Review: The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel II – PS4 Version!

   Mittwoch, 19. Juni 2019   ,

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel II ist ein von Nihon Falcom entwickeltes JRPG und Fortsetzung des PS4 – Remakes, welches Ende März erschien. Der zweite Teil der The Legend of Heroes – Serie knüpft unmittelbar an die Geschehnisse des Vorgängers an. Original erschien das Rollenspiel bereits 2014 für die PS Vita und Playstation 3 in Japan und Ende 2016 dann auch hierzulande. Das Remake ist seit dem 07.06. erhältlich. 

Für diese Rezension wurde ein Blick auf die PS4 Version geworfen.

Achtung: Diese Review kann Spoiler zur Handlung von Trails of Cold Steel II enthalten!


Story

Seit den Ereignissen von Trails of Cold Steel ist ein Monat vergangen. Man schlüpft wieder in die Rolle von Rean Schwarzer, dessen Hauptziel zu Beginn die Wiedervereinigung der verstreuten Militärschulklasse VII ist, um dem wütenden Bürgerkrieg in und um Erebonia mit vereinten Kräften entgegen zu wirken, auch wenn sich das wegen heiklen Interessenkonflikten und Machtkämpfen noch schwieriger gestaltet als ohnehin befürchtet.

Der Frieden ist nur noch eine Erinnerung. Die Besetzung von Heimdallr durch die Gruppe Noble Faction hat in Erebonia einen Bürgerkrieg ausgelöst. Nun müssen sich die kleinstädtischen Armeen der Aristokratie und den vier Großen Häusern unterjochen. Im Namen der Noble Alliance haben sie viele Städte der großen Länder belagert und verlangen deren Kapitulation. Gleichzeitig wird das kaiserliche Heer aus allen vier Ecken des Reiches beordert, um einen Gegenangriff zu starten.

Sind seine Klassenkameraden noch am Leben und wird es ihm gelingen sie alle zu finden? Gemeinsam mit ihnen will er nicht nur seine Mitmenschen vor einem weiteren Unheil bewahren, sondern auch die Wahrheit erfahren, wieso er und alle anderen Schüler von einem guten Freund verraten wurden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das JRPG auch in der Fortsetzung sehr storylastig ist, immernoch auf eine angenehme Art und Weise. Auch hier ist es nicht entscheidend den Vorgänger gespielt zu haben, da man durch Story – Rückblicke und Charakterdatenbanken auf den neusten Stand gebracht werden kann. Die Haupthandlung wird wieder durch kleine Nebenquests und Events geschmückt, so dass keine langwierigen, gar eintönigen Kapitel entstehen.


Gameplay

Für diejenigen die den ersten Teil nicht gespielt haben oder nicht beendeten, sind abrufbare Story – Rückblicke und Charakterdatenbanken zur Verfügung gestellt wurden, um sich vor Spielbeginn noch auf den neusten Stand zu bringen. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich wie gehabt frei wählen und wenn man mal an einem Gegner scheitern sollte, so kann man den Kampf wie gewohnt beliebig oft wiederholen und bei Bedarf sogar den Widersacher stufenweise schwächen. Speichern ist an jedem Punkt der Story möglich, wenn man sich nicht gerade in einem Kampf oder einer Storysequenz befindet. Für Herausforderungen sind dennoch reichlich gesorgt wurden, besonders wenn Boss- und Spezialgegner zu bewältigen sind, die fiese Statusbeeinträchtigungen und Kraftschübe in petto haben.

Auf dem Weg zu Reans Heimatdorf Ymir durchläuft man nochmal ein Tutorial, um sich mit den alten und neuen Spieleelementen vertraut zu machen. Die Kämpfe sind erneut rundenbasiert. Meist tritt man mit einem Viererteam an, plus bis zu drei Personen als Backup. Beim Kampf hat man die Auswahl zwischen normalen Angriffen, Arts (magischen Angriffen) und Crafts (physischen Angriffen). Abgesehen davon, hat man noch die Möglichkeit zu fliehen oder Items zu verwenden.

Jeder Charakter verfügt über drei Leisten, die die Lebensenergie, Magiepunkte (EP) und Punkte für die Anwendung von Crafts (CP) angeben. Der Balken für CP füllt sich in einem Kampf durch ausgeteilte Angriffe und erlittenen Schaden auf. In einem Kampf mit einem Viererteam sind stets zwei Charaktere miteinander verbunden. Gelingt es nun einen Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, so erhöht sich die Chance auf einen gemeinsam Angriff mit der verbundenen Person. Durch jede zusammen ausgeführte Link – Attacke bekommt man einen „Bravery Point“ (BP). Ab drei BP kann man zusammen die Rush – Attacke ausführen, ab 5 BP den sogenannten Burst, bei dem die ganze Gruppe angreift.

Jede Figur verfügt über eine sogenannte „S – Craft“, diese kann eingesetzt werden sobald die Leiste mit den CP 100 Punkte aufweist. Sollte man bereits 200 CP haben, so wird diese Kraft verstärkt ausgeführt. Gerade gegen starke Gegner, könnte diese Attacke von Vorteil sein. Als neue Funktion in dem zweiten Teil der The Legend of Heroes – Serie kommt der „Overdrive“ hinzu. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden, schaltet sich dieser frei. Bei dem Zustand werden die beiden Charaktere, die den „Overdrive“ aktiviert haben, geheilt und ein kleiner Teil der CP nachgefüllt. In drei Runden greifen sie den Feind abwechselnd an, wobei die Ausführung von Arts dazu noch kostenlos ist.

Ebenfalls neu und am Ende des ersten Teils angeteasert, sind die Kämpfe mit dem heiligen Ritter Valimar. Jeder Roboter besteht aus drei Teilen, den Kopf, die Arme und den Körper. Je nach Haltung des mechanischen Kämpfers sind die Teile geschützt oder bilden einen Schwachpunkt. Wenn man eine Schwachstelle trifft, so kann man den Gegner aus dem Gleichgewicht bringen. Auch hier sammelt man wieder fleißig BP, hat man fünf beisammen kann man mit einem vorher ausgewählten Partner eine starke Attacke ausführen. Rean kann während eines Kampfes mit Valimar allerdings immer nur von einer Person unterstützt werden. Der Partner kann in seiner Runde angreifen, Valimars Lebenspunkte regenerieren oder die EP wieder herstellen.

Die Entwickler haben mit den Neuerungen aber auch den alten Funktionen erneut ins Schwarze getroffen. Die Kämpfe mit Valimar sorgen für einen größeren Spielspaß, da noch mehr Taktik erfordert ist. Auch die Extras die einen der ausgewählte Partner beim Kampf mit Valimar verschafft, bringen ein positives Licht auf die Roboterkämpfe. Ansonsten spielt sich das Kampfsystem wieder sehr dynamisch und flüssig. Kleine Feinde können mit der richtigen Strategie ziemlich schnell besiegt werden, Bosskämpfe sind natürlich härtere Nüsse, aber mit der neuen Funktion des „Overdrive“ können auch diese bewältigt werden. Das Schönste ist natürlich immer noch, wenn man einen Kampf gewonnen hat und sämtliche Boni, wie Sepiths (eintauschbar gegen Spielwährung), Gegenstände und vor allem Erfahrungspunkte erhält. Sollte man mal kurz eine Auszeit vom ständigen Kämpfen benötigen, sorgen kleine Extras wie Kochen, Angeln und neu hinzukommen, Snowboarden für reichlich Abwechslung.


Grafik

Auch in Trails of Cold Steel II wurde mit einer 3D Grafik gearbeitet, die Kämpfe sowie die Charaktere und Settings wirken sehr lebhaft und bunt. Schlüsselszenen und besondere Kampfszenen, wie Link – Attacken und  der Overdrive wurden gut animiert. Dennoch entspricht die Grafik des Spiels eher dem Anime RPG – Standard. Die Charaktermodelle sind passabel und normale Animationen wirken teilweise versteift und fehlerhaft. So kann es passieren, dass mal eine Hand eines Charakters in einem Anderen verschwindet. Nichtsdestotrotz kann über diese kleinen Makel hinweg gesehen werden, da die Story samt Kampfsystem glänzt und der Suchtfaktor seit dem ersten Teil nicht erloschen ist.


Sound

Musikalisch schließt sich der zweite Teil an seinen Vorgänger an. Das Falcom Sound Team JDK hat hierbei erneut spitzen Arbeit geleistet. Die Kämpfe werden erneut durch verschiedene Battle Themes untermalt. Je nach Situation des Kampfes, ändert sich das Battle Theme in eine aufbrausende oder niederschlagende Begleitmusik. Ebenfalls positiv ist die Vertonung der Charaktere in bestimmten Dialogen und Sequenzen. Hierbei hat man erneut die Auswahl, ob man diese im Originalton mit Untertiteln hören möchte oder in der englischen Synchronisation.


Extras

Auch wenn man bei vielen Dingen  wie beim Sammeln von Quartzen, Kochenrezepten, Angelerfolgen von vorne anfängt, werden andere Fortschritte übernommen (auch bei Neueinsteigern). So startet man zu Beginn gleich auf Charakterstufe 40 mit entsprechenden Fertigkeiten. Wer noch dazu einen Abschlussspielstand des Vorgängers aufweisen kann, darf sich noch dazu über angehobene Statuswerte, besondere Gegenstände und zusätzliche Unterhaltung freuen. PS3 – und Vita – Veteranen können durch das Aktivieren alter Spielstände Treueboni ergattern.

Die physische Edition des Spiels umfasst außerdem eine Packung 7 Sept-Terrion Karten, eine CD mit drei musikalischen Werken, Ouroboros Emblem Pin und ein SteelBook Case gefüllt mit Zeichnungen.


Allgemeine Daten

Jump-Force-CoverGenre: Rollenspiel

Entwickler/Publisher: Nihon Falcom/Marvelous

Plattform: PlayStation 4

Spieldauer: variabel

FSK: 12

Erscheinungsdatum: 07. Juni 2019

Sprache: Japanisch mit englischen Bildschirmtexten, Englisch


Quelle: Nihon Falcom, Marvelous, Amazon
Bilder/Videomaterial: © Nihon Falcom, Marvelous

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