The Case Study of Vanitas: Band 1 & 2 – Ein neues Pandora Hearts?

   Dienstag, 6. März 2018  
The Case Study of Vanitas

Um es gleich vorab zu sagen: Als ein sehr großer Fan der Mangaserie Pandora Hearts, wartete ich nach dessen Finale sehnsüchtig auf ein weiteres Werk von Mangaka Jun Mochizuki, weswegen ich der Serie im Gesamten mit hohen Erwartungen entgegen blicke. Das neue Werk trägt den Namen: The Case Study of Vanitas und feierte den deutschen Release seines ersten Bandes schon recht zügig im Juli 2017. Erst kürzlich seit Januar diesen Jahres kam dann auch der zweite Band dazu, was für mich das Zeichen war, dass es nun Zeit ist sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wie dieser nach den ersten zwei Bänden ausfällt, welche Vergleiche sich zum Vorgänger Pandora Hearts aufstellen lassen und weiteres erfahrt ihr hier.


Die Handlung

IMG_2496The Case Study of Vanitas ist eine Comedy, Fantasy, Science Fiction Serie, die sich mit Steam-Punk-Einflüssen in einem fiktiven Paris während des späten 19. Jahrhunderts abspielt.

Menschen und Vampire leben in friedlicher Koexistenz, was hauptsächlich daran liegt, dass Menschen die Vampire für komplett ausgestorben halten. Dennoch kommt es des öfteren mal vor, dass ein Vampir sich hier und dort doch mal einen leckeren Happen Mensch genehmigt. Diese Vorkommnisse sind auf so genannte Fluchträger zurückzuführen, die aufgrund eben dieses angedeuteten Fluches ihren Appetit auf Blut nicht mehr unterdrücken können und folglich in einer Raserei verenden, in der sie nach Raubtier-Manier alles reißen, was sie an Beute in die Finger kriegen. Der selbsternannte „Arzt mit dem Spezialgebiet: Vampire“ namens Vanitas hat es sich zur Berufung gemacht Fluchträgern mithilfe eines verfluchten Buches: das Buch des Vanitas, die Heilung zu verschaffen.

Die Geschichte beginnt mit dem Protagonisten Noé, der auf Geheiß seines Meisters nach Paris um das Buch des Vanitas „mit eigenen Augen zu begutachten„. Dabei stößt er prompt auf den verwegenen Vampirdoktor, welcher gleich den Eindruck eines einfältigen jungen Burschen vermittelt… was gar nicht einmal so falsch ist.

Gegen seinen eigentlichen Willen, sieht sich Noé schnell von anderen als Vantias‘ persönlichen Beschützer interpretiert und folgt diesem seit dem mehr oder weniger unfreiwillig. Aufgrund der Tatsache, dass das Buch des Vanitas viel mehr als Ursprung des Fluches angesehen wird, statt als Lösung dagegen, gestaltet sich diese Reise nicht als ungefährlich. Und das ist der Punkt an dem Ball anfängt zu rollen.


IMG_2472Ähnlich wie bei Pandora Hearts scheint die Handlung eine gewisse Zeit zu benötigen um sich aufzubauen. Daraus folgt die Tatsache, dass man sich meines Erachtens so gut wie unmöglich ein Bild davon machen kann, ob einem die Serie zusagt oder nicht, wenn einem nicht gleich am Anfang Setting, Charaktere und Stilmittel misfallen. Nach dem beenden des ersten Bandes war es für mich so, dass ich weder wirklich unterhalten, noch enttäuscht oder sonstiges war. Es werden die beiden Hauptcharaktere und ihre Persönlichkeiten eingeführt, sowie potentielle „Neben-Antagonisten“ und ein Handlungsstrang, der zunächst einmal hauptsächlich dafür existent zu sein scheint, zu erklären wo man ist und was in dieser Welt überhaupt vor sich geht.

Ganz anders hingegen war es mit dem zweiten Band. Hier gewinnen Protagonist Noé durch Erzählung seiner Hintergrundgeschichte und der einfältige Vanitas durch zur Schau stellung einer ganz anderen Seite von ihm endlich an Charaktertiefe. Es werden neue Charaktere eingeführt, darunter Noé’s beste Freundin aus Kindheitstagen: Dominique, die neben ihrer öffentlich als offen und fröhlich angesehenden Persönlichkeit auch ganz arglistige und gefährliche Saiten aufziehen kann, wenn sie Noé in Gefahr sieht. Außerdem bekommt auch der vermeindliche Hauptübeltäter der Geschichte endlich etwas, dass ich hier einfach mal „ein Gesicht“ bzw. eine „Verkörperung“ nenne, um nichts vorweg zu nehmen. Durch all das webt sich auch ein erstes Netz an Beziehungen, der Charaktere untereinander.

Kurz gesagt: Um sich einen ersten Eindruck von der Handlung zu machen, ist das Lesen der ersten beiden Bänder definitiv von Nöten.


Design und Qualität

IMG_2473Abgesehen davon, dass The Case Study of Vanitas schon vom ersten Anblick stark an Pandora Hearts in seinem Design erinnert, bietet ein jeweiliger Band des Mangas  gewisse weitere Schönheiten Gimmicks. Gleich beim Aufschlagen findet man auf der Innenseite des Covers Illustrationen zu Designentscheidungen und -prozessen. Im ersten Band ist das die Entstehung des im selbigen auftuchenden Luftschiffes „La Baleine“ oder auch „fliegender Wal genannt.“ Es werden neben dem Design welches dann Schlussendlich genommen wurde noch weitere Skizzen gezeigt, die der Illustrator Yamaguchi geschickt hat. Im zweiten Band werden an dieser Stelle Einzelheiten zum Design des Charakters Vanitas aufgezeigt.

Gleich daneben erwartet den Leser im ersten Band ein Key Visual, welches auf einem Papier gedruckt wurde welches offenbar dicker ist als die restlichen Seiten und, wie mir scheint, einseitig, auf der Rückseite (Inhaltsverzeichnis) beschichtet ist. Das Key Visual weist eine hohe Farbtiefe auf, man kann sagen „Das Schwarz ist tatsächlich schwarz.“

Am Ende eines jedes Bandes gibt es noch eine Seite, welche niedlich und Humorvoll kleine Nebensächlichkeiten der Story erklärt, zB. wie alt die Charaktere eigentlich sind.IMG_2483IMG_2489IMG_2507


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