Review: The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel – PS4 Version!

   Mittwoch, 3. April 2019   ,

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel ist ein typisches JRPG, welches von Nihon Falcom entwickelt wurde. Als Teil der lange laufenden The Legend of Heroes – Serie, Nachfolger der Trails in the Sky – Serie, wurde es im September 2013 in Japan erstmals für die PlayStation 3 und PlayStation Vita veröffentlicht. Xseed Games lokalisierte und veröffentlichte das Spiel 2015 später in englischen Regionen. Marvelous brachte das Spiel dann nach Europa. Die PlayStation 4 – Version erschien letztes Jahr in Japan und letzten Freitag, den 29. März, kam das Spiel dann auch endlich zu uns. Die Veröffentlichung des zweiten Teils zu Trails of Cold Steel ist ebenfalls in Planung, jedoch ist noch kein genaues Datum bekannt. 

Für diese Rezension wurde ein Blick auf die PS4 Version geworfen.

Achtung: Diese Review kann Spoiler zur Handlung von Trails of Cold Steel enthalten!


Story

 
Die Story spielt im Erebonian Empire und schließt an die Geschichte der Trails in the Sky – Serie an. Parallel dazu findet die Crossbell – Serie statt. Nach einem kurzen Vorgeschmack auf kommende Ereignisse schlüpft man in die Rolle von Rean Schwarzer, der die Klasse VII an der Thors Military Academy besucht, eine neu gebildete Klasse, die sich aus erebonischen Adeligen und Bürgern zusammensetzt. Sie ist die einzige an der gesamten Akademie, die sich nicht nach sozialen Klassen unterscheidet. Was es damit auf sich hat, weiß zunächst niemand, auch die zuständigen Lehrkräfte offenbaren vorerst nichts. Neben dem Schulunterricht stehen hauptsächlich sogenannte Feldstudien im Vordergrund, die Rean und seine Mitschüler zu verschiedenen Städten und Gebieten in Erebonia bringen. Diese finden im Zeitraum des gesamten Schuljahres, nämlich März bis Oktober statt. Das eigentliche Ziel dabei ist, dass die Klasse die Realität des Reiches hautnah miterlebt. So zum Beispiel den Machtkampf zwischen dem Adel, der von vier großen Adelshäusern geführt wird, und den Arbeiterklasse – Reformisten, die von Kanzler Osborne angeführt werden. Es scheint unwillkürlich ein Bürgerkrieg zu drohen.


 
Während der Zeit an der Akademie, ist es ebenso Reans Aufgabe das alte verfallene Schulgebäude zu untersuchen, ein ungenutztes, mysteriöses Gebäude auf dem Campus. Jeden Monat verändert sich sein internes Layout, welches neue Gefahren birgt, die es zu bewältigen gilt. Ein Fund im untersten Stockwerk leitet das Ende des Spiels und zugleich den Höhepunkt ein. An dieser Stelle wollen wir nicht genauer eingehen, damit euch beim Spielen die gleiche Spannung wie uns erhalten bleibt. Wir merken lediglich an, dass die Story nicht abgeschlossen ist und direkt in das Nachfolgerspiel Trails of Cold Steel II führt.
 

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Spiel sehr storylastig ist, aber auf eine angenehmen Art und Weise. Positiv ist, dass man nicht die Vorgänger gespielt haben muss, um die Handlung zu verstehen. Ebenso die Abwechslung der Handlung durch Feldstudien und die freien Tage, die man voll ausnutzen kann, um Bindungen zu den anderen Klassenkameraden aufzubauen, landet ein großen Pluspunkt.


Gameplay

 
Das grundlegende Gameplay erinnert an das der vorherigen Titel, dennoch wurden einige Änderungen vorgenommen. Wie fast in jedem Spiel muss man eine Art Tutorial durchlaufen. In diesem Fall ist es ein kurzer Blick in die Zukunft, in dem man auf maximalen Level, mit etlichen Skills ausgestattet ist und das Spielprinzip genauer erklärt wird. Die Kämpfe sind immer rundenbasiert. Meist tritt man mit einem Viererteam an, plus eine Person als Backup. (Später zwei Personen). Beim Kampf hat man die Auswahl zwischen normalen Angreifen, Arts (magischen Angriffen) und Crafts (physischen Angriffen). Abgesehen davon, hat man noch die Möglichkeit zu fliehen oder Items zu verwenden. Auf Feldstudien wird man immer einer Gruppe zu geteilt, da es neun Schüler in Klasse VII sind, entsteht somit immer eine Vierer- und eine Fünfergruppe. Wenn man das alte Schulgebäude besucht, kann man sich seine Mitstreiter selber aussuchen. Neben den Basics wird einem auch die neuen Features im Kampfsystem erläutert, unter anderem das Tactical Link System, welches ermöglicht drei verschiedene Arten von Link – Angriffen verfolgen zu können, die zusätzlichen Schaden verursachen und andere nette Vorteile bieten. Diese taktischen Verknüpfungen werden auch später im Spiel sehr interessant, da man im Laufe des Games, mit fortschreitender Handlung die sogenannten Link Level der spielbaren Charaktere hochstufen kann.


 
Eine weitere Änderung im Spiel ist das Orbment – System. Das klassische Model wurde etwas umgewandelt, denn jeder der spielbaren Charaktere hat ein ARCUS – Gerät erhalten, welches ermöglicht magische Orbs auszurüsten, auch bekannt als Quartz. Neue Quartz kann man entweder kaufen, finden oder durch abgeschlossene Quests verdienen. Manche Quartz bringen aktive magische Fähigkeiten mit sich, andere haben passive Funktionen. Im Laufe des Spiels muss man viel ausprobieren um die optimale Skillung zu erzielen.


 
Neben den ganzen Features zum Kampfsystem, wird einem im ersten Kapitel des Spiels auch alles andere erläutert. Es wird gezeigt wie man Fische fängt, wie man schnell von einem Ort auf der Karte (zumindest innerhalb der Stadt oder dem Campus) zu einem anderen reisen kann, wie man bestimmte Rezepte kocht und vieles mehr. Letzteres ist sehr interessant, da die gekochten Speisen oft zur Heilung von HP oder anderen Status – Effekten eingesetzt werden konnten.


 
Das Gameplay von Trails of Cold Steel hat uns besonders in der Komplexität überzeugt, mit den ganzen neuen Features, den Arts und den Crafts, sowie den netten Bonusaktivitäten wie angeln und kochen. Langeweile bleibt da definitiv fern, denn selbst wenn ein Gegner mal unbesiegbar schien, konnten wir solange mit den Quartz herum experimentieren, bis wir die optimale Lösung gefunden haben. Auch da jeder Charakter eine andere Funktion erfüllte, ob Angreifer, Heiler, Magier oder Allrounder, konnten wir die Teams sehr gut variieren und somit auf jegliche Gegner anpassen.


Grafik

 
Im Gegenzug zu seinen Vorgängern, wurde in Trails of Cold Steel mit einer 3D Grafik gearbeitet, alles an sich wirkt es sehr bunt und lebhaft. Besonders gut animiert wurden besondere Schlüsselszenen und die Kampfszenen bei der Anwendung von Link Attacken. Abgesehen davon entspricht das Spiel eher dem Anime RPG – Standard und erinnert eher an Spiele wie Final Fantasy X / X – 2 HD. Die Charaktermodelle sind passabel, gerade die Gesichter der Figuren sind teilweise etwas hakelig animiert. Nichtsdestotrotz kann man darüber hinwegsehen, da in diesem Spiel die Story samt Kampfsystem glänzt und der Suchtfaktor durchaus vorhanden ist.


Sound

 
Musikalisch konnte das Spiel sich wieder beweisen, denn das Falcom Sound Team JDK hat bei der musikalischen Untermalung erneut spitzen Arbeit geleistet. Besonders bei Kämpfen, gab es eine hohe Abwechslung von Battle Themes. Allein für diese wurde eine Stunde Kampfmusik komponiert. Je nach Situation des Kampfes gab es aufbrausende oder niederschlagende Begleitmusik, die uns fast schon vorher hat wissen lassen, dass wir kurz vor dem Verlieren oder Gewinnen sind. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Charaktere in bestimmten Schlüsselszenen ebenfalls vertont wurden. Hierbei hat man unter anderem die Auswahl, ob man diese im Originalton mit englischen Untertiteln hören möchte oder in der englischen Synchronisation.


Allgemeine Daten

Jump-Force-CoverGenre: Rollenspiel

Entwickler/Publisher: Nihon Falcom/Marvelous

Plattform: PlayStation 4

Spieldauer: variabel

FSK: 12

Erscheinungsdatum: 29. März 2019

Sprache: Japanisch mit englischen Bildschirmtexten, Englisch


Quelle: Nihon Falcom, Marvelous, Amazon
Bilder/Videomaterial: © Nihon Falcom, Marvelous

Habt ihr Lust Rean Schwarzer auf seinem Abenteuer in Erebonia zu begleiten? Dann schnell zu Amazon:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.