aus seinen Werken „Horror World of Junji Ito“, „Ma no Kakera“ und „New Voicves in the Dark“.  In Deutschland sind diese Folgen zum ersten Mal in deutscher Synchronisation zu sehen.

Ganz nett aussehen tut das Ganze dann zusätzlich auch noch. Die Box ist qualitativ hochwertig aus stabilem Karton und zum entfalten. Im Inneren sind dann einige der gruseligen Charaktere abgebildet und machen das Aufklappen zu einem schaurig schönem Vergnügen.

Trailer


Inhalt – Zusammenfassung 


Inhaltlich lässt sich hier nur schwer etwas sagen, da jede Folge eine eigene Geschichte ist. Jedoch ist das Thema immer das Gleiche. Horror im Alltag, lebendig gewordene Alpträume, Gänsehaut Situationen. Wer sich heutzutage einen hartgesottenen Horror-Fan nennt, der wird hier vielleicht zwischendurch schmunzeln müssen. Denn dieser Horror ist anders. Wer hier Jumpscares und vielfältiges Erschrecken sucht, ist an der falschen Stelle. Junji Itos Werke haben sich merklich von H. P. Lovecraft beeinflussen lassen, dessen Geschichten funktionierten auf der selben Ebene. Ein gutes Beispiel ist (Achtung hier kommt nun ein Spoiler zu einer Folge der Sammlung!) der Mann, dessen Träume immer länger werden. Dieser lebt im Alltag ganz normal und kommt mit dem Problem in eine Klinik, dass er das Gefühl hat seine Träume seien immer länger. Er wäre teilweise wochenlang in diesen gefangen und sei gezwungen sie zu Ende zu erleben, wenn er aufwache ist aber tatsächlich nur eine Nacht vergangen. Er hat zunehmend Angst demnächst für Jahre in seinen Träumen gefangen zu sein und den Verstand zu verlieren. So soll es auch kommen und der Patient verfällt äußerlich zunehmend. Das klingt auf den ersten Blick nicht sonderlich gruselig, doch muss man diese Geschichte sich wirklich ausmalen, man muss sich hineinversetzen und sich vorstellen wie schrecklich diese Gegebenheit für einen Selbst wäre. Wer will schon Jahre in einem Alptraum gefangen sein?  So funktionieren die meisten der Folgen. Ich würde den Begriff bizarr wählen, wenn ich sie beschreiben müsste. Das Model ist ebenfalls ein gutes Beispiel. Die absolut gruselig anzusehende Frau, die keiner außer dem Protagonisten wirklich bedrohlich zu finden scheint. Alles in allem sind die Folgen sehr unterhaltsam und man muss tatsächliche eine nach der anderen hintereinander weg schauen.

Animation und Ton 


Unterstützt wird dieses bizarre Bild durch ebenso bizarre Animationen. Verwendet werden dicke Outlines und wenige Details, diese nur dann wenn sie wirklich wichtig und benötigt sind. Die Figuren sind selten wirklich schön, außer sie sollen dies ausdrücklich sein und in klaren, ausdrucksstarken Farben gehalten. Es zeichnet sich also eine saubere, ordentliche Animation ab. Auch qualitativ ist diese dem heutigen Zeitalter durchaus entsprechend. Wenn es zu den gruseligen Szenen kommt, werden die Menschen oft verzerrt oder gar fast nicht mehr human dargestellt.  Natürlich ist die Farbgebung durchweg dunkel und ungemütlich, wie es sich für einen Horror-Anime gehört. Der Ton liefert ein ganz ähnliches Bild. Die deutsche Synchronisation ist gelungen und dem Thema entsprechend ist keine Stimme überaus verniedlicht oder sehr hoch. Alle sind gemäßigt, ruhig oder angespannt.

Bei dem Opening handelt es sich um einen äußerst eingängigen Song, der mir persönlich so gut gefallen hat, dass ich ihn mir bei jeder Folge wieder angehört und nicht vorgespult habe.  Shichiten Battou no Blues (七転八倒のブルース)“ by THE PINBALLS ist hier der Interpret und Titel. Gelungen kann man da nur sagen.

Zusammenfassung


71iAcfPDLML._SL1200_Originaltitel: Junji Ito Collection

Regie: Shinobu Tagashira

Erscheinungstermin: 17.10.2019

Laufzeit: 5 Stunden und 6 Minuten

Studio: KSM Anime

Sprachen: Japanisch, Deutsch

FSK: 16

Bonusmaterial: Trailer, Bildergalerie

Japanische Veröffentlichung: 2018

 

 

 

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