Review: The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel III – PS4 Version!

   Mittwoch, 23. Oktober 2019   ,
Trails of Cold Steel III

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel III ist ein von Nihon Falcom entwickeltes JRPG und Fortsetzung der PS4 – Remakes, welche Ende März und Anfang Juni erschienen sind. Der dritte Teil der The Legend of Heroes – Serie knüpft unmittelbar an die Geschehnisse der Vorgänger an. Original erschien das Rollenspiel bereits im September 2017 in Japan. Der dritte Teil ist hierzulande seit dem 22.10. erhältlich. 

Für diese Rezension wurde ein Blick auf die PS4 Version geworfen.

Achtung: Diese Review kann Spoiler zur Handlung von Trails of Cold Steel III enthalten!


Story

 
Seit den Ereignissen von Trails of Cold Steel und Trails of Cold Steel II sind nahezu eineinhalb Jahre vergangen. Das erebonische Reich hat bereits einige Monate später Zemurias größte Handelsstadt, den Crossbell State und den North Ambria State, annektiert. Nach Jahren anhaltender Konflikte hat Erebonia seinen langjährigen Gegner, die Republik Calvard, endgültig übertroffen und ist nun die größte Nation des Kontinents.

Inzwischen sind neue Probleme entstanden und Chaos hat sich innerhalb und außerhalb des Imperiums verbreitet. Die kaiserliche Regierung mit ihrer zentralisierten Macht führte eine einheitliche Steuerverteilung ein und schwächte gleichzeitig die Adligen und ihre herrschenden Gebiete. Die als Ouroboros bekannte Geheimgesellschaft hat ihr Schweigen durch heimliches Manövrieren im Schatten gebrochen und sich hinter die Aktivitäten des Jaeger Corps und der Republik gestellt, um den Phantasmal Blaze Plan wiederzubeleben.

Gleichzeitig auf dem Weg zum Kaiser westlichen Vorort von Leeves ist Rean Schwarzer, der Erwecker Valimars, der Ashen Ritter; der als „Ashen Chevalier“ für seine nationalen Bemühungen während des erebonischen Bürgerkriegs und der anschließenden Crossbell- und Nordkampagnen bekannt ist. Nach seinem Abschluss an der prestigeträchtigen Thors Military Academy im Februar beschloss er, Lehrer an der Thors Military Academy zu werden – Leeves II Campus , ein „Sprungbrett“ zum Hauptcampus in Trista.

Der Zweigcampus unterteilt sich hauptsächlich in adlige, problematische Kinder und Ausländer. Als deren Schulleiter dient die frühere Generalkommandeurin der Noble Alliance und der Campus selbst wird als weitaus einladender angesehen als der Hauptcampus von Thors, der sich nach der Einschreibung des Kronprinzen in einen vollwertigen Campus als Militärschule verwandelt hat.
Unter den drei Klassen, aus denen sich der Lehrplan zusammensetzt, befindet sich die neue Klasse VII „Special Duties Division“, eine kleine Klasse, die Rean als Ausbilder überwacht. So beginnt das letzte Kapitel …

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass das JRPG auch in der Fortsetzung sehr storylastig ist, immernoch auf eine angenehme Art und Weise. Man schlüpft erneut in die Rolle des Rean Schwarzer und versucht gemeinsam mit der neuen Klasse VII und den Klassenkameraden der ursprünglichen Klasse VII alle Probleme und all das Chaos im Keim zu ersticken und einen weiteren Krieg zu verhindern. Auch hier ist es nicht entscheidend die Vorgänger gespielt zu haben, da man durch Story-Rückblicke und Charakterdatenbanken auf den neusten Stand gebracht werden kann. Die Haupthandlung wird wieder durch kleine Nebenquests und Events geschmückt, so dass keine langwierigen, gar eintönigen Kapitel entstehen.


Gameplay

 
Für diejenigen die den ersten Teil oder zweiten Teil nicht gespielt haben oder nicht beendeten, sind abrufbare Story-Rückblicke und Charakterdatenbanken zur Verfügung gestellt worden, um sich vor Spielbeginn noch auf den neusten Stand zu bringen. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich wie gehabt frei wählen und wenn man mal an einem Gegner scheitern sollte, so kann man den Kampf wie gewohnt beliebig oft wiederholen und bei Bedarf sogar den Widersacher stufenweise schwächen. Speichern ist an jedem Punkt der Story möglich, wenn man sich nicht gerade in einem Kampf oder einer Storysequenz befindet. Für Herausforderungen ist dennoch reichlich gesorgt worden, besonders wenn Boss- und Spezialgegner zu bewältigen sind, die fiese Statusbeeinträchtigungen und Kraftschübe in petto haben.

In einer Zukunftsvision und auf dem Zweigcampus angekommen, durchläuft man mit Rean und seinen Schülern nochmal ein Tutorial, um sich mit den alten und neuen Spieleelementen vertraut zu machen. Die Kämpfe sind erneut rundenbasiert. Meist tritt man mit einem Viererteam an, plus bis zu drei Personen als Backup. Beim Kampf hat man die Auswahl zwischen normalen Angriffen, Arts (magischen Angriffen) und Crafts (physischen Angriffen). Abgesehen davon, hat man noch die Möglichkeit zu fliehen oder Items zu verwenden. Neu hinzugekommen ist der sogenannte Assault, bei dem man sich, bevor man den Kampf beschreitet, bereits einen Vorteil verschaffen kann, indem man entweder den Gegner hinterrücks mit einem Schlag oder einer Spezialattacke trifft.

Jeder Charakter verfügt über drei Leisten, die die Lebensenergie, Magiepunkte (EP) und Punkte für die Anwendung von Crafts (CP) angeben. Der Balken für CP füllt sich in einem Kampf durch ausgeteilte Angriffe und erlittenen Schaden auf. In einem Kampf mit einem Viererteam sind stets zwei Charaktere miteinander verbunden. Gelingt es nun einen Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, so erhöht sich die Chance auf einen gemeinsam Angriff mit der verbundenen Person. Durch jede zusammen ausgeführte Link-Attacke bekommt man einen „Bravery Point“ (BP). Ab drei BP kann man zusammen die Rush – Attacke ausführen, ab 5 BP den sogenannten Burst, bei dem die ganze Gruppe angreift. Jede Figur verfügt über eine sogenannte „S – Craft“, diese kann eingesetzt werden sobald die Leiste mit den CP 100 Punkte aufweist. Sollte man bereits 200 CP haben, so wird diese Kraft verstärkt ausgeführt. Gerade gegen starke Gegner, könnte diese Attacke von Vorteil sein.

Desweiteren erhält jeder spielbare Charakter einen sogenannten Masterquartz. Jeder Masterquartz weist eine unterschiedliche auf den Charakter angepasste Skillung auf und mit jedem Levelaufstieg kommen neue Boni hinzu. Manche Quartz richten sich auf Heilung aus, andere wiederum auf Schnelligkeit, Stärke, Defensive und vieles mehr. In den ersten beiden Teilen hatte jeder Charakter jeweils nur einen Masterquartz, den man natürlich auch gegen neu erworbene hätte austauschen können. In dem letzten Teil der Trilogie kommt jetzt noch ein sogenannter Sub-Masterquartz hinzu, sprich ein Masterquartz einer anderen Person, welchen man ausrüsten und weiter leveln, aber nicht zu 100%, wie den Primären benutzen kann.

Auch neu hinzugekommen ist die Funktion „Brave Order“. Brave Order kostet ebenso „Bravery Points“ und bietet verschiedene Spezial-Buffs für die Verbündeten, ohne einen Zug zu verschwenden. Es kann nur eine Order pro Zug verwendet werden und die Nummer vor dem entsprechenden Buff zeigt die Runden an, welche dieser aktiv sein wird. Jeder Charakter besitzt verschiedene Brave Orders und dementsprechend auch verschiedene Buffs. Manche sind defensiv, die anderen agil oder offensiv. Brave Orders können nur von den Primären oder Helfercharakteren eingesetzt werden, welche sich in einer Party befinden.

 

Die Roboterkämpfe wurden aus dem zweiten Teil der Trilogie übernommen, diesmal kann man jedoch mit anderen Charakteren, abgesehen von Rean kämpfen. Außerdem kann man nun Kämpfe mit drei Robotern gleichzeitig bestreiten, welche von drei Charakteren bedient und von drei weiteren unterstützt werden. Der Partner kann in seiner Runde angreifen, die Lebenspunkte des Roboters regenerieren oder die EP wieder herstellen. Jeder Roboter besteht aus drei Teilen, den Kopf, die Arme und den Körper. Je nach Haltung des mechanischen Kämpfers sind die Teile geschützt oder bilden einen Schwachpunkt. Wenn man eine Schwachstelle trifft, so kann man den Gegner aus dem Gleichgewicht bringen. Auch hier sammelt man wieder fleißig BP, hat man fünf beisammen kann man mit einem vorher ausgewählten Partner eine starke Attacke ausführen.

Die Entwickler haben mit den Neuerungen aber auch den alten Funktionen erneut ins Schwarze getroffen. Die erweiterten Roboterkämpfe sorgen für einen größeren Spielspaß, da noch mehr Taktik erforderlich ist. Auch dass man nun zu dritt oder durch die Unterstützer zu sechst Kämpfe bestreiten kann, wirkt sich positiv auf die Roboterkämpfe aus. Ansonsten spielt sich das Kampfsystem wieder sehr dynamisch und flüssig. Kleine Feinde können mit der richtigen Strategie ziemlich schnell besiegt werden, Bosskämpfe sind natürlich härtere Nüsse, aber mit den Sub-Masterquartz und der neuen Funktion „Brave Order“ können auch diese bewältigt werden. Das Schönste ist natürlich immer noch, wenn man einen Kampf gewonnen hat und sämtliche Boni, wie Sepiths (eintauschbar gegen Spielwährung), Gegenstände und vor allem Erfahrungspunkte erhält. Sollte man mal kurz eine Auszeit vom ständigen Kämpfen benötigen, sorgen kleine Extras wie Kochen, Angeln und das neue Kartenspiel für reichlich Abwechslung.


Grafik

 
Auch hier hat sich vieles getan. Im Gegensatz zu den zwei Vorgängern, kann man beim dritten Teil der Trails of Cold Steel-Reihe kaum noch Abzüge hinsichtlich der Grafik machen. Es wurde erneut mit einer 3D-Grafik gearbeitet, da es sich nun aber um einen PS4-Exklusivtitel handelt und kein Remake mehr, kann man deutlich positive Unterschiede zur Grafik erkennen. Schlüsselszenen und besondere Kampfszenen, wie Link-Attacken wurden gut animiert. Auch bei den Charaktermodellen erkennt man eine deutliche Verbesserung der Grafik, die Animation wirkt fließend und die Dialoge decken sich mit den Lippenbewegungen der einzelnen Charaktere. Bei der Grafik der Landschaften und Städte hat sich nicht viel verändert. Nichtsdestotrotz kann man über diesen kleinen Makel hinweg sehen, da die Story samt dem Kampfsystem glänzt und der Suchtfaktor seit den ersten beiden Teilen nicht erloschen ist.


Sound

 
Musikalisch schließt sich der letzte Teil der Trilogie an seine Vorgänger an. Das Falcom Sound Team JDK hat hierbei erneut spitzen Arbeit geleistet. Die Kämpfe werden erneut durch verschiedene Battle Themes untermalt. Je nach Situation des Kampfes, ändert sich das Battle Theme in eine aufbrausende oder niederschlagende Begleitmusik. Ebenfalls positiv ist die Vertonung der Charaktere in bestimmten Dialogen und Sequenzen. Hierbei hat man erneut die Auswahl, ob man diese im Originalton mit Untertiteln hören möchte oder in der englischen Synchronisation.

Allgemeine Daten

Jump-Force-CoverGenre: Rollenspiel

Entwickler/Publisher: Nihon Falcom/NIS America

Plattform: PlayStation 4

Spieldauer: variabel

FSK: 12

Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2019

Sprache: Japanisch mit englischen Bildschirmtexten, Englisch


Quelle: Nihon Falcom, NIS America, Amazon
Bilder/Videomaterial: ©Nihon Falcom, NIS America

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