Review: The Legend of Zelda: Link’s Awakening

   Montag, 14. Oktober 2019   ,
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Am 20. September wurden viele Zelda Fans weltweit in Nostalgie versetzt. Denn zu diesem Zeitpunkt erschien das Remake des Gameboy Klassikers von 1993, welcher den Titel The Legend of Zelda: Link’s Awakening trägt. Nintendo spendierte dem Fan Liebling eine neue Optik und brachte diesen für die Nintendo Switch heraus.

Erhältlich ist The Legend of Zelda: Link’s Awakening in zwei unterschiedlichen Retail-Versionen, der Standard und Collector’s Edition. Beide waren bereits im Vorfeld sehr begehrt bei den Fans, wobei die Collector’s Edition innerhalb weniger Tage ausverkauf war. Nintendo hat uns freundlicherweise eine Standard Edition überlassen. Wie sich die Neuauflage des Klassikers von vor 26 Jahren spielt, erfahrt ihr in unserer Review.

Achtung! Diese Review enthält Spoiler zu The Legend of Zelda – Link’s Awakening!


Handlung:

 

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Ein Unwetter tobt über dem Meer. Der junge Held aus Hyrule versucht alles, um sein Boot sicher aus dem Sturm zu geleiten. Doch leider kommt es, wie es kommen muss und so erleidet der Junge Schiffbruch. Keine Ahnung wie lange er bewusstlos war, doch als er erwacht, befindet er sich in einem ihm fremden Haus. Marin, die Bewohnerin des Hauses, erklärt ihm, dass sie ihn bewusstlos am Strand fand und her brachte. Doch am Strand befindet sich noch etwas, was ihm zu gehören scheint. Am Strand angekommen findet er sein Schwert, mit dem er einst aufbrach. Plötzlich erscheint ein Uhu, welcher dem jungen Neuankömmling vom heiligen Windfisch berichtet. Um von der Insel zu entkommen, muss er den Windfisch aus seinem Schlaf erwecken. Doch dafür benötigt er acht Artefakte in Form von Musikinstrumenten. Wird er es schaffen, die Instrumente zu sammeln, um den Windfisch aus seinem Schlaf zu reißen?

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Schon vor 26 Jahren konnte die vierte Geschichte um den Hylianer Link viele Spieler in dessen Bann ziehen. Doch anders als die vorherigen drei Titel tauchen weder die Prinzessin von Hyrule, noch der Stammbösewicht Ganon auf. Link’s Awakening spielt in einer komplett neuen Welt namens Cocolint, welche sich fern von Hyrule befindet und von dem geheimnissvollen Windfisch beheimatet ist. Dieser schläft allerdings tief und fest und kann nur durch die acht heiligen Instrumente erweckt werden. Allerdings sind diese auf der ganzen Insel in verschiedenen Tempelanlagen verstreut. Ein klassisches Zelda Abenteuer eben, nur nicht aus Hyrule. Dennoch ist die Geschichte nicht in die Jahre gekommen und bleibt weiterhin so Charmant wie früher


Gameplay:

Von der nahezu endlos wirkenden Spielwelt von Breath of the Wild merkt man in Link’s Awakening nicht viel. Die kleine überschaubare Insel von Cocolint hat aber dennoch viel zu bieten. Wenn man der Hauptgeschichte folgt, muss man nach und nach die Tempelanlagen erkunden, um dort die heiligen Instrumente zu erlangen. Dies erinnert sehr an das klassische Gameplay, mit welchem die Serie groß wurde. Auch die Topdown Perspektive hat man beibehalten, um den Charme des Originals weiterhin erstrahlen zu lassen. Zum Anfang ist man recht sperrlich ausgerüstet, was sich aber im weiteren Verlauf des Spieles ändert. Denn wie man es schon aus den früheren Teilen der Serie gewohnt war, gibt es auch in Link’s Awakening in jedem Tempel einen neuen Gegenstand zu entdecken, welcher euch bei den zu bewältigen Aufgaben von Nutzen ist.

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Wer keine Lust hat dem normalen Spielverlauf zu folgen, kann sich auch auf Cocolint mit vielen Aktivitäten ablenken. Von Angeln bis zu einem Greifautomaten Spiel gibt es viele möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Dabei könnt ihr euch Rubine verdienen oder nützliche Gegenstände sammeln. Auch die klassischen Herzteile sind zurück und warten darauf von euch entdeckt und eingesammelt zu werden. Somit habt ihr auch abseits der Handlung einiges aus Cocolint zu erleben.

Aber das ausgefallenste Feature des Remakes ist zweifelsohne der Dungeon Creator. Dieser wird nach einem gewissen Spielfortschritt freigeschaltet und bietet euch die Möglichkeit, eigene Dungeons zu entwerfen. Aufgebaut ist dieser Modus recht simpel. Ihr habt ein Raster auf dem ihr die verschiedenen Räume anordnet. Dabei müsst ihr aber die Vorgaben für das Raster beachten. Neue Räume bekommt ihr, nachdem ihr einen Tempel beendet habt und dann mit Boris spricht, welcher den Dungeon Creator entworfen hat. Mit der Amiibo Funktion könnt ihr eure Dungeons auch extern speichern und mit zu euren Freunden nehmen. Dieses Feature hat uns besonders gefallen. Eine Umsetzung in dem bereits angekündigten Breath of the Wild Sequel halten wir für sehr unwahrscheinlich. Aber vielleicht schafft es das Zelda Franchise zu einem ähnlichen Titel wie den Super Mario Maker. Mit dem Dungeon Creator wäre dies durchaus möglich.

Wenn man das Remake mit seinem 26 Jahre älteren Bruder spielerisch vergleicht, so erhält man eine sehr gute Umsetzung der alten Werte. Man kann sogar von einer Steigerung sprechen, da man hier und da ein paar zusätzliche Inhalte erhält. Auf jeden Fall ist der Nostalgiefaktor immer präsent und man kann ein Stück seiner Kindheit neu erleben. Aber auch für diejenigen, die das Spiel in den Neunzigern nicht erleben konnten, dürfen die damalige kreativität der Entwickler, welche der Zelda Reihe  einen wichtigen Anstoss gab, in neuem Gewand erleben. Deshalb vergeben wir, allein dem Nostalgiefaktor geschuldet, die volle Punktzahl.


Grafik/ Sound:

Diorama lautet das Zauberwort, welches dem Remake sein knuffiges und süßes Erscheinungsbild verleiht. Ähnlich wie bei einer mit Modellfiguren nachgestellte Szenerie, erscheint Link’s Awakening in einem Gewand, als wenn man Zuhause ein Modell gebaut hätte. Dies war durchaus beabsichtig, da man so die Nostalgie des Titels behalten wollte. Nun kann man sich über die Optik streiten, aber wir finden, dass sich dieser Stil sehr gut für diesen Titel eignet. Schon vor dem Remake gab es einen Titel mit einerm ähnlichen Grafikstil für ein anderes System. dieser wurde aber aufgrund seines hohen Schwierigkeitsgrades eher bei der Dark Souls Community beliebt. Der Dioarama Grafikstil macht aus dem Remake das, was man erwartet hat. Dennoch müssen wir leider eine kleine differenz in der Benotung erwägen. Leider macht der Grafikstil hin und wieder Probleme. Vor allem im Handheld Modus schwächelt der Titel bei gewissen Passagen.

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Dies mag aber daran liegen, dass man hier auf eine bereits komplett geladene Karte umgeschwungen ist. Denn zur Zeit des Gameboys, wechselte das Spiel von Kartenbildschirm zu Kartenbildschirm. Somit wird nur beim betreten einer Höhle, Dungeons oder anderen Räumlichkeiten ein kurzer Ladebildschirm geöffnet. Dieser ist aber nicht länger als 1 bis 2 Sekunden zu sehen. Auch wenn das leichte schwächeln schade ist, erhält man trotzdem einen Zelda Titel, welcher eine wunderschöne Optik erhalten hat.

Auch der Sound und Soundtrack hat eine große Wandlung durchgemacht. Was früher Bit-Sounds waren, sind heute aufwendige orchestrale Klänge, welche seit Ocarina of Time in der Zelda Reihe gang und gebe sind. Außerdem finden Nintendo Fans in den Tempeln den ein oder anderen Mix aus anderen Nintendo Titeln vor. Dies ist aber auch den vielen Cameos von verschiedenen Nintendo Charakteren geschuldet. Wir finden die audiovisuelle Untermalung des Remakes mehr als gelungen, wodurch wir hier einen kompletten Herzcontainer überreichen können.

So kommen wir zu dem Schluss, dass man viel Liebe in die Grafik und soundtechnische Komponente gesteckt hat. Dieses Remake ist besonders für die Liebhaber des damaligen Link’s Awakening entwickelt worden. Dennoch hat man auch darauf geachtet, den Titel für Neuentdecker attraktiv zu gestalten. Bis auf die wirklich kleinen einbrüche der Framerate, können wir hir beruhigt auf eine sehr hohe Wertung gehen.


Übersichtsrailer The Legend of Zelda: Link’s Awakening:

Allgemeine Daten:

81HuiMRn3IL._SL1500_Entwickler: Nintendo

Publisher: Nintendo Europe

Genre: RPG

Plattform: Nintendo Switch

Erscheinungsdatum: 20. September 2019

USK: 6 Jahre

Bildschirmtext:  Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch

Quelle: Nintendo Europe
©1993 – 2019 Nintendo

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