Was ist Gunpla? Der große Hobby Mythos aus Japan!

   Sonntag, 15. Juli 2018   ,
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1979 startete Bandai zusammen mit Sunrise ein Franchise, welches bis heute jeder kennen dürfte: Gundam. Aber was vielleicht einigen weniger bekannt ist, als die Manga-, Anime-, und Spielereihen, sind die Bausätze des Spielzeughersteller Bandai. Die so genannten Gunplas haben so manche Sachen auf dem Kasten, welche Spielzeuge aus den USA nicht haben. Wir werden euch heute einen ersten Einblick gewähren und verraten: Was ist Gunpla?

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Die Mobile Suits zum anfassen!

Um erst einmal den Grundbegriff zu erläutern: Gunpla setzt sich aus den Wörtern Gundam Plastic Model zusammen. Dieser steht als Überbegriff für das Modellbau Hobby, welches sich dahinter befindet. Dabei gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Modellen und Maßstäben. Auch der Schwierigkeitsgrad ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Die einzelnen Kategorien dieser Modelle werden wir euch in den kommenden Wochen ausgiebig erläutern. Aber soviel zum Anfang. Die Modelle werden, bis auf die SD Gundam Serie, in sogenannte Grades aufgeteilt. Diese fangen bei Non (einfachste Bauweise) an und enden mit Perfect (der höchste Schwierigkeitsgrad). Dazwischen liegen dann verschiedene Level. Aber alle Modelle innerhalb der Grades haben ein gleichwertiges Maß an Details. Die wesentlichen Unterschiede liegen in Details, Teilen, Farben und Artikulation. Während Non-Grade Modelle meist wie eine Standard Actionfigur sind, vergleichbar mit Star Wars Actionfiguren, geht der Anspruch für die Beweglichkeit eines Modells ab High Grade schon in eine andere Richtung.

Ein Gundam macht Gunpla!

Ein Gunpla macht Gunpla! Bild:
© Gundam Kits Collection


 

Bandai revolutioniert den Modellbau!

Was bei den Modellen des Spielzeugriesen aus Japan am meisten heraus sticht? Man benötigt in den meisten Fällen keinen Modellbaukleber oder Farben. Die Großzahl der Modelle werden in den für den Gundam spezifischen Farben in einem Aufwendigen Spritzgussverfahren hergestellt. Dies ist aber, wie bereits erwähnt, vom Grade abhängig.

Video aus der Produktion:

Für den Zusammenbau der Modelle reicht meist ein Modellbau tauglicher Seitenschneider, eventuell ein Skalpell und etwas Schleifpapier oder eine Pfeile aus. Die Teile werden einfach ineinander gesteckt und müssen nur nach Bedarf bemalt werden. Für das Bemalen gibt es auch eine Produktlinie von Bandai und Mr. Hobby, welche Gundam Marker genannt werden. Mit diesen ist es euch möglich das Modell mit mehr Details zu versehen. Wie diese verwendet werden, seht ihr bei unserem Partner O-Gundam Germany. Aber wie eingangs erwähnt gibt es auch Unterschiede in den Maßstäben. Der kleinste beginnt hier bei 1/144 (meist 13-20 cm) und zählt zu dem Maßstab mit der größten Produktpalette. Dann folgt der Maßstab 1/100 (ab ca. 18 cm), gefolgt von 1/60 ( meist 30 cm) und geht über zum größten mit 1/48 ( ab 38 cm). Die kleinen Ausnahmetalente SD Gundam haben keinen festen Maßstab, da diese zu der Super Deformed Serie von Bandai zählen. Die SD Gundam Modelle haben meist eine größe von ca. 8 cm.

Die praktischen Helfer jedes Gunpla Builders!

Die praktischen Helfer jedes Gunpla Builders!


Was gibt es für Unterschiede?

Um den Unterschied zwischen den Grades nochmal anzuschneiden. Neben Non und SD geht der Aufwand der Modelle mit dem High Grade los. Dann folgt der Real Grade (1/144) eine der aufwendigsten Modelle des Gunplas und mit dem höchsten Detailgrad. Diese Modelle verfügen, im Gegensatz zu ihren Brüdern aus dem High Grade, über eine aufwendige Frame. Bei einer Frame handelt es sich um das Exoskelett einer Mobilen Kampfeinheit aus der Serie. An diese werden die Rüstungsteile angebracht. Die Frame war bis jetzt nur typisch für die größeren Modelle im Bereich Master (1/100) und Perfect (1/60). Doch Bandai gelang es diese auch auf den Maßstab 1/144 zu übertragen.

Hier die Frames der unterschiedlichen Grades:

Der Master Grade beinhaltet Modelle mit sehr hohem Detailgrad, einer Frame und jede Menge voreingefärbten Bauteilen. Im zweitgrößten Maßstab befindet sich dann der Perfect Grade, die Königsdisziplin im Gunpla. Diese Modell verfügen über das Maximum an Bauteilen und beherbergt jede Menge liebevolle Details. Neben beleuchteter Head-Unit, Einzel beweglichen Fingerglieder an den Manipulatoren, die Hände eines Gundams, sind diese Modelle zum größten Teil die einzigen, welche noch einen Schraubdreher für den Aufbau benötigen.

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Die unterschiedlichen Grades im Überblick.


Ihr habt interesse? Keine Sorge, Gunpla als Hobby ist echt bezahlbar!

Eine Frage die bis jetzt noch nicht beantwortet wurde: Was kostet mich das Hobby Gunpla eigentlich? Um diese schnell zu beantworten,das Hobby ist weitaus günstiger als das Sammeln von Figuren. Denn die Bausätze, bis auf die größeren aus dem Master und Perfect Grade Bereich, kosten diese meist nicht mehr als 40,00 €. Die kleinsten beginnen meist schon bei nur ca. 8,00 €. Die meisten High Grade Bausätze fangen ab ca. 20,00 € an und können aber auch, je nach Größe des Modells, auch mal über 100,00 kosten. Dies sind aber Modelle die ein Minimum von 100 bis 300 Teilen haben. Das einzige was ihr dann noch benötigt sind ein Seitenschneider und etwas um den Grat zu säubern (eine Pfeile oder Schleifpapier aus dem Modellbau).

Und dann könnt ihr auch schon loslegen. Für den Anfang empfehlen sich der High Grade oder die SD Reihe. Diese sehen gut aus, haben schöne Details und kosten wenig Geld. Wie wir bereits in einer News erwähnt haben, gibt es auch bei den SD Modellen mittlerweile eine Steigerung im Aufwand der Modelle. Die neue Cross Silhoutte Reihe verfügt wie Real, Master und Perfect Grade über eine Frame, durch welche euch der Umbau des Modells zu einem etwas beweglicherem Möglich ist. Diese sind ab spätestens August bei unserem Partner O-Gundam Germany erhältlich und sollen, je nach Paket, zwischen 12,00 € und 22,00 € kosten.

Und somit endet unser erster kleiner Einblick in die Welt des Gunplas. In den kommenden Wochen werden wir euch mit weiteren Details zu diesem Hobby informieren. Dabei werden wir näher auf die erwähnten Grades, die Entstehung des Gundam Franchises und die verschieden Zeitlinien der Geschichte von Gundam eingehen. Wenn ihr sofort loslegen möchtet, dann werft doch einen Blick in den Online-Store von O-Gundam Germany. Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß beim basteln!

Quellen: O-Gundam Germany, Gundam.Info, Bandai, Gundam Wikia, Gundam Kits Collection, Youtube
Bilder: ©O-Gundam Germany, ©Bandai, ©Sunrise, ©Gundam Kits Collection

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